Ja, tatsächlich: Man kann die vollen 41 Kilometer zwischen Wittlaer und der Stadtgrenze zwischen Urdenbach und Baumberg erwandern – und dabei Düsseldorf vom Rhein aus kennenlernen.

Rezept · Die berühmte Düsseldorf Mundart- und Karnevalsband DuBB irrt gewaltig, wenn sie in einem ihrer Hits davon singt, dass der Vater Rhein seinen Düsseldorfer Kindern 20 Kilometer schenkt. In Wahrheit sind es ziemlich genau 41 Kilometer, und die kann man immer direkt am Wasser zu Fuß zurücklegen. Wobei wir uns bei der Messung strikt an den Stromkilometern orientiert haben; laut unserer Schrittzähler beträgt die Strecke allerdings rund 1,5 Kilometer weniger, weil man natürlich die Rheinbögen und -knie gelegentlich abschneidet und nie ganz genau an der Wasserkante entlanggeht. [Lesezeit ca. 4 min]

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Diesen Sommer haben wir diese Wanderung unternommen, aufgeteilt in drei Etappen, die wir hier vorstellen möchten. Die erste Etappe beginnt hoch im Norden an der Stadtgrenze zwischen Düsseldorf und Duisburg, und zwar im berühmten Gartenlokal Schwenke, das überall nur „dat Arschlökske“ heißt. Weil wir keine Rundwege gehen, sind wir die jeweiligen Etappenstartpunkte natürlich mit dem ÖPNV angefahren. In diesem Fall haben wir die Haltestelle D-Roßpfad mit dem 760er-Bus angesteuert, den man wiederum am Klemensplatz in Kaiserswerth entern kann.

Burghof - Biergarten in Kaiserswerth (Foto: TD)

Burghof – Biergarten in Kaiserswerth (Foto: TD)

Wer wirklich am Arschlökske starten will, muss nun von der Haltestelle aus den Roßpfad weiter in nördlicher Richtung gehen und dann ca. 800 Meter geradeaus und am Pumpwerk vorbeigehen, um dann scharf nach links abzubiegen. Man geht auf die eigentliche Gartenwirtschaft zu, dann durch den Garten hinunter bis an den Rhein. Von hier aus kann man dann immer am Fluss entlang bis nach Urdenbach wandern.

Nah Kaiserswerth (Foto: TD)

Die erste Teilstrecke führt an Wittlaer vorbei bis zum Kaiserswerther Markt. Der liegt oberhalb der Anlegestelle der Weissen Flotte. Bis dahin hat man dann rund 5 Kilometer zurücklegt und das Anrecht auf eine Pause samt Erfrischung; Möglichkeiten dazu bietet Kaiserswerth genug. Achtung! Der Gehweg vom Arschlöksken direkt am Wasser entlang unterhalb des Wasserwerks war bei unserem Testlauf für Fußgänger gesperrt. Es führen hier aber zwei Pfade parallel zueinander Richtung Wittlaer – einer davon sei immer begehbar, hat man uns gesagt.

Düsselquiz 88: Trinkbrunnen am Staad

Trinkbrunnen am Staad (Foto: TD)

Die nächste Zwischenstation ist dann das Wasserwerk Am Staad in Lohausen, direkt unterhalb der Arena. Die Stadtwerke haben dort einen Trinkbrunnen angebracht, an dem man sich erfrischen und die Trinkflaschen mit feinstem Düsseldorfer Wasser füllen kann. Dieses Mal hat man knapp 6 Kilometer zurückgelegt. Immer am Rhein entlang auf dem Pfad, der über die Kaiserswerther Uferpromenade an der Kaiserpfalz und dem berühmten Biergarten namens Burghof vorbeiführt, die Zufahrt zur Fähre nach Langst kreuzt und sich dann unter der Flughafenbrücke her nach Süden zieht.

Der kleine Hafen am Robert-Lehr-Ufer unterhalb des Rheinparks Golzheim (Foto: TD)

Der kleine Hafen am Robert-Lehr-Ufer unterhalb des Rheinparks Golzheim (Foto: TD)

Das letzte Teilstück führte uns dann bis zur Klever Straße am Rheinpark Golzheim. Ab dem Wasserwerk kann man dann nur noch teilweise ganz unten am Fluss gehen, und ab der Schnellenburg benutzt man eh am besten den Gehweg entlang der Rotterdamer Straße, der am Nordpark vorbei und unter der Theodor-Heuss-Brücke hindurch bis zum Rheinpark Golzheim führt. An dessen Südende finden sich die Rheinterrassen, und wenn man so wandert, dass man dort abends ankommt, kann an das Etappenende nach rund 4,5 Kilometern im kleinen Biergarten dort feiern. Den ÖPNV erreicht man dann am besten über die U-Bahnstation Klever Straße.

Biergarten an der Rheinterrasse Foto: TD)

Biergarten an der Rheinterrasse Foto: TD)

[Die zweite Etappe führt uns von den Rheinterrassen bis fast zur Fleher Brücke nach Volmerswerth.]

2 Kommentare

    • Rainer Bartel am

      Es ist kompliziert: Ursprünglich nannten die Leute in der Gegend das Stück Ufer unterhalb des Gartenlokals „Aschlökske“, weil dort Asche in den Rhein verklappt wurde. Seit ungefähr 20 Jahren sagen aber viele, wenn nicht die meisten, die diesen Ort kennen „Arschlökske“. Jemand, der es wissen könnte, meinte, „Asch“ würden die Duisburger sagen, „Arsch“ die Düsseldorfer.

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