7 schöne Radtouren auf Düsseldorfer Stadtgebiet (2): Die Uni-Runde

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Auch unsere zweite Runde beginnt auf dem Johannes-Rau-Platz beim Apollo-Varieté unter der Kniebrücke. Wahlweise kannst du natürlich einen beliebigen anderen Startpunkt wählen, schließlich handelt es sich ja um eine Runde. Wie schon die Drei-Brücke-Runde eignet sich auch diese Tour für alle Radler mit durchschnittlicher Kondition und stinknormalen Bikes. Selbst Kinder unter 10 Jahren schaffen die Runde – ausreichend viele Pausen vorausgesetzt – auf brauchbaren Rädern gut. Und weil du nur etwas mehr als eine Stunde Fahrzeit brauchst, eignet sich dieser Vorschlag auch für eine gemütliche Feierabendrunde, die dann zum Beispiel in der Altstadt draußen am Uerige ausklingt.

Google-Map: In dieser Gegend Düsseldorfs spielt sich die Uni-Runde ab

Google-Map: In dieser Gegend Düsseldorfs spielt sich die Uni-Runde ab

Das Unangenehmste, was einem auf der Uni-Runde passieren kann, ist Wind aus Südwest, weil der eine ganze Weile als Gegenwind kommt und das Trampeln schwerer macht. Ansonsten ist sportlich nur der Anstieg auf die Fußgängerbrücke am Parlamentsufer. Die steuerst du als erstes an, indem du dich vom Starpunkt aus südwärts bewegst und den Landtag oberhalb umrundest. Zwischen dem Rheinturm und dem runden Parlament hindurch kommst du wieder ans Ufer, an dessen südlichen Ende die besagte Brücke steht. Sie verbindet diesen Teil des Parlamentsufers mit dem Deich am Rande der Lausward.

Acht Kilometer Deich

Und genau dieser Deich wird nun für gut 8 Kilometer dein Begleiter sein. Rechts unterhalb siehst du zunächst den Paradiesstrand, ein herrliches Fleckchen Düsseldorf, das allerdings an Sommerabend sehr mit partywilligen Leute bevölkert ist. Es folgt der Golfplatz auf der Lausward, der erste „Volksgolfplatz“ Deutschlands. Wenig später das Kraftwerk mit dem noch recht neuen, aus Umweltsicht vorbildlichen „Block Fortuna“ und dem zugehörigen Gasspeicher. Weiter geht’s an den Hafenindustrien vorbei bis zur Hammer Eisenbahnbrücke. Ein Stück weiter findest du das Hammer Fluttor, ein Durchgang, der bei drohendem Hochwasser verriegelt und verrammelt wird. Oberhalb davon bietet sich das Vereinslokal des Kanu-Clubs Düsseldorf KCD, das den feinen Namen „Hammer Blick“ trägt, für eine ausgedehnte Pause an. Als nächstes unterquerst du die Südbrücke, die offiziell nach Kardinal Josef Frings benannt ist. Links vom Deich liegt das Klärwerk, das man auch am Geruch erkennt. Wenig später hast du dann rechts den winzigen und idyllischen Yachthafen Volmerswerth (siehe Titelbild) vor dir. Und wieder geht es unter einer Brücke hindurch – dieses Mal ist es die Fleher Brücke.

Sie markiert das Ende der Deichtour, denn gleich hinter der Brücke biegst du nach links in einen schnurgeraden, von dunklen Hecken begrenzten Weg ein, der bis zum Unigelände reicht, wobei du am Ende unter der Schnellstraße hindurch kommst. Halte dich nun so weit links, dass sich alle Gebäude der Heinrich-Heine-Universität rechts von dir befinden. Denn dann stößt du auf eine schmale Grünanlage. Die befindet sich übrigens auf dem Deckel des Tunnels, durch den die A46 das Werstener Kreuz mit der Fleher Brücke verbindet. Am Ende des kleinen Parks stößt du auf die Universitätsstraße, die dich zur Kreuzung mit der stark befahrenen Witzelstraße bringt; es bietet sich an, das Rad zumindest ein Stück weit zu schieben und die Straße schiebend zu überqueren. So gelangst du in den Südpark und damit zur nächsten Pausenstation, dem Café am Kinderbauernhof. Halte dich bei der Weiterreise halbrechts, sodass du unterhalb vom Haus Deichgraf vorbeikommst, um dann nach links auf den geraden Weg am Ostrand des Südparks einzubiegen. Am Ende ist an Sommerwochenenden den Biergarten „Vier Linden“ geöffnet, wo du dich ausruhen kannst.

Vom Akki zum Apollo

Dann gehst durch das Akki-Karree hindurch, scharf links und wieder rechts. Nun befindest du dich im Volksgarten, den du in Richtung Westen durchquerst bis du zum berühmten Zeitfeld mit den vielen Uhren kommst, ein Kunstwerk von Klaus Rinke, das sicher schon zig Tausende Male fotografiert wurde. Du kreuzt den Hennekamp, rüber zum TuRU-Platz und dem bunten Drachen, der in Wirklichkeit die Entlüftung für einen Kanaltunnel bildet, der von hier gut fünf Kilometer bis zur Karolingerstraße führt. Bleib oberhalb der Düssel, nutze den Parkplatz und biege am Ende scharf rechts in die Ringelsweide ein. Ab hier wirst du eine Weile dem normalen Straßenverkehr ausgesetzt sein. Es geht links unter der Unterführung an der S-Bahnstation Friedrichstadt hindurch, rechts hinein in die schöne Remscheider Straße bis zum Fürstenplatz. An dessen Ende biegst du links in den Fürstenwall ein. Jetzt musst du auf der Fahrbahn radeln; über die Cornelius- und die Friedrichstraße hinweg, über den Kirchplatz und auch die Elisabethstraße. Dann biegst du rechts in die Reichsgasse ein. Die bringt dich zur Rampe der Kniebrücke. Sieh zu, dass du heil hinüberkommst und den Park am K21 erreichst. Fahr an dessen südlichen Rand entlang, quere die Wasserstraße und fahre dann immer geradeaus bis zu den Ampeln. Von dort aus siehst du dann schon den Johannes-Rau-Platz mit der Villa Horion, und du kannst dir aussuchen wie du zum Ausgangspunkt zurückkommst. Daten: Länge ca. 17,5 km, weniger als 60 Hm, reine Fahrtzeit etwas über 1 h.

Hier die Uni-Runde als Route auf Komoot:

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