Keine Frage: Der Heimsieg gegen Ingolstadt muss her! Wie das gehen kann, steht hier:

Analyse · Es ist ja kein Geheimnis, dass die Schanzer aus der Audi-Stadt inzwischen sehr viel besser sind als es ihr Tabellenplatz aussagt – ihr 5:0 in Nürnberg ist einer der Beweise dafür. Das sieht auch Trauner Thioune so, der in der Pressekonferenz sagte, das sei keine Mannschaft, an der man mal eben so vorbeiradeln könne. Überhaupt hob der Coach auf einige Themen ab, die zurzeit die Welt beherrschen: Energie und Gas. Denn der Schlüssel zum Erfolg sei es, wieder die Energie auf den Platz zu bringen und Vollgas zu geben. So könne die Serie der Heimsiege fortgesetzt werden. Ob die mindestens 14.000 Zuschauenden in der Glücksspielarena dabei helfen können, so Thioune weiter, hänge davon ab, ob diese ominöse Energie auf die Ränge überspringt. [Lesezeit ca. 4 min]

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Um zu gewinnen, muss man Tore schießen. Heißt im Klartext: Die Chancenverwertung muss im Vergleich zum blöden Remis in Regensburg um etliche Zacken besser werden. Dass die Lebkuchen aus N’burg sich fünf Dinger fingen, hing übrigens mehr mit deren aberwitzigen Abwehrfehlern zusammen. Was bedeutet, dass der zweite Schlüssel eine fehlerfreie Defensivleistung ist. Ansonsten können die Burschen in Rot gern einfach da weitermachen, wo sie bei den Siegen gegen Schalke und Aue erfolgreich aufgehört haben. Größere Überlegungen zum Spielplan erübrigen sich also.

Das System und die Aufstellung

Nun gibt es zwei Corona-Fälle im Kader (Leo Koutris und Tyger Lobinger). Deshalb kann Thioune erst kurz vor dem Spiel, also vermutlich am Sonntagmorgen, entscheiden, wer beim Anpfiff auf der Wiese steht. Sollte es bei diesen beiden Fällen bleiben und rechnet man den Ausfall von Felix Klaus mit ein, stellt sich das Team beinahe von selbst auf. Flo Kastenmeier ist als Tormann gesetzt, die Viererkette würde wieder wie zuletzt aussehen, also aus Zimbo Zimmermann, Andre Hoffmann, Jordy de Wijs und Nicolas Gavory bestehen. Dafür dass davor wieder Cello Sobottka und Kuba Piotrowski hantieren, spricht alles. Wobei der Cheftrainer neulich darauf hinwies, dass er die konkrete Anordnung der beiden relativ frei justieren kann, gerade was die Aufgaben von Kuba angeht.

Eine Doppelspitze sollte es auch gern wieder sein. Ob es nun erneut Rouwen Hennings und Daniel Ginczek sein werden oder sein müssen, ließe sich diskutieren. Klar, der Rouwen knipst wieder und ist in der neuen Rolle, die ihm sein sportlicher Vorgesetzter zugedacht hat, offensichtlich ziemlich glücklich. Bei Ginczek stellt sich die Frage, ob und wann er wieder das Niveau erreicht, das ihn für die Fortuna attraktiv gemacht hat. Als Alternative steht ja Robert Bozenik bereit. Und natürlich, natürlich muss Khaled Narey wieder den rechten (und manchmal auch den linken) Flügeln beachten.

Also bleibt im Wesentlichen die Frage, wer den linken Außenläufer mimen soll. Dabei gibt es eine erstaunlich große Bandbreite an Varianten. Nimmt Thioune Shinta Appelkamp rein, wird Gavory wohl öfter sehr weit vorne zu sein, während Shinta ab und an nach innen zieht und quasi als Zehner mitmacht. Die anscheinend logischste Version ist die mit Kris Peterson, der aber bei seinen letzten Einsätze nie ganz überzeugte. Also kommt endlich mal Emma Iyoha für die Startelf in Frage.

So könnte ein asymmetrisches 4-4-2 gegen Ingolstadt aussehen

Ein Problemchen zeigt sich – bei aller Fülle an verfügbaren Kickern – bei der Besetzung der Bank. Beinahe jede Auswechslung würde nämlich eine mehr oder weniger starke Veränderung des Systems nach sich ziehen. Fürs Tor steht sicher Raffa Wolf bereit, als Springer für die Viererkette Chris Klarer und Tim Oberdorf. Um in der Abwehr auf alles gefasst zu sein gehört auch Flo Hartherz in die Reserve. Fürs Mittelfeld bietet sich in jedem Fall Shinta Appelkamp als Ersatz an, so wie auch Tony Pledl für die Außenpositionen. Und dann ist da eben auch Robert Bozenik als mögliche zweite Spitze.

Übrigens: Cello droht die fünfte Gelbe. Da kann und muss man hoffen, dass Käpt’n Bodze schnell genug fit wird, um ihn bei Bedarf zu ersetzen.

Der Tipp

Der Kopf ist sich sicher, dass es ein schwieriges Spiel mit einem äußerst knappen Sieg der Fortunen geben wird. Das Herz hofft wie immer auf eine Klatsche für den Gegner. Und der Bauch tippt auf ein solides 3:1, also so wie gegen Aue.

1 Kommentar

  1. Muss leider morgen arbeiten.
    Aber der Glaube an einen – gerne auch klaren – Sieg ist da.
    Auf geht’s!

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