DEG vs Straubing 2:5 – es geht dahin…

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Ja natürlich, es sind noch 45 Punkte zu vergeben, da ist der Rückstand auf Straubing (8 Punkte), die Eisbären (dito) und Bremerhaven (9) natürlich noch aufzuholen, und es reicht ja, eins dieser drei Teams zu überholen, um doch noch in die Playoffs einzuziehen. Soweit die Theorie. Rein praktisch wird man sich mit dem Gedanken anfreunden müssen, dass die Saison für die DEG Ende Februar mit dem letzten Vorrundenspiel gegen den AEV enden wird. Eine Saison, in der nicht sehr viel funktioniert hat. Eine Saison, in der kaum jemand durchgehend überzeugt hat. Eine Saison, die einen deutlichen Rückschritt zu den letzten beiden Jahren darstellt. Aber eben auch eine Saison, die man, und das ist die andere Seite derselben Medaille, einfach mal ertragen muss, nachdem genau diese beiden letzten Jahre über die eigenen Verhältnisse gespielt wurde.

Über das Spiel heute gibt es gar nicht so viel zu sagen: Guter, sehr aktiver Beginn, dann zwei blöde Strafen kurz hintereinander – 0:1. Bevor man wusste, wie das passieren konnte, fiel das 0:2 gleich hinterher. Und als sich die DEG zu Beginn des zweiten Drittels den Ausgleich erkämpft hatte (Schüle, das 1:2 zuvor hatte Nowak erzielt), dauerte es keine 30 Sekunden, bis die Gäste wieder in Führung lagen. Mit dem 2:4 wenig später war die Messe im Grunde gelesen, da bei der DEG nach vorne kaum noch etwas ging und bei den wenigen guten Chancen dann auch noch das Glück fehlte.

Völlig verdienter Sieg, da sollte es keine zwei Meinungen geben. So sind es nicht, wie erhofft, nur noch zwei Punkte Rückstand auf Straubing, sondern deren acht. Verdammt viel Holz, wohl zu viel für ein Team, das seit Weihnachten von acht Spielen genau eines gewonnen hat – letzte Woche bei den völlig desolaten Deilinghofener Hühnern. Nein, wirkliche Hoffnung kann man nach dem Spiel heute nicht mehr haben, auch wenn der Ball natürlich rund ist und das Spiel 90 Minuten dauert usw.

Aber es läuft einfach nicht, vorne nicht, hinten nicht und ganz hinten auch nicht. Vorne stehen in den bereits angesprochenen acht Spielen seit Weihnachten – das Iserlohn-Spiel ausgeblendet – kümmerliche 12 Tore zu Buche, die als Top-Scorer gedachten Bowman, Milley und der nachverpflichtete Courchaine liegen über die ganze Saison gesehen bei nicht minder kümmerlichen 9, 4 und 2 Toren. Hinten herrscht – heute, aber vor allem am Freitag gegen München zu beobachtende akute Slot-Allergie, die die Gegner förmlich zum Toreschießen einlädt und ganz hinten spielt Matthias Niederberger eine solide, aber eben auch nicht annähernd so starke Saison wie im Jahr zuvor. So kann das einfach nix werden.

Immerhin darf man sich am kommenden Wochenende wieder über ziemlich sichere Punkte freuen – Köln kommt. Das neben Bremerhaven einzige Team, das gegen die enttäuschende DEG 16/17 mit schönster Regelmäßigkeit verliert. Man muss sich auch mal an den kleinen Dingen erfreuen können.

[Titelfoto: Birgit Häfner via DEG-Eishockey]

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