Papa ist schuld. Nahm mich mit zu einer Jugendfreizeit in Dänemark, da war ich sechs Jahre alt. Dort gab’s einen Fotokurs. Mein allererstes Foto war das einer flüchtenden Katze. Aufgenommen mit Papas Canon AE-1. Schwarzweiß, natürlich. Abzüge haben wir zusammen gemacht, denn in einem der Ferienhäuser war eine Dunkelkammer eingerichtet worden. Dann erbte ich Papas kleine Olympus und fotografierte. Vor allem mein Leben, also alles in der Schule, die Freundinnen. Lieh mir später öfters Papas Spiegelreflex. Bekam dann mit 16 meine eigene Canon EOS. Und dann kam mit dem Abitur die Idee auf, Fotografie zu studieren. Stellte eine Mappe zusammen und wurde an der Kunstakademie Düsseldorf angenommen. In den Orientierungsbereich. Aber da waren lauter Leute, die Künstler werden wollten oder schon waren – nichts für mich. Hab das Studium nach nur einem Semester wieder beendet und wwas Ordentliches gelernt. Fotografiere nun schon seit vielen Jahren digital und finde schwarzweiß trotzdem immer noch schöner. Meine Fotos sind nie geplant, sie ergeben sich aus der Situation.

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