5 Fragen an: Gerd Röpke, ein Düsseldorfer mit Herz und Sushi

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Es gibt ja so Leute, die sich raushalten. Und dann sind da Menschen, die sich einmischen, wenn es um Dinge geht, die ihnen am Herzen liegen. Zu dieser Kategorie gehört sicher Gerd Röpke, Gründer vom legendären Sushitaxi ManThei in Düsseldorf. Dieser Gastronomieunternehmer unterstützt zahlreiche wohltätige und gemeinnützige Projekte und engagiert sich rund um den Sport der Stadt. Wo andere Mittelständler dergleichen vor allem mit Blick auf die Vermarktung ihrer Firma tun, da ist Gerd Röpke einfach als Mensch dabei – selbst wenn sein Laden als Sponsor auftritt. So kam es auch im Jahr 2011 zu seiner Wahl in den Aufsichtsrat der Fortuna, dem er bis zu den nächsten Wahlen im Herbst 2014 angehörte. Mindestens genauso spannend ist aber, wenn plötzlich bei den Bürgerprotesten gegen Dügida im Winter 2014/15 ein Küchenzelt auftaucht, an dem der Sushitaxi-Chef persönlich kostenlose warme Suppe an die frierenden Demonstranten ausschenkt.

Und so sah Gerd Röpke 2000 bei der Gründung von Sushitaxi ManThei aus

Und so sah Gerd Röpke 2000 bei der Gründung von Sushitaxi ManThei aus

Aktionen wie diese oder die Beteiligung an und Unterstützung von Initiativen wie den Düsselpiraten oder „It’s for Kids“ und dem Arbeiter Samariterbund (ASB) sind für Gerd Röpke eine Selbstverständlichkeit, weil er – und das werden viele, viele Leute unterschreiben – ein freundlicher Mensch und ein Menschenfreund ist. Aus dieser Haltung heraus versteht er auch die Verantwortung als Unternehmer für seine Mitarbeiter. Da gibt es etliche Anekdoten über persönliche Schwierigkeiten von Angestellten, denen er nach Kräften aus der Patsche half, und wer ihn im Sushitaxi-Lokal an der Bachstraße erlebt, kann Gerd Röpkes Haltung als Chef unmittelbar erleben.

Dass es ausgerechnet Sushi wurde, hat übrigens nur wenig mit einer heimlichen Liebe zu Japan zu tun als vielmehr mit seinem gastronomischen Gespür – für ihn schien im Jahr 2000 einfach Zeit für einen Sushi-Lieferdienst in der Stadt mit der großen japanischen Kolonie. Und so feiert das Sushitaxi ManThei in diesen Tagen seinen 18. Geburtstag: Gerd Röpkes Baby ist jetzt volljährig.

Frage 1: Die Älteren von uns kennen dich noch als Kellner im ZAKK – war das deine gastronomische Prägeerfahrung?
Gerd Röpke: Ja , mit Sicherheit. Angefangen habe ich dort schon während meiner Zivildienstzeit 1988. Im Laufe der Jahre bis 1993 habe ich unzählige Veranstaltungen bis tief in die Nacht mitgemacht. Auch eine festen Abend hatte ich über Jahren, an dem sich die verschiedensten Gruppen im ZAKK treffen. Eines der Highlights war die Entstehung der PopKomm im Zakk als Servicekraft mitzuerleben.

Frage 2: Wie kommt man eigentlich als rheinischer Jung ausgerechnet auf das Thema Sushi?
GR: Man muss erstmal Architektur studieren… Spaß beiseite. Nach meinem Studium 1998 sprang einen alten Freund und mich dieses Thema eines Abend mal an, und wir stellten fest, dass es kein Sushitaxi in Düsseldorf gab. Er mit sehr guter Kocherfahrung und einem gewissen finanziellem Hintergrund und ich mit den Erfahrungen der Gastronomie und dem Wissen des Architekturstudiums für Umbauten, Planung und Behördengänge sahen uns als befähigt an, dieses Wagnis einzugehen.

Frage 3: Wie fit bist du selbst im Sushi-Machen – kriegst du ordentliche Röllchen hin?
GR: In der Anfangszeit habe ich selbst auch bei Stoßzeiten mitgeholfen, jedoch müsn mit dem stetigen Wachstum des Unternehmens (heute 40 Mitarbeiter) auch andere organisatorische, planerische, marketingtechnische, kreative und bürotechnische Aufgaben erfüllt werden, damit ein solches Unternehmen auch Umsatz macht. Zudem bin ich auf zahllosen Veranstaltungen in Düsseldorf und im Umland unterwegs, um mein Sushi-Unternehmen zu präsentieren. Heute kann ich immer noch sehr gut sehen, was gute gemachtes Sushi ist oder nicht.

Frage 4: Du stammst aus Norf, hast in Neuss das Abi gemacht, aber man nimmt dich in Düsseldorf als Düsseldorfer wahr – wie kommt das?
GR: Na, was macht man denn wohl wenn man mit 18 den Führerschein hat und aus der Neusser Provinz kommt? Natürlich nach Düsseldorf fahren. Somit habe ich schon früh meine Fühler nach Düsseldorf ausgestreckt. Abendelang waren wir im Cafe Schneider Billard spielen, in der Bhaggi, im Tor3, im ZAKK oder auch im legendären RELAAX. Wenn man dann auch noch den Studienplatz (1989) in Düsseldorf bekommt und 1991 in seine erste Wohnung in Düsseldorf zieht und über 20 Jahre in dieser Stadt wohnt und bis heute arbeitet, ist man Düsseldorfer, egal ob der aktuelle Wohnsitz wieder Neuss ist.

Frage 5: Kaum einer weiß, in welchem Maße du in verschiedenen gemeinnützigen Organisationen und im Düsseldorfer Sport engagiert bist oder warst. In welchen Vereinen bist du Mitglied, und was bedeutet dir dieses Engagement?
GR: Schon früh in meiner Unternehmerzeit (ab ca. 2005) habe ich Sportvereine in Düsseldorf unterstützt, ob es Fußball, Eishockey, Basketball oder auch Pentaque ist.
Bei sur place (Düsseldorfs bestem Pentaque-Verein) war ich schon in den Neunzigerjahren im Vorstand, nach den ersten Aufbaujahren von Sushitaxi ManThei wurde ich dann Mitglied und Sponsor bei Fortuna und der DEG. Meine aufregendste Zeit im Ehrenamt war mit Sicherheit meine Zeit als Aufsichtsrat der Fortuna von April 2011 bis November 2014 mit dem Aufstieg in die 1. Liga. Wann und wo immer ich die Möglichkeit sehe, als Unternehmer oder privat soziales Engagement zu zeigen oder sich einzubringen, versuche ich dies.
In unserer Gesellschaft muss man auch nach Menschen schauen, denen es nicht so gut geht, und helfen; und das im Rahmen seiner persönlichen Möglichkeiten. Ich habe das in vielen Projekten getan, ob bei Seawatch, SOS-Kinderdörfer, ASB, „Its´for kids„, Düsselpiraten, „Dem Schack Norris sein Cup“ usw. Oder in Partnerschaft mit anderen Organisationen (Golfturniere, Fußballturniere) die meine Unterstützung erhielten.

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