[Zuerst erschienen in der Rainer’schen Post im Januar 2012] Am rechtsrheinischen Pfeiler der Kniebrücke, direkt unterhalb vom Apollo-Varieté, prangt dieses Mordsgrafitto. Da hat jemand wohl seiner Verehrung für den schönsten Platz in der schönsten Stadt am Rhein freien Lauf lassen wollen.

Vielleicht ist es aber auch die Reminiszenz eines alten Knabens, der früher zu einer der beiden Schlägerbanden zählte, die den Platz – lange vor seinem Verschönerungsumbau – nachts quasi unpassierbar machten. Wer heute den samstäglichen Wochenmarkt besucht oder die spielenden Kinder mit ihren Eltern sieht oder an den vielen Nachbarschaftsveranstaltungen teilnimmt, wird sich nur schwer vorstellen können, dass der Platz noch bis in die Neunzigerjahre hinein mit ziemlich viel Gebüsch bestanden war, in das böse Jungs Parkbänke gezerrt hatten, um sich dort zu treffen und brave Bürger zu verschrecken. Ohne Namen zu nennen: Eine Truppe vom Fürstenplatz zählte seinerzeit zu den härtesten Hooligan-Banden im Umfeld der glorreichen Fortuna…

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