F95 vs Preussenmünster 0:2 – Erwartet starker Gegner auf schwerem Geläuf

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Auf schwerem Geläuf im altehrwürdigen Paul-Janes-Stadion am Flinger Broich im Schatten der Müllverbrennungsanlage traf der Deutsche Meister von 1933 auf das Bundesligagründungsmitglied Preussen Münster. Die Mannen von Neu-Trainer Horst Steffen erwiesen sich als der erwartet starke Gegner, der leichtfüßg nach vorne spielte und die Düsseldorfer Abwehr ein ums andere Mal düpierte. Die Landeshauptstädter hatten es in der ersten Spielhäfte vor allem Keeper Michael Rensing zu verdanken, dass der Rückstand nicht höher ausfiel. Das 1:0 für die Grünschwarzen fiel durch einen Weitschuss aus dem Halbfeld, gegen den Rensing machtlos war. Vor gut 1.000 Zuschauern, die sich bei Graden um den Gefrierpunkt an traditionsreicher Stätte versammelt hatten, zeigten die Schützlinge von Neu-Trainer Marco Kurz besonders in der Defensive eine desolate Leistung. Zur Verteidigung der Kicker in den roten Jerseys sei gesagt, dass der Drittligist aus der Universitätsstadt in der Vorbereitung schon deutlich weiter ist. Ob der Wechsel von Trainer Ralf Loose zu Horst Steffen zur Winterpause bereits Wirkung zeigt, sei dahingestellt.

Nach dem Pausentee trat die launische Diva mit einer auf acht Positionen umbesetzten Elf an und machte in der Folge nach vorne mächtig Druck. Besonders der Niederländer Mike van Duinen setzte sich ein ums andere Mal mit robustem Angriffsspiel in Szene. Allerdings funktionierte die Zusammenarbeit mit dem finnischen Blondschopf Joel Pahjanpalo nur selten, sodass Zählbares ausblieb. Stattdessen kam es im Strafraum der Fortunen immer wieder zu chaotischen Szenen, in denen beide Innenverteidiger von den flinken Münsteranern schwindlig gespielt wurden. Beim 0:2 sah dann auch Torhüter Lars Unnerstall nicht gut aus. Mit der Zweitoreniederlage war der Zweitligist aus dem Rheinland noch gut bedient, ein Klassenunterschied war zu keinem Zeitpunkt während der 90 Minuten zu erkennen. Die unzufriedenen Zuschauer waren sich beim Schlusspfiff einig, dass auf Trainer Marco Kurz noch viel Arbeit zukommt.

[gewidmet dem Kollegen Raf][Foto: Sandra Drljaca]

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