Meinung · Natürlich ist auch euer massiv Ergebener nach Niederlagen wie gegen Sandhausen oder in Bremen enttäuscht, frustriert und, ja, auch wütend. Komischerweise so gut wie nie wütend ÜBER jemand Speziellen, sondern einfach so. Und weil es sich mit kochenden Emotionen nicht klar sehen lässt, lässt der Ergebene vor dem Verzapfen der Spielanalyse immer einige Zeit vergehen und versucht den Kopf wieder einzuschalten. Gelingt nicht immer. Nun hat man ihm nicht ganz zu Unrecht vorgeworfen sich dauernd an den sogenannten „Wutfans“ abzuarbeiten. Der Ergebene möchte sich bei allen entschuldigen, die sich damit gemeint und ungerecht behandelt fühlen. [Lesezeit ca. 9 min]

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Grundsätzlich findet euer Ergebener JEDE Meinungsäußerung zum Fußball spannend, oft regen sie zum Nachdenken an oder lösen gute Debatten aus. Entgegen dem, was manche denken und ihm vorwerfen, ist der Ergebene durchaus lernwillig und -fähig. Aber, bitte, Meinung muss Substanz haben! Womit wir bei dem offenen Brief sind, den vier langjährige Fortuna-Fans an die Vereinsorgane gerichtet haben mit der Aufforderung, JETZT etwas gegen die sportliche Krise zu unternehmen und ENDLICH zu handeln. Denn dieser Text ist eben kein pures Kopf-ab-Pamphlet und setzt sich eben nicht aus nachgeplapperten Spochtrepochter-Phrasen zusammen (Wir haben den vollständigen Brief am Ende dieser Artikels dokumentiert).

Ausgangspunkte des Briefes sind die Reaktionen von Sportvorstand Klaus Allofs, Trainer Christian Preußer und einigen Spielern auf die Niederlage gegen den Club. Deren Einschätzung der Leistung des Teams wird vehement widersprochen. Und da haben wir das Problem: Woran lässt sich diese Leistung denn objektiv und rational messen? Gradmesser Nummer Eins ist natürlich das Ergebnis. Das sieht schlecht aus für Trainer und Mannschaft. Auch die Statistiken geben objektive Anhaltspunkte. Was aber Fußballfans aller Vereine als wesentlichen Maßstab nehmen, ist ihre subjektive Beobachtung dessen, was die Kicker so auf dem Rasen getrieben haben.

Meistens verweisen diejenigen, die ein Spiel schlecht gesehen haben, auf ihre langjährige Erfahrung als Zuschauende. Jeder, der viele, viele Male live im Stadion war, weiß, dass dieser subjektive Eindruck sich in der Regel an ein, zwei Situationen bildet und sich dann im Gespräch mit umstehenden Fans verfestigt. Weil die Situation für Zuschauende aber beinahe immer emotional aufgeladen ist, haben wir es hier eher mit einem sozialen Phänomen zu tun als mit einer fundierten Einschätzung. Das sollte man in Betracht ziehen, wenn man dem unten gezeigten Brief zustimmt oder ihn ablehnt.

Im Text wird Christian Preußer attestiert, dass er ein netter Kerl und vermutlich auch ein guter Trainer ist, dass er aber eben noch recht jung sei und ihm Erfahrung fehle. Das Argument ist nicht von der Hand zu weisen. Tatsächlich gibt es aber reihenweise Beispiele von jungen Trainern, die schon in frühen Jahren erfolgreich waren: zum Beispiel Nagelsmann, Tedesco und Tuchel. Schaut man sich um, finden sich nicht allzu viele Beispiele für Jungtrainer, die beim Coachen von Erst- und Zweitligamannschaften gescheitert sind. Jedenfalls nicht mehr und intensiver gescheitert sind als erfahrene Trainer. Interessanter wäre die Einschätzung, dass Preußer nicht zum aktuellen Kader der Fortuna passt oder umgekehrt.

Wobei sich auch da die Frage stellt: Was heißt das eigentlich? Denn nach allem, was man aus dem Mannschaftskreis hört, ist die Atmosphäre der Zusammenarbeit zwischen Coach und Kickern gut. Was aber objektiv nachweisbar ist, dass es dem Kader bisher erst zwei-, drei- oder viermal das Basiskonzept Preußers und den jeweiligen Spielplan erfolgreich umgesetzt hat. Das hatten wir ja schonmal bei Uwe Rösler, der am liebsten immer 3-5-2 hätte spielen wollen. Weil die Insassen des ihm zur Verfügung stehenden Kaders damit nicht klarkamen, musste er mitten im Heimspiel gegen Regensburg auf Viererkette umstellen und diese Systematik dann vorwiegend anordnen.

Wenn aber Spieler nicht können, was der Cheftrainer möchte, dann liegt das zunächst an den Fähigkeiten dieser Spieler. Oder – eher selten – an deren Unwillen seinem Plan zu folgen. Uwe Rösler, der schon diverse Trainerschlachten geschlagen hatte, konnte mit dieser Misere umgehen, Christian Preußer anscheinend nicht. Auch im Brief wird diese Problematik nachvollziehbar dargestellt. Anscheinend ist genau dies der Punkt, wo Trainererfahrung theoretisches Trainerwissen schlägt. Nehmen wir an, F95 2021/22 hätte mehr Spiele gut gespielt, öfter gewonnen und stünde – sagen wir mal – auf Platz 7 oder 8 der Tabelle. Dann würden Preußer nicht nur Klaus Allofs und Kollegen die Stange halten, dann würden auch kritische Fans sagen: „Lass den Preußer mal machen, der muss noch viel lernen.“

Der Brief thematisiert vor allem die ganz große Abstiegsangst und führt völlig zurecht an, dass ein solcher Abstieg für den Verein als „Firma“ schlimme Folgen hätte, besonders für die Mitarbeiter. Wir wissen, dass die Belegschaft des MSV und auch von RWE nach dem Abstieg in die dritte Liga schlicht halbiert wurde, weil die finanziellen Mittel nicht mehr reichten. Das wäre das wahre Drama nach einem Abstieg. Sportlich böte die dritte Liga vielleicht die besseren Möglichkeiten, einen Kader mittelfristig durch den Einbau der jungen Talente aus dem eigenen Nachwuchs zu gestalten. Selbst für uns Zuschauer könnten die Partien im Untergeschoss in mancher Hinsicht schön und spannend sein. Über die Abwanderung „guter“ Spieler müsste man sich weniger Sorgen machen, denn am Ende der laufenden Saison werden die Fortuna wieder bis zu einem Dutzend Kicker verlassen.

Die Forderung der Briefschreiber:innen richtet sich jetzt an Klaus Allofs. Der soll nun Trainer Christian Preußer entlassen und einen erfahrenen Coach holen, um den Abstieg zu vermeiden. Das Blöde ist nur, dass ein Trainerfuchs nicht immer seine neue Mannschaft vor dem Abstieg rettet; was Friedhelm Funkel einst bei der Fortuna geschafft (und beim Äff-Zeh widerlicherweise wiederholt) hat, ist rein statistisch gesehen die Ausnahme. Klar kann man diese Wette eingehen, aber die Quote liegt bei deutlich weniger als 50 Prozent.

Und Klaus Allofs kennt sich als Galoppsportexperte aus mit Quoten. Stand jetzt setzt er auf Preußer. Er begründet dies (mittelfristig zurückblickend) mit den guten Vorstellungen des Teams, nicht nur bei Siegen und Unentschieden, sondern auch bei den ein, zwei unglücklichen Niederlagen, und (kurzfristig betrachtet) mit der Leistungssteigerung gegen Nürnberg in Relation zum Bremen-Spiel. Er wettet darauf, dass die Mannschaft unter einem Cheftrainer Christian Preußer nicht absteigt und dass die Fortuna in der kommenden Zweitligasaison unter Preußer deutlich erfolgreicher sein wird – unter anderem mit (noch) mehr jungen Spielern. So zu wetten ist nicht riskanter als auf einen Nichtabstieg mit einem neuen erfahrenen Trainer zu setzen.

Und was setzt Klaus Allofs ein? Seinen Posten und seine Reputation. Steigt F95 mit Preußer ab, wird er sich nicht halten können, und es wird sich vermutlich nie wieder ein Verein finden der Herrn Allofs in irgendeiner Funktion haben möchte. Bleibt die Fortuna unter CP drin und hat in der Folgesaison mehr Erfolg (bis hin zum Aufstieg) als jetzt, wird es heißen: Schau mal, der Klaus Allofs, hat er mit seiner Geduld und seinem Festhalten an Preußer doch Recht gehabt. In diesem Szenario käme übrigens auch die Fortuna bestens weg, weil sie sich eben um die sogenannten „Mechanismen“ des sogenannten „Fußballgeschäfts“ nicht geschert hat.

Also: Danke an die Briefschreiber:innen, die eben nicht im Kopf-ab-Stil Phrasen gedroschen, sondern sich ernsthafte, nachvollziehbare Gedanken gemacht haben. Dass nun kritisiert wird, der Brief sein nicht mit der Fanszene abgesprochen, ist bescheuert. Wer die Fortuna liebt, hat das Recht sich zu äußern, auch in einem offenen Brief – und solch ein offener Brief an die Verantwortlichen muss nicht immer vom SCD, vom AK oder von den Ultras kommen.

DOKUMENTATION: Der offene Brief der Fortuna-Fans
Offener Brief an den Aufsichtsrat und Vorstand Sport Klaus Allofs
22.01.2022
Sehr geehrte Damen und Herren des Aufsichtsrates, sehr geehrter Herr Allofs, wir, die Unterzeichner, schreiben diesen Brief aus großer Sorge um unseren Verein und hinsichtlich der weiteren Entwicklung. Am gestrigen Abend, dem 21.01.2022 hat unsere Profimannschaft gegen den 1. FC Nürnberg mit 0:1 verloren. Als sei das Spiel nicht schon schlimm genug gewesen, muss man sich anschließend als Fan und Mitglied von Spielern, Trainer und Sportvorstand – via TV – Statements anhören die einen daran zweifeln lassen, das gleiche Spiel gesehen zu haben.
Die Aussagen von Andre Hoffmann nach dem Spiel kann man noch mit dem erhöhten Adrenalinspiegel erklären. Aber die Aussagen eines Christian Preußer nach dem Spiel bei Sky und in der anschließenden Pressekonferenz sind, wohlwollend betrachtet, verstörend. Aber er mag da auch von der Sorge um seinen Job getrieben worden sein. Aber es ist einfach nicht hinzunehmen, wenn er dort die Leistungssteigerung gegenüber dem Spiel in Bremen hervorhebt, ein Spiel was schlechter auch nicht mehr geht, oder seine Aus- bzw. Einwechselungen lobt.
Man liegt in einem Spiel, was unbedingt gewonnen werden muss, mit 0:1 hinten und vollzieht den ersten offensiven Wechsel erst in der 77. Minute. Und anstatt das man dann für einen Defensiven einen Offensiven bringt, um dadurch mehr Druck zu erzeugen, wechselt man positionsgetreu. Zudem wird in der 90. Minute nochmals gewechselt, und somit Zeit von der Uhr genommen, als ob Fortuna in Führung gelegen hätte. Eine schwer verständliche Handlung, die die Nürnberger gefreut haben dürfte.
Noch unverständlicher als der Auftritt von Herrn Preußer war der von Ihnen, Herr Allofs. Ihre Äußerung gegenüber der Presse in der letzten Woche ließ viele von einem Endspiel für Herrn Preußer sprechen. Gestern sagten Sie nach dem Spiel bei Sky, dass Sie dieses nie so gemeint hätten. Wieso haben Sie das nicht sofort richtiggestellt, sondern erst gestern Abend nach einem erneut enttäuschenden Auftritt unserer Mannschaft? Sie betonten auch, dass Sie Fortschritte gegenüber der Leistung von Bremen gesehen haben. Die Leistung gegen Werder Bremen war so schlecht, dass sie nicht zu unterbieten ist. Soll es Ihr und unser Anspruch sein gegen eine Mannschaft wie den 1. FC Nürnberg, die gestern wahrlich keine Übermannschaft war, eine schlechte Leistung zu bringen und diese nach einer katastrophalen Leistung in Bremen noch als Leistungssteigerung schön zu reden?
Es reiht sich inzwischen ein schlechter Auftritt an den Anderen. Unterbrochen von einigen wenigen Highlights wie den Spielen gegen Darmstadt, KSC oder Pauli. Aber das alleine reicht nicht. Es war sicherlich ein lohnendes Experiment, mal einen anderen Weg mit einem jungen Trainer, der sehr sympathisch ist, zu gehen. Man muss dann aber auch einsehen, wenn dieses Experiment gescheitert ist. Nach jedem Spiel, mit Ausnahme des Spiels gegen Bremen, wird immer wieder betont das die Mannschaft einiges nicht gut gemacht, aber andersrum auch vieles recht gut gemacht hat. Wenn dieses so wäre, stünde Fortuna woanders in der Tabelle.
Es war bis jetzt recht ruhig und man hatte viel Geduld, aber langsam muss es damit auch vorbei sein. Die Leistungsdaten der meisten Spieler während des Spiels zeigen eindeutig nach unten. Daran muss ein Herr Preußer sich messen lassen. Diese Schönrederei hatten wir unter Norbert Meier in unserer Abstiegssaison 2013. Da war es ähnlich, und niemand wollte das Offensichtliche sehen. Von den
Zudem empfinden wir es als unpassend, dass es nach der Niederlage auch noch Spieler gab, die auf dem Rasen zusammen mit Nürnbergern gelacht haben. Der Verein rutscht immer mehr Richtung Abstiegszone und da wird nach so einem Spiel auch noch gelacht, während im TV zu sehen ist, wie betroffen einige Fans auf der Tribüne wegen dieser Niederlage sind, weil sie den Ernst der Lage begriffen haben. Diese Bilder zeigen, dass offensichtlich auch Teile der Mannschaft nicht begriffen haben, wie ernst die Lage ist. Das Sie sich nach dem Spiel hinstellen und uns Mitgliedern und Fans diese Leistung als hoffnungsvolle Steigerung verkaufen wollen, ist in unseren Augen eine absolute Frechheit und lässt auch jeden gegenseitigen Respekt vermissen.
Natürlich sollte man nicht vorschnell handeln, aber hier setzt sich ein gefährlicher Trend fort, der nur von einzelnen Ausnahmen unterbrochen wird. Die letzten drei Spiele sind da sehr aussagekräftig. Jetzt ist aber langsam die Existenz unseres geliebten Vereins gefährdet. Sollte es zum Abstieg kommen, sind zudem Arbeitsplätze gefährdet. Somit hängen da auch menschliche Existenzen dran für die Sie, Herr Allofs, auch eine Verantwortung haben. Das dürfen Sie nie vergessen. Trainer und Mannschaft scheinen es vergessen oder verdrängt zu haben. Sie sind Vorstand Sport geworden, um zu Entscheiden und Verantwortung zu tragen.
Wir fordern Sie und den Aufsichtsrat hiermit auf ihrer Verantwortung für den Verein, die Angestellten, deren Familien und den Mitgliedern gerecht zu werden. Jetzt ist der Zeitpunkt, wo ein Trainerwechsel das letzte Mal in dieser Saison Sinn macht. Entbinden Sie Herrn Preußer von seinen Aufgaben und holen Sie einen erfahrenen Trainer, der uns aus dieser Situation herausholt und den Spielern klar macht welche Verantwortung und Bringschuld sie gegenüber ihrem Arbeitgeber haben, der aber auch junge Spieler mit einbauen kann.
Herr Preußer ist sicherlich ein sehr netter und durchaus sympathischer Mensch, und auch ein guter Trainer. Aber Fortuna kam für ihn sicher etwas zu früh. Zudem benötigt die Mannschaft dringend eine Verstärkung im Mittelfeld. Uns fehlt jegliche spielerische Qualität, die meisten Aktionen sind auf purem Zufall aufgebaut. In der Spitze kommen überhaupt keine brauchbaren Bälle an. Hier benötigen wir ganz dringend einen Spieler, der die Qualität der Mannschaft hebt und uns weiterbringt. Wir alle haben uns als Fans sehr gefreut, als es vor knapp anderthalb Jahren hieß: Klaus Allofs kommt zurück! Werden Sie alle jetzt bitte Ihrer Rolle und Verantwortung als Entscheidungsträger zum Wohle unseres geliebten Vereins gerecht und handeln sie umsichtig und schnell. Es war ein hoffnungsvolles Experiment, was auch hätte funktionieren können. Es hat aber nicht funktioniert und es gibt keine Aussicht auf Besserung. Von daher bitten wir Sie, diesen Fehler dringend zu korrigieren, bevor es zu spät ist.
Mit freundlichen Grüßen
Melanie von Larisch, Marc Pesch, Dirk Schreiber, Christian von Larisch

9 Kommentare

  1. „Sportlich böte die dritte Liga vielleicht die besseren Möglichkeiten, einen Kader mittelfristig durch den Einbau der jungen Talente aus dem eigenen Nachwuchs zu gestalten. Selbst für uns Zuschauer könnten die Partien im Untergeschoss in mancher Hinsicht schön und spannend sein. Über die Abwanderung „guter“ Spieler müsste man sich weniger Sorgen machen …“

    Das ist – mit Verlaub – ein Offenbarungseid, das ewig neue Beschwören junger Talente nur „mittelfristige“ Tuna-Romantik! Warum nicht gleich auf die Regionalliga spekulieren?
    Die wird auch 2023/24 sehr idyllisch sein!
    Endlich wieder gegen RWO, Wiedenbrück und Straelen, Gladbach II, Lippstadt, Lotte, Rödinghausen!

    Ironie off.
    Preußer und Allofs raus und mit Markus Anfang die Klasse halten!
    Und Bodzeck kann gerne Zeugwart werden.

  2. Stadionbier am

    Danke, sehr guter und richtiger Beitrag. Auch wenn ich persönlich einige Dinge beim aktuellen Trainer nicht (mehr) nachvollziehen kann.

  3. Es gab mal nee Zeit ,da fand ich gar nicht schlecht was beim Düsseldorfer so geschrieben wurde.
    Aber die letzten Statements zur Fortuna , sind nur noch gequirlte scheiße und beim besten Willen nicht mehr nachzuvollziehen .Alleine die letzten Spielberichte, keine Ahnung in welchem Stadion da gesessen wurde ,oder welcheSpiel gesehen wurde, aber bestimmt nicht das gekickte der Fortuna. Da hat wohl jemand Angst seine Akkreditierung zu verlieren, wenn man nicht dem lieben Herrn Allofs nach dem Mund schreibt…

      • Deltaflake am

        Der Kommentar des Ergebenen zu diesem drastischen Kommentar hätte sachlich ausfallen können. Da es sich auch hier um eine Meinungsäußerung handelt ist die übersensible Reaktion und das Wording aber völlig daneben!
        Souverän wäre es gewesen, den Beitrag einfach so stehen zu lassen!

        • Rainer Bartel am

          Hätte, hätte, Fahrradkette – Wald rein, Wald raus ist eine angemessene Reaktion.

  4. Der gesamte Verein (über 100 Mitarbeiter die nicht gegen den Ball treten oder es den Profis beibringen sollen) ist mindestens auf 2.Liga strukturiert.

    Ein Abstieg wird das ganze Konstrukt implodieren lassen.

    Ein direkter Wiederaufstieg gelang seit der Abstiegssaison 66/67 lediglich ein einziges Mal (Ristic II) – egal aus welcher Liga.

    Des weiteren werden wir in Liga III die gestundete Sportwelt-Rate weiterhin der Gnade des Dr. Kölmel aussetzen.

    Der dritte Abstieg in die dritte Liga wird eine grössere Wette als die Freistellung des jungen Trainers mit dem tief schlummernden Potential.

    • P.S.: die Sportwelt-Rate für diese Saison wird ziemlich sicher ebenfalls ausgesetzt werden müssen.

      P.P.S.: die TV-Gelder werden dank dieser grottigen Saison zwangsläufig auch schrumpfen.

  5. Die Wette, auf Preußer zu setzen, ist sehr wohl deutlich riskanter, als den Trainer zu wechseln. Wer glaubt denn ernsthaft, dass Christian Preußer hier noch die Kurve kriegt und nächstes Jahr plötzlich aus Fortuna eine Spitzenmannschaft formt?

    Ich habe in den vergangenen Monaten nichts, wirklich gar nichts gesehen, was mich an eine positive Zukunft mit Preußer glauben lässt. Ich sehe einen Trainer an der Seitenlinie, der mit jeder Pore Unsicherheit, Selbstzweifel und Unentschlossenheit ausstrahlt. Wie soll so ein Trainer seiner Mannschaft Selbstvertrauen und eine Siegermentalität vermitteln?

    Doch das ist nicht das einzige Problem. Ich sehe nämlich im Gegensatz zu Rainer keine Anzeichen dafür, dass das Binnenverhältnis zwischen Preußer und dem Großteil der Mannschaft intakt ist. Man schaue hierfür einfach mal in das Archiv der Presselandschaft und suche nach Interviews mit Spielern, die sich vehement für den Trainer einsetzen. Bis auf das Statement von Hoffmann nach dem Spiel gegen Nürnberg findet man da gar nichts.

    Dass das Verhältnis zur Mannschaft belastet sein dürfte, wäre jedenfalls nicht verwunderlich. Hierzu hat Preußer mit vielen Aktionen selbst zu beigetragen. Man denke zum Beispiel an das Heimspiel gegen Heidenheim (0:1), als er lediglich einmal auswechselte und die restlichen Auswechselspieler sich die komplette zweite Halbzeit umsonst warmlaufen ließ. Für die Motivation dürfte das nicht sonderlich förderlich sein. Zumindest hat er in diesem Spiel bei Rückstand nicht in der 90. Minute selbst Zeit von der Uhr genommen, wie in anderen Spielen…

    Spieler wechseln bei Preußer ohne nachvollziehbaren Grund zwischen Startelf, Tribüne und wieder zurück. Auch das dürfte für das Selbstvertrauen der Spieler wenig förderlich sein. Neuzugänge wie Bozenik werden nach einem schlechten Spiel maximal bestraft und kommen in der Wechsel-Hierarchie plötzlich nur noch hinter 0-Tore-Stürmer Lobinger zum Zug.

    In Spielen wie gegen Paderborn hat uns das zögerliche Verhalten von Preußer zudem ganz konkret Punkte gekostet. Man erinnere sich an die zweite Halbzeit, als unser rechter Verteidiger permanent zu hoch stand und Michel gegen unsere Restverteidigung über gefühlte 25 Minuten Narrenfreiheit hatte. Reaktion vom Trainer? Fehlanzeige!

    Letztlich ist aber das entscheidende Problem, dass Preußer inzwischen bei 99 Prozent aller Fortunen (ausgenommen Rainer Bartel, Klaus Allofs und Micha aus dem 95er-Forum) keinerlei Kredit mehr hat. Die Stimmung ist inzwischen völlig vergiftet. Und das ist nachvollziehbar, denn Geduld mit Preußer hat man nun wirklich lange genug gehabt. Die Stimmung könnte Preußer nur durch eine Siegesserie noch drehen – aber wer glaubt ernsthaft daran? Selbst wenn wir mit Preußer mit Ach und Krach die Klasse halten würden, geht er dann doch maximal angeschlagen in die nächste Saison. Wie soll man so mit Optimismus einen Neuaufbau in Angriff nehmen?

    In den Pro-Preußer-Statements erkenne ich auch keinerlei fachliche Argumente, warum man noch an ihm festhalten sollte. Nur, dass er ein „junger Trainer“ ist und erfolgreich bei Freiburg II gearbeitet hat, überzeugt mich nicht, ihm bedingungslos die Zukunft von F95 in die Hände zu legen.

    Und noch zu der unter 50-Prozent-Statisitik bei Trainerwechseln: Es macht immer dann Sinn, den Trainer zu wechseln, wenn eine Mannschaft offensichtlich „unterperformt“. Und genau diesen Fall haben wir bei F95 aktuell. Es kann doch niemand ernsthaft behaupten, dass dieser Kader nicht mehr hergibt als Platz 15 in der zweiten Liga.

    Deshalb hoffe ich, dass Klaus Allofs nicht noch mehr Zeit verschwendet, und endlich seinen Fehlgriff bei der Trainerwahl korrigiert!

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