Wer immer geglaubt und/oder gehofft hatte, der Dittmer-Spuk namens Dügida habe im Mai sein kümmerliches Leben ausgehaucht, sieht sich getäuscht. Denn natürlich wollen die vereinten Rechtsextremen, Rassisten und Islamophoben jetzt auf der Welle der aktuellen Flüchtlingssituation reiten. Was bleibt ihnen auch sonst in Zeiten dramatisch abnehmender Akzeptanz in der Düsseldorfer Bevölkerung? Weil zum Schluss im Frühling kaum noch 50 Braunnasen mitgelatscht sind, hat Frau Dittmer nur noch 200 „Demonstranten“ angemeldet, dafür aber eine wesentlich längere Marschroute, die wieder bis zum Graf-Adolf-Platz reicht. Zum Glück haben die gesellschaftlichen Kräfte, die schon im Winter und Frühjahr die Bedeutungslosigkeit dieser rechtstumben Bewegung herbeigeführt haben, sich auch dieses Mal zusammengetan – und zwar auf noch breiterer Front. Und die ruft für morgen (Freitag, 18.09.) um 18:00 zu Protestkundgebungen auf.

Wie schon zuvor wird es eine Kundgebung vor dem DGB-Haus auf der Friedrich-Ebert-Straße und eine vor dem Hauptbahnhof geben. Unter dem Motto „In Düsseldorf ist kein Platz für Rassisten!“ rufen die Intitativen „Düsseldorf stellt sich quer“ (DSSQ), „Düsseldorfer Appell“, „Düsseldorf ist bunt“ und „Flüchtlinge Willkommen in Düsseldorf“ dazu auf, dem Dügida-Haufen den Standpunkt einer weit überwiegenden Mehrheit der Düsseldorfer Bürger deutlich zu machen. Neu im Programm ist eine begleitenden Fahrradtor; die Radler sammeln sich um 18:30 und legen gegen 19:15 einen Zwischenstopp an der Gedenkstätte für die ehemalige Syngagoge an der Kasernenstraße ein – nicht zufällig in unmittelbarer Nähe des Verwaltungsgerichts, das anfangs des Jahres mit merkwürdigen Entscheidungen zugunsten der Dügida aufgefallen ist.

Kollege (ND/OZ) Jo Achim Geschke, Mitinitiator von „Düsseldorf ist bunt“ und „Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf“, macht deutlich: Wer sich für Flüchtlinge engagiert, sollte bei dieser Demonstration gegen rechte Parolen dabei sein. Wörtlich: „Denn wer Flüchtlingen hilft und helfen will, kann nicht zulassen, dass beim Aufmarsch der Rassisten die hierher geflüchteten Frauen, Kinder und Männer beleidigt werden.“ Dem ist wenig hinzuzufügen.

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