Analyse · In den Zeiten wirtschaftlicher Depression hat der Populismus Hochkonjunktur. Das gilt für große nationale und internationale Krisen wie auch im eigentlich unwichtigen Fußball(geschäft). Also schauen auflagengeile Medien dem Fanvolk aus Maul und fragen nach, ob es findet, der Trainer gehöre rausgeschmissen. Klar dass eine breite Mehrheit der Antwortenden (nicht der gesamten Fanschaft, wohlgemerkt) fordert, dass Christian Preusser gehen soll, dass er Sportvorstand Uwe Klein gleich mitnehmen soll, und auch Legende Klaus Allofs ist irgendwie schuld. Komischerweise ist das einzig Faktische an diesem missratenen Spiel die Niederlage an sich. Da sollte jede:r klardenkende:r Anhänger:in dieses großartigen Vereins sich doch mal fragen: Lag es wirklich am Trainer? Lag es wirklich am angeblich, ach, so schwachen Kader? [Lesezeit ca. 8 min]

Operieren wir einmal eine Tatsache aus dem ganzen Klumpatsch an Beobachtungen und Meinungen: Dieser komische SV Sandhausen hat am Freitagabend in der Arena praktisch und im Rahmen seiner spielerischen Möglichkeiten fehlerfrei gespielt. Ist natürlich auch nicht schwer, wenn man ab Minute 7 nach dem frühen Tor vorwiegend defensiv agiert und nur eher halbherzig auf Konter hofft. Mutig (auf diesen Begriff kommen wir noch zurück) war das sehr hohe Pressing mit bis zu fünf Mann in den ersten Minuten und später ab und an mal. Gerade das Anlaufen am eigenen Sechzehner verwirrte die startenden Fortunen erheblich; sie waren offensichtlich überrascht und fanden keine angemessene Reaktion.

Na, schon gespannt auf den Spielbericht? Nach einer kurzen Werbeunterbrechung geht’s weiter. Denn The Düsseldorfer versteckt sich nicht hinter einer Paywall. Alles, was du hier findest, ist gratis, also frei wie Freibier. Wenn dir aber gefällt, was du liest, dann kannst du uns finanziell unterstützen. Durch ein Fan-Abo oder den Kauf einer einmaligen Lesebeteiligung. Wir würden uns sehr freuen.

Der Siegtreffer für die Sandhäuser fiel aber gar nicht aus einem solchen Pressing, sondern einem eher schlichten Spielzug. Der bekloppterweise erneut als mittlerer Mann der Dreierkette eingesetzte Dragos Nedelcu ließ sich verarschen wie ein Klippschüler. Überhaupt war der freundliche Rumäne mit seinem Job auf ganzer Linie überfordert und durfte nach der Pause auf der Bank Platz nehmen. Die Causa „Nedelcu“ spielt den rausschmisswilligen Wutfans in die Karten. Denn ihn nach der fragwürdigen Leistung gegen Pauli erneut als Bodzek antreten zu lassen, kann nur als schwerer Fehler des Trainerteams betrachtet werden. Ihr Ergebener betont: Trainerteam.

Aufmerksame Beobachter wissen nämlich, dass der ewige Cotrainer Tom Kleine seit den Desastern gegen Dresden und Rostock erheblich mehr zu sagen hat als zuvor in der Saison. Nun neigt TK dazu, sich im Hintergrund zu halten, was natürlich bequem ist, wenn man sich nicht zu Fehlentscheidungen bekennen muss. Weiters muss man hinterfragen, was Uwe Klein getrieben hat, den Dragos zu verpflichten, wo doch für dessen nachweisbare Qualitäten gar keine Planstelle im Kader frei war. In der rumänischen Verbandsauswahl wird als Mittelfeldler geführt und wurde vorwiegend als defensiver Sechser eingesetzt. Man könnte ihn also als Fehleinkauf bewerten.

F95 vs SVS: Das 0:1 in der 7. Minute - das spielentscheidende Tor (Screenshot Sky)

F95 vs SVS: Das 0:1 in der 7. Minute – das spielentscheidende Tor (Screenshot Sky)

Überhaupt: Warum gegen einen solchen Gegner wieder die Dreierkette? Der Charme dieser Formation mit drei Innenverteidiger liegt doch darin, dass man unter Druck eine defensive Fünferkette formieren kann. Offensiv hängt alles von den beiden Außenläufern ab, also den umfunktionierten Außenverteidigern – im konkreten Fall Leo Koutris und Khaled Narey. Weil die dann noch zwei Außenstürmer vor sich haben, läuft das meiste über die Flügel; also: an der Linie lang, wenn’s schön läuft mit Doppelpässen, bis an die Grundline, Flanke… kein Tor.

Grundsätzlich hat die Fortuna in der Saison 2021/22 einen in fußballtechnischer Hinsicht ziemlich guten Kader – also im Vergleich mit ungefähr zwei Dritteln der Liga. Die Siege gegen Karlsruhe und vor allem in Darmstadt haben das gezeigt. Will ein Team gegen einen spielerisch unterlegenen Gegner gewinnen, ist ein 4-4-2 oder, besser noch, ein 4-3-3 angesagt. Nur leider haben die Coaches ihren Kickern gar nicht so viele verschiedene Systematiken beigebracht. Okay, mit gutem Willen kann man als Erklärung akzeptieren, dass es so oft Verletzte gab, Corona-Betroffene oder durch Länderspielreisen Ausgelaugte.

F95 vs SVS: Schau an - Cello kann sich doch mal aufregen... (Screenshot Sky)

F95 vs SVS: Schau an – Cello kann sich doch mal aufregen… (Screenshot Sky)

Überhaupt: Cheftrainer Christian Preusser und sein Mitstreiter Thomas Kleine haben die Mannschaft auf das Spiel gegen den SVS Sandhausen völlig falsch eingestellt. Muss man klar sagen. Das heißt aber nicht, dass Preusser ein schlechter Trainer wäre, denn diesen Fehler hat er in der laufenden Saison eher selten beziehungsweise gar nicht gemacht. Die Coaches haben es aber der Mannschaft dieses Malextrem schwer gemacht erfolgreich zu sein. Die Frage steht im Raum: Warum wehrt sich das Team nicht? Wir erinnern uns: Als die Burschen anfangs der Saison 2020/21 mit der Dreierkette nicht zurechtkamen, haben sie Trainer Rösler mitten im Spiel (gegen Darmstadt, übrigens) klar gemacht, dass es nicht funktioniert, woraufhin der auf Viererkette umstellte und es auch dabei beließ.

Aber jetzt? Wo sind die Lauten, die Mutigen, die spätestens in der Pause sagen: Hey, Coach, läuft so nicht, lass uns was anderes probieren. Es heißt ja seit einiger Zeit, am Einsatzwillen läge es nicht. Ja, da muss man dann doch mal fragen, ab wann man von einem Team sagen kann, es kämpfe mit Leidenschaft? Womit wir beim mentalen Zustand des Kaders und der Jobbeschreibung des Axel Zehle angelangt sind. Spieler, die durch Verletzungen und Erkrankungen durchhängen, schwärmen in höchsten Tönen vom Mentalcoach. Aber, kann es sein, dass Zehle nur gut in der Einzeltherapie ist, einer Gruppe aber nicht in die mentalen Strümpfe helfen kann?

F95 vs SVS: Tom Kleine erklärt Shinta Appelkamp die Welt (Screenshot Sky)

F95 vs SVS: Tom Kleine erklärt Shinta Appelkamp die Welt (Screenshot Sky)

Geneigte Leser:innen merken es schon: Der trotz allem bedingungslos Ergebene hat keine Lust, diese deprimierende Niederlage im Detail zu besprechen. Wirklich berichtenswerte Ereignisse gab es ja kaum außer dem Tor des SVS. Und, nein, unser Freund Charlie Benshop hat kein Handspiel im Strafraum begangen, Schiri Osmers hätte den kölschen VAR gar nicht erst bemühen müssen. Ohnehin war das Spiel von wenig Härte geprägt, weil die SVSler, die körperlich durchaus als Kloppertruppe hinlangen können, es gar nicht nötig hatten. Nur 8 (SVS) beziehungsweise 10 (F95) Fouls und nur eine gelbe Karte in der 86. Minute sprechen eine deutliche Sprache. Und wo bleibt das Positive? Unsere geliebte Fortuna lieferte mit einer Passquote von 83 Prozent den Bestwert der Saison; aber dafür kann man sich ebenso wenig was kaufen wie für 65 Prozent Ballbesitz.

Mut, Entschlossenheit, ein bisschen Boshaftigkeit, große Gefühle: Was sich durch die Saison zieht ist, dass diesem Kader einfach das Feuer fehlt. Okay, Rouwen Hennings hatte gegen Pauli die Schnauze voll und machte abseits des Balles Alarm. Und, gut, das Unentschieden in Unterzahl gegen den HSV war eine reine Willensleistung. Aber, aus sich heraus, aus der Sozialhydraulik, die in einer solch engen Arbeitsgemeinschaft herrscht, entstehen keine Flammen. Da brennt nichts. Und das ist kein Vorwurf an die einzelnen Spieler, denn so leicht kommt auch ein hochbezahlter Profifußballer nicht aus seiner Haut. Da muss schon ein exzellenter Psychologe ran, so ein erfahrener und guter Mentalcoach … oh, Mist, über den haben wir ja schon gesprochen.

F95 vs SVS: Vorstand und Aufsichtsrat wissen auch nicht so recht (Screenshot Sky)

F95 vs SVS: Vorstand und Aufsichtsrat wissen auch nicht so recht (Screenshot Sky)

Es mangelt eigentlich fast allen aktuellen Fortunen am heißen Temperament. Müssen wir schon wieder auf einen Ex-Spieler verweisen, der es hatte und den Ihr Ergebener sehr, sehr, sehr vermisst: Kaan Ayhan? Oder noch früher natürlich Rotznase Sascha Rösler? Oder oder oder. Das meiste Zeug dazu hat aktuell Chris Klarer, aber der ist gerade mal 19 Jahre jung! Cello Sobottka müsste ein emotionaler Leader sein. Und, ja, am Freitag hat er sich zweimal, na ja, aufgeregt über das Treiben der Kollegen. Tim Oberdorf, der für den Ergebener bester Spieler in Rot war, ist ein ruhiger Typ. Raffa Wolfs Charakter würde man als „ausgeglichen“ bezeichnen.

Weder Leo Koutris, noch Khaled Narey oder auch Emma Iyoha sind Lautsprecher. Kuba Piotrowski könnte mal ein Anführer werden, ist es aber noch nicht. Ao Tanaka? Nach so wenig Kontakt mit dem Team. Shinta Appelkamp? Ja, vielleicht in zwei, drei Jahren. Und Rouwen Hennings ist auch ein Kühler aus dem Norden, der nur wild wird, wenn er sich aus taktischen Gründen dazu zwingt. Alles still, nichts schreit, keiner brüllt, nicht einer tritt die Kollegen mal verbal in den Arsch. Und weder Christian Preusser, noch Tom Kleine sind Typen, die eine Truppe mit emotionalen Kabinenpredigten nach vorn treiben können.

F95 vs SVS: Ja, doch, Fortuna hatte gute Torchancen! (Screenshot Sky)

F95 vs SVS: Ja, doch, Fortuna hatte gute Torchancen! (Screenshot Sky)

Und man könnte als erfahrene:r Anhänger:in der glorreichen Diva ja dem offiziellen Mantra von der Mittel- und Langfristigkeit einfach unkritisch, aber solidarisch folgen, drohte da nicht der Abstieg in die dritte Liga, die den TSV Fortuna finanziell schwer schädigen würde. Wobei Ketzer schon sagen: Wo ist der geldwerte Unterschied, ob man in der zwoten oder dritten Liga vor 10.000 Nasen spielt? Dieser emotionsarme Kader spielt die Leute aus der Arena, nicht durch Heimniederlagen, sondern durch dieses merkwürdige Phlegma, mit dem die Kicker auch auf solch bittere Niederlagen reagieren. Da sagt Käpt’n Cello nie ins Mikro, das alles sei eine elende Scheiße, was er und die Kollegen sich da zusammenspielen. Da finden alle befragten Spieler immer gesetzte Worte, die sich anhören wie auswendiggelernt. Aber, in Sachen Kommunikation agierte die Fortuna eigentlich immer schon im Amateurbereich.

Fortuna steht zum Jahresende nach dem ersten Spiel der Rückrunde mit 20 Punkten auf Tabellenplatz 13. Sollen die (in aller Regel) abstiegssichernden 40 Punkte eingefahren werden, reicht es nicht, einfach so weiterzumachen. Denn dann werden es nach Adam Riese eben nur 36, 37 oder 38 Punkte. Und nur mit 38 Punkten ist in den letzten Jahren noch niemand abgestiegen. Der Plan für die Partien in 2022 muss daher lauten: Schnell das Minimum sichern, um dann aus dieser gesicherten Position taktische, systemische und spielerische Experimente zu wagen. Ein solcher Plan – da haben Uwe Klein und Klaus Allofs vollkommen recht – schreit nicht nach einem Trainerwechsel. Zumal die langfristige Erfahrung zeigt, das sogenannten „Feuerwehrmänner“ in weniger als 50 Prozent der Fälle den übernommenen Club vor dem Abstieg retten.

F95 vs SVS: Chris Klarer, der kommende Leader, ist unzufrieden (Screenshot Sky)

F95 vs SVS: Chris Klarer, der kommende Leader, ist unzufrieden (Screenshot Sky)

Auch Uwe Klein genau jetzt zu schassen, wäre grober Unfug, denn einen Chefkaderplaner kann man nicht so leicht ersetzen wie einen Trainer, zu viele langjährige Kontakte würden beim UK-Rausschmiss flöten gehen, und im Transferbereich handelt es sich um persönliche Kontakte, nicht um welche des Vereins. Man darf auch bei aller berechtigter und fundierter Kritik an Uwe Klein (die ganzen Typen, die ihn einfach nicht mögen, ignorieren wir einfach…) nicht vergessen, dass er als Chefscout über einige Jahre dem Verein sehr nützlich war und auch nur deshalb Sportvorstand wurde, weil Lutz Pfannenstiel (aus guten Gründen) vorzeitig in den Sack gehauen hat. Danke an dieser Stelle noch mal an die Arschlöcher, die ihn und seine Frau mit ihrem rechtsradikalen Scheiß aus der Stadt getrieben haben.

Ihr völlig kritiklos Ergebener ist der Meinung: Da müssen wir jetzt einfach durch. Und wenn Uwe Klein und/oder Klaus Allofs sich, na ja, unsterblich machen wollen, dann verpflichten sie im Winter eine richtige Type, Position egal, der in der Lage ist, das Team zu motivieren, anzutreiben und bei Bedarf in den Arsch zu treten. Einen erfahrenen Recken, an dem sich die jungen Helden orientieren und aufrichten und von dem sie noch was lernen können, was nicht zur fußballerischen Technik gehört. Das wäre eine deutlich wichtigere Personalie als ein neuer Trainer à la Uwe Neuhaus, von dem man bei aller Liebe nicht erwarten kann, dass er dem Verein eine Zukunftsperspektive bietet.

19 Kommentare

  1. Werter Verfasser, ihr Bericht spiegelt genau das Gesehene ab, totale Ratlosigkeit! Verständlich, absolut verständlich.
    Absteigen werden wir nicht, aber wie es zu einer St. Pauli mäßigen Aufholjagd kommen sollte ist mir auch unbekannt.
    Trotzdem: 95 ole

  2. Ja, man kann nur hoffen, daß alle die Ruhe bewahren, die Entscheidungen treffen können. Außer die Mannschaft, die brauch echt mal mehr Feuer. Ein neuer Trainer bringt ja auf Dauer nicht mehr, ist ja bekannt. Kurzfristige Effekte verpuffen schnell und dann stehen wir wieder an der gleichen Stelle, plus minus. Hatten wir ja auch alles schon. Danke für den unaufgeregten Beitrag in aufgeregten Zeiten.

  3. Wie soll denn der verantwortliche Cheftrainer „das Mininimum sichern“, wenn er auch am 20. Spieltag wiederholt grundlegende Fehler macht. Mit der Aufstellung von Nedelcu hat er der Mannschaft erneut ein Handicap mit auf den Platz gegeben. Der SV Sandhausen war die schlechteste Mannschaft, die ich die letzten Monate gesehen habe – hat der Trainer nicht in diesen 90Min. schon ausreichend erfolgslos genug „rumexperimentiert ? Die Spieler selbst sind maximal verunsichert. Z.B. L. Koutris , er hat ja gar nicht schlecht gespielt, obwohl es so wirkte, aber er war eben viel zu ängstlich und zu mutlos. Und den fehlenden „Reken“ hätte man ebenfalls schon längst eingestellt haben müssen. In 2022 wird weiter ein totes Pferd geritten.

  4. Dieses und/oder bei Allofs und Klein stößt mir auf. Dann kann man sich leicht die Verantwortlichkeit (zb. Trainer „Ja“ oder „Nein“ hin-und herschieben. Entweder Allofs oder Klein einer soll verantwortlich sein.

  5. MagierTom am

    Aufwachen …. Wenn wir nicht jetzt reagieren, dann ist der Abstieg möglich und der Gang in Liga 3. Preusser hat wiederholt bewiesen, dass es ihm an grundsätzlichen Fähigkeiten fehlt wie Analyse, Taktik, Mut, Fachverstand. Er ist total überfordert und mit ihm werden wir nicht besser in 2022. Er nimmt der Mannschaft regelmäßig die bestmögliche Ausrichtung und Aufstellung. Es ist bereits 5 nach 12. Wenn wir jetzt nicht reagieren muss Klein und Allofs die Verantwortung übernehmen. Im Januar/Februar werden wir noch weiter unten reinrutschen und dann erst spät einen Panik Trainerwechsel machen müssen. Wir haben einen ganz entscheidenden Nachteil im Abstiegskampf gegenüber anderen Mannschaften und das ist der Trainer.

  6. Dieser Artikel lässt mich jetzt irgendwie ratlos zurück. Die Probleme werden klar angesprochen, z.B. mit Nedelcu. Trotzdem werden die dafür Verantwortlichen entschuldigt? Klein, der einen 6er als IV holt? Preusser, der ihn immer wieder auf dieser Position aufstellt. Mir tut eher Nedelcu leid. Nicht erst seit Sandhausen ist klar, dass er als IV völlig fehl am Platz ist. Er ist technisch beschlagen und im Mittelfeld zu Hause. Ihn könnte ich eher als 10er aufstellen, als auf der Position des IV.

    Auch die fehlende Mentalität des Kaders ist nicht neu. Wer ist für den lückenhaften Kader verantwortlich? Herr Klein, der seit dem Abgang von Pfannenstiel am Ruder ist. Trotzdem wälzt er alle Fehler auf seinen Vorgänger ab (Stichwort Okoye) und ist sich nicht zu schade, Lügen im TV zu erzählen, indem er sich selbst widerspricht. Lücken im Kader (IV, RV) nicht geschlossen. Narey ist offensiv dermaßen wichtig, da wäre er als RV verschenkt. Das ist aber nicht erst so, seit er bei Fortuna ist. Konnte man vorher beobachten, neudeutsch ausscouten.

    Ich fand die Lösung mit Preusser vor der Saison mutig und stand auch dahinter. An der derzeitigen Lage ist er sicher nicht alleine schuld. Er muss mit dem unzulänglichen Kader leben, den UK in den diversen Transferperioden zusammengestellt hat. Aber er findet offensichtlich auch keine Lösungen, den Kader einigermaßen zu stabilisieren. Nach zwei guten Spielen folgte jetzt wieder ein Offenbarungseid auf dem Platz. Und wenn Co-Trainer Kleine mit dafür verantwortlich ist, sollte man ihm mal die Hierarchie erklären. Preusser muss, wenn er anderer Meinung als sein Co ist, entscheiden. Den Abstieg sollte man nicht so weit weg schieben. So etwas bekommt leicht eine Eigendynamik, falls sie nicht schon da ist.

    Ich fand es bisher richtig, am Trainer festzuhalten. Aber nun sind bereits 18 Spiele absolviert und es geht immer weiter abwärts. Es gibt keine Verbesserungen. Die Position des Trainers ist in diesen Fällen nun mal die erste Stellschraube, an der man drehen kann. UK gehört für mich aber ebenfalls dazu. Bis auf Narey sind seine Verpflichtungen nicht nennenswert, die meisten sitzen auf der Bank. Oder fehlen ganz (IV, RV). Seine Aussendarstellung ist eine Katastrophe. Das Interview nach dem Sandhausen Spiel war geradezu peinlich. Das Argument mit den vielen wegbrechenden Kontakten zählt für mich nicht. Die haben bisher nichts gebracht. Und ein neuer Sportdirektor (der für mich nicht unbedingt in den Vorstand gehört) bringt sicher eigene Kontakte mit. Muss ja kein Neugeborener sein, der diese Stelle bekommen würde.

    Im Artikel werden die derzeitigen Probleme klar aufgeführt. Aber die dies zu verantworten haben, sind entschuldigt? Ein einfaches weiter so führt weiter nach unten. Kann auch in Liga 3 enden.

    • Mit Verlaub: Die Nibelungentreue des so „ungeheuer Ergebenen“ zu UK kommt mir allmählich auch merkwürdig vor: „Ich fand UK immer schon prima, also kann ich jetzt nichts anderes schreiben.“ Herr Palikuca hat sich beim FCN auch als Niete erwiesen 😉 Die haben reagiert.

      Ja doch, b e i d e müssen gehen, UK und dieser erbarmungswürdig ratlose Trainer von der traurigen Gestalt, auch wenn es finanziell an die Schmerzgrenze führt. Den Blumenstrauß-Allofs wird man ja nicht los. Der hat in Bremen und Wolfsburg allemal mit üppigeren Finanzen hantieren können; jetzt entpuppt er sich als entblößter Kaiser. Nix für ungut: Ich habe ihn schon in seiner ersten (!) Saison erlebt und den Spieler immer geschätzt. Jetzt nur noch ein Name…

      Und ja: wir wollen bitte nicht mit ansehen müssen, wie im Verlauf von 16 Spielen der tote Gaul auch noch feierlich beigesetzt wird …
      Doch: gerne z.B. Neuhaus, da weiß man, was man hat und wie Platz 14 geht.

  7. Was wurde der Punkt gegen Pauli gefeiert…..aber ….wie dort der Ball durch die eigenen Reihen lief war um 2 Klassen besser als das was wir angeboten haben….der Punkt wurde erstolpert durch zerstören…mehr nicht.
    Wer kann denn eine Flanke schlagen die ankommt?…wer in der Mitte bewegt sich so das man auch an den Ball kommen kann?
    Wer spielt aggressiv mit Willen und Mut? Einzig Christoph Klarer hat für mich das Format , Ao Tanaka kann Fussball spielen….klingt komisch, ist aber so.
    Selbst Cello….hoch gelobt…..auch gegen Darmstadt waren einige Szenen von ihm wo mir das Blut hochkocht…..ein Bein ausfahren und dann hinterher traben…..nein, das ist kein Fussball, Einsatz schon garnicht.
    Für mich sieht das nach Alibi Fussball aus….Arsch aufreissen….nö, wie geht das?
    Ein Tor erzwingen wollen mit allem was geht….nö…..
    Der kürzeste Weg zum Tor ist durch die Mitte….machen wir das….nö….lieber 20 Flanken über aussen wovon eine ankommt.
    Nedelcu in der Mitte der Dreierkette…..was ist das denn??? gehts noch???
    Über unsere Schussleistungen möchte ich jetzt nicht mehr schreiben, drüber, drüber , drüber , weit vorbei……neee, all das ist garnichts….aber auch wirklich garnichts, irgendwie passt bei unserer geliebten Fortuna nichts zusammen weder TrainerTEAM noch die Mannschaft.
    Ich persönlich würde um Klarer, Tanaka, Emma, Peterson und Narey eine neue Mannschaft aufbauen

  8. Thomas Apfel am

    Möchte noch ein paar Bemerkungen los werden. Von 18 Spielen eins gut (Karlsruhe) und eins gut gekämpft (Hamburg).
    Kein einziges souveränes Spiel, nichts klar gewonnen.
    Leider auch immer die gleichen schematischen Interviews und Aussagen der Verantwortlichen Spieler, Trainer und wer da sonst noch was zu sagen hat.
    Der Kader ist so von der ganzen Einstellung her nicht Zweitliga-tauglich.
    Ober Schönredner ist leider der Trainer.
    Die Kaderzusammenstellung ist eine Katastrophe.
    Der Weg in die 3. Liga ist so unumgänglich.
    Ich bin fassungslos ob der Untätigkeit der Verantwortlichen.
    Wünsche allen Fortuna Fans ein schönes Weihnachtsfest und kommt gesund ins neue Jahr.

  9. Herzlichen Dank an alle die sich hier objektiv geäußert haben.
    Es ist für mich nicht nachzuvollziehen, dass niemand der Herren in der Belle Etage endlich mal Fachwissen beweist und auf dem Markt Sondierungsgespräche
    mit potenziellen Spielern führt,die auch unbequem sind. Wenn man die Züchtung der Heranwachsenden Spieler beobachtet,sieht man nur Spieler ohne eigene Meinung. Wo soll das noch enden. Fehler sind dafür da gemacht zu werden. Es braucht aber auch Menschen ( K. Allofs )im Verein die diese Erkennen. Für mich persönlich fehlt hier seit vielen Jahren schon die richtigen Mischung von Spielertypen. Hier wurde schon in der Vergangenheit damit begonnen fatale Fehler zu machen.
    Es ist enttäuschend als langjähriger Fortuna Fan zu sehen, was wieder mal geschehen wird und am Ende verlassen die Ratten erneut das sinkende Schiff.

    Mir ist bewusst dass sich der Fußball verändert hat und sich weiter verändern wird. Aber ohne Risikobereitschaft wird es weiterhin bei Fortuna keine Fortschritte geben.

    Schöne Festtage allen Zusammen

    • Genau richtig! Und der Grund dafür ist nicht der bemitleidenswerte Trainer, sondern der Typ, der seit Jahren diese Spielertypen zu uns holt! Den Pfannenstiel haben ja leider einige Hohlbirnen vom Hof gejagt. Jemand, der mit Sicherheit in der Fußballwelt besser vernetzt ist, als Klein und Allofs zusammen. Der hatte aber für einige sogenannten „Fans“ den falschen Akzent.
      Als Dank dafür, darf der ewige, kleine Uwe seine grottenschlechte Transferpolitik weiterführen.
      Gleiches gilt für Uwe Rösler, der schließlich mit diesem Trümmerhaufen, der sich Mannschaft nennt, immerhin fünfter geworden ist. Aber den mochten ja auch wieder einige nicht, weil er uns nicht in die Championsleague geführt hat.
      Es ist bei uns seit Jahren das gleiche Muster: Wenn`s nicht läuft hauen wir einfach mal wieder den Trainer raus! Irgendein anderer Blinder wird`s schon richten und der ist dann nach der Rettung auch wieder Kacke.
      Vielleicht geht unserem von vielen Seiten gewünschten Klaus Allofs endlich mal ein Licht auf und er erlöst uns von UK und zieht sich das Amt selbst rein oder holt einen gestandenen Sportdirektor. Da ist die wenige Kohle, die wir angeblich haben, besser angelegt, als wenn der Klein noch ein paar „Hoffnungsträger“ an Land zieht.

  10. Alberich1895 am

    Endlich mal jemand der die Position eines Axel Zehles hinterfragt.
    Immer wenn es auf nen Motivations Schub ankam… Hatte ich das Gefühl wir haben keinen Mentaltrainer. (siehe z. B. Letzte Saison das Spiel bei Union Berlin)

    • Stimmt! Aber es gibt auch Trainer, die das können….die verbrennen aber schnell…zumindest bei der Fortuna!

  11. Wenn der beste Spieler Sandhausens immer noch schwächer ist als der schlechteste Spieler unserer Düsseldorfer, dann muss es irgendwie doch am Trainer liegen.

Antworten

Nicht verzweifeln, wenn Dein/Ihr Kommentar nicht sofort hier erscheint. Der erste Kommentar eines unregistrierten Users muss immer erst vom Admin freigegeben werden. Das kann manchmal ein bisschen dauern.