Erinnerung: Das Superduper-E-Bike am Schumacher auf der Oststraße (2011)

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Es war an einem Montag am Ende des August 2011. Ich verwöhnte mich gemütlich mit frischem Schumacher Alt aus dem Fass und stand dabei wie meistens montags draußen vor dem Schumacher an der Oststraße. Direkt vor dem Eingang hatte ein Gast sein Superduper-E-Bike geparkt, ein weißes Monster mit kantigen Rahmenrohren. Wie er berichtete, laufe das Gerät gut 70 km/h schnell und koste nur um die 5.000 Euro. In diesem Moment kam eine Schumacher-Mitarbeiterin vor die Tür, sah das Teil und fragte den Besitzer aus. Dann unternahm sie eine kleine Probefahrt – direkt auf dem Bürgersteig vorm altehrwürdigen „Schumi Ost“. Die umstehenden Biertrinker hatten ihren Spaß, und die junge Frau und der E-Bike-Besitzer waren heilfroh, dass die Sache unfallfrei ausgegangen war.

Im Sommer 2011 waren Fahrräder mit elektrischen Hilfsmotoren noch eine Seltenheit in der Stadt. Außerdem hatten sich die Unterschiede – hier E-Bike dort Pedelec – noch nicht ganz rumgesprochen. Immerhin fuhr der Inhaber des weißen Ungeheuers, vermutlich Händler, später ohne Nummernschild und ohne Helm, wenn auch eher gemütlich davon. Inzwischen boomen gerade die Pedelecs, die jedermann führerscheinfrei fahren darf. Hier dient das Motörchen tatsächlich nur als Hilfe bei Steigungen oder Gegenwind, denn ohne Strampeln hilft die Maschine nicht weiter. Von den E-Bikes, die nur mit Führerschein und Helm gefahren werden dürfen, ist kaum noch die Rede. Verdrängt wurden die vermutlich durch die verschiedenen Arten E-Scooter, die teils vom klassischen Moped abstammen oder eben vom Motorroller.

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5 Kommentare

  1. Guido v. Oertzen am

    By the way, das Bild zum Artikel zeigt eindrucksvoll, welch ein Monster-Motorblock dazu vor sechs Jahren noch benötigt wurde. Das geht heute wesentlich schlanker und eleganter.

  2. Peter Tümmers am

    Lieber Herr Bartel,
    leider ist Ihnen ein Fehler unterlaufen. Die Dame auf dem E-Bike ist eindeutig
    nicht die Chefin Thea Ungermann, sondern eine Angestellte die nicht mehr bei der Brauerei Schumacher tätig ist.
    Mit freundlichen Grüßen
    Peter Tümmers

      • Peter Tümmers am

        Ich wollte kein Besserwisser sein,sondern lediglich auf diese Verwechselung hinweisen. Von diesem “ Vorfall “ werde ich Frau
        Thea Ungermann bei nächster Gelegenheit erzählen und das Foto
        mit Ihrem netten Bericht zeigen.
        Mit freundlichen Grüßen
        Peter Tümmers

        • Rainer Bartel am

          Nein, nein, so haben wir das auch nicht aufgefasst ;–))

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