Hendrik Streeck erzählt hemdsärmelig und kurzweilig vom Immunsystem…

Bericht · Gleich zu Beginn seiner Lesung in der Mayerschen Droste-Buchhandlung schmeichelte Hendrik Streek seinem Publikum. Drei Jahre habe er in Düsseldorf gelebt, zwischen Derendorf und Pempelfort. Er komme immer wieder gerne in die Stadt, vor allem zum Shoppen: „Das kann man hier besser als in Köln.“ Da hatte er sein Publikum bereits gewonnen. [Lesezeit ca. 2 min]

Na, schon gespannt auf den Beitrag? Nach einer kurzen Werbeunterbrechung geht’s weiter. Denn The Düsseldorfer versteckt sich nicht hinter einer Paywall. Alles, was du hier findest, ist gratis, also frei wie Freibier. Wenn dir aber gefällt, was du liest, dann kannst du uns finanziell unterstützen. Durch ein Abo oder den Kauf einer einmaligen Lesebeteiligung. Wir würden uns sehr freuen.

Zum Schluss fragte ein Zuhörer, ob Karl Lauterbach denn auch schon ein Exemplar seines Werkes „Unser Immunsystem“ hätte, das müsste den doch als Bundesgesundheitsminister interessieren. Da lächelte der renommierte Virologe verschmitzt: „Ich hatte eins für ihn dabei bei Maischberger. Aber dann haben wir uns in die Wolle gekriegt, und da hab ich’s Habeck gegeben.“

Zuvor hatte der renommierte Mediziner, Direktor des Instituts für Virologie und HIV-Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn und seit Dezember 2021 Mitglied des Corona-Expertenrats der Bundesregierung, hemdsärmelig und kurzweilig, vor allem aber verständlich über unser aller Immunsystem gesprochen, „von dem wir die meiste Zeit gar nicht mitbekommen, was es alles leistet.“ Denn: „Eigentlich ist das Immunsystem unser ganzer Körper“. Das mehr oder weniger bekannte Spektrum wissenschaftlicher Erkenntnisse reichte von Wasser und Seife, die für unsere Haut Freund und Feind zugleich sein könnten, über herzhaftes Lachen, welches das Immunsystem erwiesenermaßen stärkt, wohingegen Depressionen es schwach macht. Es gab auch Fragen zu Phagen, bestimmten Viren, die auf Bakterien als Wirtszellen spezialisiert sind und uns, richtig zubereitet, in Zukunft vielleicht vor weiteren Plagen bewahren könnten. Corona war erstaunlicherweise nicht das Hauptthema. War es auch noch nicht, als Streeck damit in den USA begonnen hatte. Sein Spezialgebiet ist eigentlich die Aids-Forschung.

Kann man sich überhaupt auf Epidemien vorbereiten, und wenn ja, wie? Streek: „indem man die Krankenhäuser fit macht“. Viel Applaus und Andrang am Signier-Tisch.

Antworten

Nicht verzweifeln, wenn Dein/Ihr Kommentar nicht sofort hier erscheint. Der erste Kommentar eines unregistrierten Users muss immer erst vom Admin freigegeben werden. Das kann manchmal ein bisschen dauern.