Man mag die Lilien mögen, aber wir müssen denen leider den direkten Aufstieg vermasseln…

Analyse · Fleißige Excel-Akrobaten in gewissen Redaktionen haben es ausgerechnet: Siege gegen Darmstadt und St. Pauli könnten der glorreichen Fortuna eine Menge Kohle bringen. Das hat mit diesem bekloppten Verteilungsschlüssel der TV-Gelder zu tun, mit dem die DFL die Hackordnung im deutschen Profifußball zementieren möchte. Heißt im Klartext, dass es heute nicht zu verschenken gibt. Dass F95 so auf die eine oder andere Art Einfluss auf das Aufstiegsrennen nimmt, ist ebenso klar. Und natürlich wollen Daniel Thioune und seine Jungs den 30.000+ Menschen heute in der Arena einen letzten Heimsieg mitgeben wollen.[Lesezeit ca. 3 min]

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So betrachtet geht es mehr darum, die Nichtniederlagenserie fortzusetzen, als um irgendeine Art Sommerfußball. Die Darmstädter Fans kommen mit 4.000 Köpfen, große Stümmung ist so garantiert. Fragt sich nur, wie der SVD die Partie anlegen wird. Schließlich könnte auch die Tordifferenz am Ende entscheidend sein. Maßstab dürfte weniger deren 6:0 bei Absteiger Aue sein als der unerwartete 2:1-Sieg auf St. Pauli vor zwei Wochen. Der hat gezeigt: Hurrafußball ist nicht das Ding der Lilien, eher konzentrierte Abwehrarbeit und optimales Zweikampfverhalten.

Spielplan

Der Schlüssel zum möglichen Heimsieg dürfte daher hauptsächlich in einer effizienten Offensivarbeit liegen. Nun wird der effizientes aller Stürmer, der gute Khaled Narey, mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht in der Startelf stehen können, obwohl er wieder ins Training eingestiegen ist. Und das führt zu der Empfehlung, wie gegen Heidenheim eher weniger über die Flügel zu kommen. Und das, obwohl der SVD mittig in der Defensive deutlich robuster steht als HDH.

Damit das gewünschte effiziente Angriffsspiel entsteht, muss a) das Mittelfeld beherrscht werden und b) mögliches Umschaltspiel der Lilien entschärft werden. Da ist dann eben nicht nur die Viererkette hinten zuständig, sondern alle Mann außer einer der beiden Spitzen.

Das System und die Aufstellung

Kann nämlich gut sein, dass Thioune und seine Trainerkollegen Daniel Ginczek zum Anpfiff mit auf die Wiese schicken. Dann käme es zum bekannten 4-3-1-2 mit der vorhersehbaren Viererkette Zimmermann-Klarer-Hoffmann-Gavory. Die Außenpositionen würden dann am ehesten mit Kris Peterson und Felix Klaus besetzt werden, wobei auch eine Variante mit Emma Iyoha anstelle von Peterson denkbar wäre. Eine Sechser-Achter-Achse könnten dann Kuba Piotrowski oder Ao Tanaka und Shinta Appelkamp bilden.

So könnte ein 4-3-1-2 gegen Darmstadt aussehen

Der Charme dieser Aufstellung mit ihren Varianten ist die Variabilität, also besonders Rochaden der Außenstürmer und Positionswechsel in der Zentrale. Außerdem bietet die Bank einige weitere Möglichkeiten. Alles mit dem Zweck, die Darmstädter immer mal wieder ein bisschen zu verwirren.

Der Tipp

Der Kopf ist sich sicher, dass es auf dem Platz kein rauschendes Fußballfest wird, sondern dass sich die Teams über weite Strecken neutralisieren werden. Und dann käme es am wahrscheinlichsten zu einem Remis, das keiner der beiden Mannschaften wirklich nützt. Im Sinne der vielen rotweißen Zuschauer hofft das Herz auf ein schnelles Fortuna-Tor (oder auch zwei) und ein erfolgreiches Verteidigen des Vorsprungs. Den Bauch kümmert das nicht, der holt ein 2:1 für F95 aus seinen Tiefen.

2 Kommentare

  1. Das war jetzt aber kein Bauchgefühl mehr.
    Das ist schon Shining.
    Und wenn Du Dich heute bitte von allen Hieb- und Stichwaffen fernhalten könntest?
    Wäre nett!

Antworten

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