12 x Düsseldorf von oben (3): Schöne Aussicht, Grafenberger Wald

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Wie schrieben wir kürzlich in einem Beitrag dieses Listicals? „Düsseldorf ist eigentlich topfeben…“ Aber immerhin liegt der höchste Punkt des Aaper Waldes bei 114 Metern über Normalnull. Aber schon vom Westhang des Grafenberger Waldes, der kaum höher als etwa 70 Meter liegt, hat man einen interessanten Ausblick auf die Stadt. Leider stehen meistens Bäume im Weg. Deshalb hat man schon in den Fünfzigerjahren an einer Stelle für Durchblick gesorgt und die dann auch passenderweise und offiziell mit Hinweisschild „Schöne Aussicht“ genannt. Außerdem gibt es hier eine Bank, sodass man das Panorama auch im Sitzen genießen kann.

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Google-Map: Schöne Aussicht

Allerdings: Sobald die umgebenden Bäume voll belaubt sind, gibt es Einschränkungen – den ungehinderten Blick hat man folgerichtig im Winter. Dafür ist der Anmarsch nicht besonders aufwändig. Per Bus, Bahn, Rad oder notfalls auch Auto reist man zum Staufenplatz. An dessen Ostseite führt die Ernst-Poensgen-Allee entlang, an deren Ende sich neben einem Seniorenwohnheim die berühmte Jan-Wellem-Quelle befindet. Kaum fünf Meter weiter beginnt ein Pfad, der aufwärts in den Wald führt. Der kreuzt dann einen Hauptweg namens „Serpentine“. Man hält sich links und folgt diesem Weg bis zur nächsten Kreuzung. Dort geht es dann rechterhand ziemlich steil hoch zum Gipfel des Hügels mit der „Schönen Aussicht“. Ambitionierte Mountainbiker schaffen das locker auf dem Drahtesel.

Der Ausblick Richtung Rheinturm und Stadttor

Der Ausblick Richtung Rheinturm und Stadttor

Und dann? Dann liegt einem ein großer Teil unserer kleinen Großstadt zu Füßen. Die Aussicht reicht im Norden bis zum Airport, erfasst vier der fünf Rheinbrücken und alle wesentlichen Hochhäuser. Auch die noch existierenden Fabrikschlote sind erkennbar, ebenso der Hauptbahnhof mit seinen Gleisanlagen und mindestens sechzehn Kirchtürme. An klaren Tagen sind die Kraftwerke am Braunkohletagebau gut zu identifizieren, und Gebäudegruppe wie die Uni und die Uni-Kliniken sind gut vom Häusermeer zu unterscheiden. Besonders spannend ist eine Tour zur Schönen Aussicht für Kenner der Stadt, die oft auch Dinge erkennen, die aus größerer Höhe (Rheinturm, Dreischeibenhaus etc.) nicht so gut zu identifizieren sind.

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