So ist die Macht bei Fortuna Düsseldorf wirklich verteilt…

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Nachdem die Rheinische Post und der Kölner Express in den vergangenen Tagen hochinformative Infografiken zum Machtgefüge bei Fortuna Düsseldorf veröffentlicht haben, muss leider festgestellt werden: Die verantwortlichen Journalisten haben keine Ahnung. Selbst Ihr angeblich so ergebener Berichterstatter, der mit seinen Artikelchen auch gern im Dunklen tappt, hat nicht den geringsten Schimmer davon, wer im Verein wirklich das Sagen hat, wer die grauen Eminenzen sind und wie sie miteinander und/oder gegeneinander arbeiten. Mir ist bewusst, dass ich nach dem Veröffentlichen der nun folgenden Hintergründe wahrscheinlich von den exklusiven Informationen, die im Untergrund bzw. im Schatten der glorreichen Fortuna verlaufen, abgeschnitten sein werde . Denn auch bei F95 gilt: Man liebt den Verrat, aber nicht den Verräter. Aber gerade in dieser hochspannenden Sommerpause, in der die Weichen für die nächsten Jahrzehnte, wenn nicht -hunderte gestellt werden, hat die Öffentlichkeit ein Recht auf die Wahrheit.

DJ OpaSchauen wir uns die wirklich wichtigen und mächtigen Akteure einmal genauer an. Da ist der sogenannte „DJ Opa“ (8), der sich hinter diesem eigenartigen Pseudonym versteckt und dessen wahre Identität niemand kennt. Es heißt, er habe in seiner Jugend ein Spiel in der Stadtteilauswahl von Golzheim absolviert, habe dann aber seine Karriere wegen eines Haarspitzenbruchs beenden müssen. In ihm bündelt sich die gesamte musikalische Kompetenz des Vereins – und wer sich mit DJ Opa nicht gut stellt, wird nie sein Lieblingslied im Stadion hören.

TorwartSchwer einzuschätzen ist Wolfgang „Fahrian“ Torwart (7), der zwar kein Amt im Verein bekleidet, ohne dessen Zustimmung aber nichts läuft bei der Fortuna. Der 78-jährige Ex-Greenkeeper (Rheinstadion, Paul-Janes-Stadion und viele andere mehr) lebt heute auf einer Kapverdischen Insel mit seiner Frau (39) und sechs Kindern und züchtet Kumquats. Wann immer wichtige Entscheidungen zu treffen sind, wird Torwart per Telefonkonferenz via Satellit zugeschaltet.

HasiSeit über 30 Jahren sitzt Hajü „Hasi“ Haseloff (6) im Aufsichtsrat der Fortuna, also schon zu Zeiten als es dieses Gremium überhaupt nicht gab. Er gilt als der Königsmacher, wenn es darum geht, den Posten des Zeugwarts zu besetzen. Woher sein märchenhafter Reichtum stammt, mit dem er Jahr für Jahr Spitzenspieler zu F95 holt, ist unbekannt – über mafiöse Connections wird immer wieder gemunkelt.

Die WurzelGanz neu im Hintergrund-Klüngel ist der Prominentenzahnarzt Ede „Die Wurzel“ Blecker (5), der auf eine lange Karriere als Profigolfer zurückblickt und deshalb in allen sportpolitischen Fragen das Sagen hat. Er gilt als Mann der 1000 Verbindungen und hat u.a. seinen Zwillingsbruder Ulf auf den Stuhl des Mannschaftsarztes gehievt – was ihm bis heute einige andere Meinungsmacher im Verein übelnehmen.

HelmerNie ganz weg war Thomas „Spätzle“ Helmer (4), der den Verein in den Jahren 1998 bis 2005 insgesamt sechseinhalb Mal gerettet hat. Damit liegt er hinter dem legendären OB „Gröfaz“ Erwin auf einem guten zweiten Platz. Inzwischen auch schon fast 40 Jahre alt, operiert Thommy – wie ihn seine Freunde nennen – im Hintergrund und vertritt die launische Diva bei seinen vielen Auftritten in Talkshows und Sportstudios.

RisticGanz dicht am Zentrum der Macht hält sich seit 52 Jahren der ehemalige Fallschrimspringer Aleks „Ristic“ Spengler (3), der einzig wahre Kulttrainer der Fortuna, mit dem der Verein insgesamt elfmal auf- und nur zehnmal abgestiegen ist. So freundlich Spengler auf den ersten Blick wirkt, so verschlagen und schlitzohrig ist er, wenn es ums Scouting geht. Denn das ist seine Domäne. So entdeckte er u.a. Thomas Müller, Manuel Götze und Heinz-Uwe Beckenbauer und holte sie allesamt zur Fortuna.

Bruno RechtAuch Bruno „The Voice“ Recht (2) sollte man nicht abschreiben, wenn man verstehen will, was sich bei der Fortuna intern tut. Der gelernte Fußballschuhbesohler stieß in den Sechzigern als Personal Coach von Pitter „Eijeijeijei“ Meyer zum Verein, arbeitete sich zum Buswäscher hoch, um nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft 1980 das Merchandising zu übernehmen; auf sein Konto gehen die heute noch populären Kölsch-Gläser mit F95-Logo.

Zittlau, The ManUnbeschränkter Herrscher, eine Mischung aus Jabba dem Hutten, Darth Vader und Donald Trump, aber ist und bleibt Hans-Wilhelmine „Zittlau“ Hessling (1), der Mann, um den sich alles dreht, an dem keiner vorbeikommt, der Macher, der Vorturner, der Spiritus Rector und große Motivator, der Vaterersatz, zu dem sie alle pilgern, wenn sie Sorgen haben. Ein Genie mit einem EQ jenseits der 300, der noch dem letzten Glied in der Fortuna-Kette Angebote macht, die es nicht ablehnen kann.

Dass diese Machtpyramide so wertvoll für den Deutschen Meister von 1937 ist, beweisen die langjährigen Verbindungen und Männerfreundschaften zwischen den sogenannten „8 Waisen“. Ristic und DJ Opa haben zum Beispiel ein gemeinsames Kind; den adoptierten unehelichen Nachwuchs von MN und IV, dem ehemaligen Traumpaar der deutschen Schiedsrichterei. Helmer und Blecker verbindet die Liebe zur Schlachtplatte mit Sauerkraut. The Voice und Torwart haben im Kartoffelkrieg zwischen Dormagen und Worringen im selben Graben gelegen. Aber alle beziehen sich auf Zittlau, dem Mann der vielen Gesichter, dem Weiberheld, vor dem keine Spielerfrau sicher ist, dem kreativen Geist, dem Wohltäter und Mäzen, dem Tröster der Herzen, dem Held der Stehplätze und Herrscher der VIP-Loge.

So wird klar, dass diese Schäfers, Ernsts, Jägers, Werners, Kronenbergs und wie sie alle heißen, nur Figuren in einem Schachspiel sind, das in Wahrheit vom Kartell der Erleuchteten gelenkt wird. Darauf können wir Fans, die wir F95 im Herzen tragen, uns alle verlassen. So viel steht fest.

[Hinweis: Dieser Artikel wurde finanziell unterstützt von der Firma Zittlau Global Enterprises, einem Unternehmen, dem wir überhaupt zu großem Dank verpflichtet sind.]

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2 Kommentare

  1. Das Maskottchen am

    Es fehlt noch das Maskottchen das nächste Saison kommen soll… Namen und Aussehen ebenjenes soll in der Sommerpause mittels eines Fanvotings festgelegt werden. Gewöhnlich schlecht unterrichtete Kreise sprechen bereits davon, dieses Voting wäre nur vorgeschoben und Erwin der rot/senffarbene Löwensenflöwe wird gewinnen. Mehr dazu auf der Saisoneröffnungsfeier.

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