Juni 2008: Düsseldorf ohne Magie (Wie Spitzenbasketball aus der Stadt gemobbt wurde)

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[Im Juni 2008 berichteten wir über den Wegzug des Düsseldorfer Basketballteams „Magics“ als Folge des Mobbings durch die damalige Assistentin des damaligen Oberbürgermeisters Erwin, Christina Begale – damit begann der Abstieg Düsseldorfs als Basketball-Stadt…]

„Es gibt – glaube ich – wenige Journalisten, bei denen mich Frau Begale, die Geschäftsführerin der DMT – nach den mir zugetragenen Informationen – noch nicht als Mitglied der Russenmafia tituliert haben soll. Schlimmer ist, dass während der gesamten Saison 07/08 fortwährend übler Druck auf die Magics ausgeübt wurde. So hatte unser Geschäftsführer Klaus Wischnitzki phasenweise Angst um seinen Job bei der Stadt Düsseldorf. Wir haben klare Hinweise, dass es auch Frau Begale gewesen sein soll, die die Leitung des Burg Wächter Castellos angewiesen hat, Fans unliebsame Plakate durch die Security wegnehmen zu lassen.“ (Quelle: Düsseldorf Magics am 26.05.2008)

Ob es nun schade ist, dass das Düsseldorfer Basketball-Team der Magics der Stadt den Rücken kehrt, sollen die Basketball-Freunde beurteilen. Wenn allerdings der geplante Umzug der Giants von Leverkusen nach Düsseldorf scheitert, dann wird die selbsternannte Sportstadt Düsseldorf in Zukunft ohne Profimannschaft in dieser populären Sportart dastehen. Der Grund für den Abschied hat einen Namen: Christina Begale. Die rechte Hand des jüngst verstorbenen Oberbürgermeisters Joachim Erwin, lange Zeit Sportbeauftragte der Stadt und von ihrem Chef in den Job der Geschäftsführerin der Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH gehievt, hat über Jahre ihrer Aversion gegenüber dem Mentor der Magics, Gerald Wagener, freien Lauf gelassen und das Team letztlich aus der Stadt gemobbt.

Man darf dies als letzten Triumph der Frau sehen, die in Düsseldorf keine Freunde hat, weil sie sich über die Jahre und unter den Fittichen ihres OB vorwiegend Feinde gemacht hat. Dies nach persönlichen Antipathien. Denn die Begale hat sich immer wichtig genommen. Legendär ihre Initiative, den Rathausmarkt neu verfugen zu lassen, damit sie mit ihren High Heels nicht mehr hängen bleibt. Viele mehr oder weniger honorige Leute aus dem örtlichen Klüngel hat sie bei Gelegenheit beschimpft und so die eine oder andere wichtige Connection zu Düsseldorfer Unternehmen beschädigt.

Schlimm auch ihr durch nichts gerechtfertigte Eingreifen in die Geschicke der Fortuna Düsseldorf. Erst vor wenigen Monaten hat sie vom Vorstand des Vereins ultimativ verlangt, dieser solle den langjährigen und verdienten Geschäftsführer (ohne den die Fortuna vermutlich nicht mehr existieren würde…) Paul Jäger abmahnen, denn der sei am Telefon unfreundlich gewesen. Schließlich sei sie als Auch-Geschäftsführerin der d:ticket Sponsorin des Vereins. Paul Jäger klagte vor dem Arbeitsgericht und gewann natürlich.

Die Feindschaft der Dame gegenüber dem Krefelder Unternehmer Gerald Wagener ist alt und begann sogar noch vor dem großen Hickhack um die LTU-Arena. In diesem Zusammenhang aber eskalierte die Geschichte. Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Finanzierung des überdimensionierten Baus einigermaßen windig war, machte Wagener Anstalten die Arena zu kaufen. Mit allerlei Tricks und Winkelzügen wurde dies von OB Erwin und seinen Helfershelfern verhindert. Seitdem galt Erwins Parteifreund Wagener in der Stadt als persona non grata. Ganz offensichtlich hatte es sich besonders Christina Begale zur Aufgabe gemacht, den Inhaber der Auric-Gruppe nach Kräften zu schikanieren. Einziges Ziel nach dem Ende des Arenaskandals: Das von Wagener geförderte Basketball-Team der Düsseldorf Magics.

Im Schlusswort Wageners rechnet dieser mit Begale ab. Dieser Text ist eines der wenigen öffentlichen Zeugnisse über das Treiben der Dame, die durch eine als Lobhudelei auf Joachim Erwin gestaltete Diplomarbeit einen Job in Düsseldorf bekam. Nun da ihr Schutzherr verstorben ist, hält niemand mehr seine schützende Hand über Frau Begale. Es ist also nur eine Frage der Zeit bis sie aus der Stadt verschwindet. Diese Spanne kann sich allerdings noch hinziehen, denn OB Erwin hat mit einem langfristigen Vertrag dafür gesorgt, dass ihr genug Zeit bleibt, sich andernorts nach einem Job umzusehen.

[Zuerst erschienen im Vorgänger-Blog „Rainer’sche Post“ am 06.06.2008]

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