Die Partie im Karlsruher Wildpark könnte sich später als Schlüsselspiel entpuppen – es sollte gewonnen werden…

Analyse · Mal ehrlich: Unter Christian Preußer gab es nur drei erfreuliche Spiele der glorreichen Fortuna, der 3:1-Heimsieg im Oktober gegen den KSC war eins davon. Ja, möglicherweise war es spielerisch die beste Partie der Mannschaft in dieser Ära. Überhaupt liegen die Karlsruher der Fortuna, zumindest wenn die Clubs in der zweiten Liga gegeneinander antreten. In der Statistik liegt F95 vorn, die Gesamtbilanz dagegen ist ausgeglichen mit einem winzigen Plus für die Badener. Es gab epische Ergebnisse, viele Auswärtsspiele im alten Wildparkstadion haben Legendenstatus, und Karlruhe an sich ist eine nette Stadt. Hilft alles nix, denn ein Auswärtssieg heute dort könnte der entscheidende Schritt zum 40-Punkte-Ziel sein. [Lesezeit ca. 3 min]

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Der Spielplan

Die Devise muss lauten: Um keinen Preis verlieren! Also soll die Null stehen. Und zwar nicht nur über 90 Minuten, sondern auch ganz bis zum Ende der Nachspielzeit, meine Herren! In solchen Begegnungen, die ein Team nicht verlieren darf, aber gewinnen möchte, liegt der strategische Schwerpunkt immer auf dem Mittelfeld. Das macht solche Partien manchmal auch sehr zäh, weil sich die Kicker dann im vertikalen Mitteldrittel beharken und volle Kanne auf Balleroberung setzen.

Genau das dürfte der Schlüssel zum Spiel sein: viele Balleroberungen, wenig Ballverluste. Statistisch müsste sich das in einer ordentlichen Passquote (um die 80 Prozent) und in einer guten Zweikampfquote (über 55 Prozent) ausdrücken. Und weil the Mittelfeld rulez, müssen auch die Spitzen viel, viel Defensivarbeit leisten, also ständig am Thema Balleroberung mitarbeiten. Dies entweder im hohen Pressing oder tatsächlich in einer virtuellen Viererkette mit den beiden Außen.

Das System und die Aufstellung

Alles deutet auf ein 4-4-2 hin. Weil aber leider, leider der formstarke Kuba Piotrowski auf längere Zeit verletzt ausfällt und Cello Sobottka noch nicht wieder vollfit ist, wird es eine Raute werden mit Käpt’n Bodze als „Libero“ vor der Viererkette und Shinta Appelkamp als kreativer Zehner. Flo Kastenmeier ist eh gesetzt, und in der Viererkette wird es wohl nur eine Veränderung geben, indem Nicolas Gavory wieder als linke Außenverteidiger bereitsteht. Der gesellt sich zu Andre Hoffmann, Jordy de Wijs und Matthias Zimmermann.

Dass Khaled Narey den rechten Außenläufer gibt, ist alternativlos. Eigentlich stellt sich auch die Doppelspitze mit Rouwen Hennings und Daniel Ginczek von selbst auf. Bleibt die Frage nach dem Linksaußen. Diese Position von Anfang an zu bekleiden, dafür hat sich Kris Peterson mit seinem Auftritt im Testspiel gegen Enschede eindeutig empfohlen.

So dürfte das 4-4-2 beim KSC aussehen

Auf der Bank dürften für die Spitze Emma Iyoha und Robert Bozenik Platz nehmen, dazu auf jeden Fall Ao Tanaka und Toni Pledl für das nominelle Mittelfeld. Als Allzweckwaffen könnten auch Flo Hartherz und Eddie Prib bereitsitzen. Und als Alternativen in der Viererkette sicher Chris Klarer und Tim Oberdorf. Den Ersatztormann macht natürlich Raffa Wolf.

Der Tipp

Selten waren sich Kopf, Herz und Bauch des ergebenen F95-Analysten so uneins wie heute. Und zwar so dermaßen uneins, dass sich kein Meinungsbild ergibt. Der Kopf tippt auf ein schmales Unentschieden. Das Herz hofft auf einen dieser grandiosen Auswärtssiege, die es ja mehrfach gegen den KSC gab. Und der Bauch grummelt eine blöde Niederlage herbei.

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