Lesestück · Dieser Tage feierte man in Düsseldorf teilweise den schwierigen Autor Hans Heinz Ewers, der am 1. November 1871 hier geboren wurde. Verwurzelt aber war der Hersteller von Kunstmärchen, Gruselgeschichten, Satiretexten, erotisch-fantastischen Romanen, Reiseberichten und Drehbüchern nicht in der Stadt, obwohl er seine Wurzeln – übrigens in höherem Maße als sein genaues Gegenteil Harry Heine – doch hier hat. Genauer: Im Künstlermilieu der mittleren Jahre des 19. Jahrhunderts, denn nahezu alle seiner Vorfahren waren irgendwie künstlerisch tätig. [Lesezeit ca. 10 min]

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Mit dem damals normalen, noch ganz frischen bürgerlichen Leben hatte Ewers nie ernsthaft etwas zu tun. Im Gegenteil: Spätestens ab 1888 schwamm er beharrlich und letztlich bis an sein Lebensende gegen den wilhelminischen Strom. Und ließ sich von nichts und niemandem am Schreiben hindern. Beziehungsweise am Erzählen von Geschichten.

Der Sage nach hat der kleine Hans damit schon mir vier, fünf Jahren begonnen. Ganz in der Tradition seiner Mutter Maria aus’m Weerth, die aus dem Bonn-Elberfelder Industriellen-Clan der Feldmanns und aus’m Weerths stammte und sich als Schriftstellerin, Malerin, Übersetzerin und eben Märchenerzählerin einen Namen gemacht hatte. Nun muss man sich den Begriff „Märchen“ in jenen Jahren noch als etwas Modernes vorstellen, das erst ab etwa 1815 mit den Grimm-Brüdern und Hauff unter die Leute kam.

Terry Giliams Film "Brothers Grimm" schöpft aus Ewers' Quellen (Foto via moviepilot)

Terry Giliams Film „Brothers Grimm“ schöpft aus Ewers‘ Quellen (Foto via moviepilot)

Gemeint waren nicht so sehr die alten Volkserzählungen, sondern raunende Moralgeschichten, die dann ab 1820 durch Hauff das Genre der Kunstmärchen begründeten. Ewers Mutter Maria pflegte dem kleinen Hans und seinem noch kleineren Bruder Ernst selbsterdachte, oft spontan entwickelte Geschichten, die oft eher atmosphärisch-unbestimmt klangen; und wenn die Mutter nicht weiterwusste, sprang eben der Sohn ein. Schon an dieser Stelle sitzen nicht nur seine grundsätzlich schriftstellerischen Wurzeln, sondern hier sind auch seine Obsessionen angelegt.

Edgar Allan Poe, ein literarisches Idol Ewers' (Foto via Wikimedia in der public domain)

Edgar Allan Poe, ein literarisches Idol Ewers‘ (Foto via Wikimedia in der public domain)

Wie wir aus der aktuellen Popkultur wissen, verbindet der angloamerikanische Raum mit den deutschen Märchen alles, was sie dort „gothic“ nennen, gefiltert aber durch die Stories eines Edgar Allen Poe und der Mary Shelley sowie natürlich Lord Byron – alles schreibende Menschen, die Ewers bewunderte, die ihn zutiefst inspirierten. Das fließt besonders intensiv zusammen in seinem Bestseller „Alraune“ von 1911, der nicht nur die populäre Literatur seiner Zeit auf den Kopf stellte, sondern über die ersten beiden von sieben Verfilmungen aus den Jahren 1918 (Regie: Mihály Kertész aka Michael Curtiz) und 1928 (Regie: Henrik Galeen) den Kintoppkram zur Filmkunst fortentwickelte.

Kameramänner 1907 in Berlin (Foto: Bundesarchiv via Wikimedia, siehe Bildnachweis unten)

Kameramänner 1907 in Berlin (Foto: Bundesarchiv via Wikimedia, siehe Bildnachweis unten)

Ewers selbst war seit seiner ersten Begegnung mit dem Bewegtbild, vermutlich in einer Bude auf einem Rummel in Berlin um 1900, fasziniert vom Film. Weil die Streifen, die er noch vor dem ersten Weltkrieg in Kooperation mit dem Schauspieler Paul Wegener und dem Dänen Stellan Rye, der als das fungierte, was man heute einen Produktionsleiter nennen würde, samt und sonders verschollen sind, lässt sich die These, Hans Heinz Ewers habe die bis heute geltende Methodik des Drehbuchschreibens erfunden, nicht belegen.

Ansonsten hatte Ewers ständig Sex im Kopf, nicht unbedingt nur den mit Vertreterinnen des sogenannten „anderen Geschlechts“. Dass er ein Herz für Schwule hatte, belegt seine lautstarke Aktivität gegen den Paragrafen 175, der homosexuelle Handlungen unter Strafe stellte (und verrückterweise erst 1973 abgemildert, 1994 aufgehoben und 1998 endgültig abgeschafft wurde), praktisch unter Beweis gestellt durch Texte in Publikationen, die im Kaiserreich als schwul galten und vor allem durch das Drama „Enterbt“ aus dem Jahr 1903, das die ganz konkreten Schwierigkeiten schwul zu leben zum Thema hat.

Oscar Wilde, ein weiteres Vorbild Ewers' (Foto via Wikimedia, in der public domain)

Oscar Wilde, ein weiteres Vorbild Ewers‘ (Foto via Wikimedia, in der public domain)

Seine vermutlich nur theoretische Sympathie für die männliche Homosexualität hatte – wie fast alles, was Ewers ausmachte – literarische Wurzeln. In diesem Fall seine glühende Bewunderung für Oscar Wilde, den Prototyp des Dandys, der im Übrigen gerade in der Düsseldorfer Künstlerszene der Jahrhundertwende tiefe Spuren hinterlassen hat. Nun hatte Hans 1891 mit Müh und Not das Abi bestanden, vermutlich erst ermöglicht durch den Wechsel vom Königlichen Gymnasium an der Kö (dessen Nachfolger das Görres-Gymnasium ist) ans ebenfalls Königliche Gymnasium Cleve, wo man die Dinge nicht so straff sah und ihn trotz unterirdischer Leistungen in Mathe bestehen ließ.

Über seine Schulzeit und seine tiefe Abneigung gegen die Institution Schule und Lehrer hat er in beinahe allen autobiografischen oder autobiografisch gefärbten Schriften berichtet. Wobei sich diese Antipathie wohl schon in den allerersten Schuljahren zeigte, in deren Verlauf er als schwierig und trotzig galt. Die Familie nahm ihm das wohl nicht krumm, und war froh, dass er das Abi geschafft und das Einjährige als Grenadier nach nur 44 Tagen wegen Kurzsichtigkeit heil überstanden hatte. Wie heute noch vielen jungen Leuten, denen nichts Besseres einfällt, warf Hans sich auf ein Jurastudium.

Könnte sein, dass er sich dafür entschied, weil auch Heinrich Heine und ETA Hoffmann Rechtswissenschaften studiert hatten. Wobei: Studiert hat Ewers – zunächst in Berlin, dann in Bonn – eher weniger, das aufregende Nachtleben und das in Bonn, wo er von seinen Berliner Abenteuern erzählen konnten, waren ihm wohl wichtiger. Immerhin bestand er 1894 immerhin das erste Staatsexamen und promovierte 1898 in Leipzig zum Dr. jur. Tatsächlich führte er den akademischen Titel auch ausdrücklich und gern. Außerdem zeugte er in dieser Lebensphase eine uneheliche Tochter.

Buntes Brettl, später Überbrettl, das Kabarett, an dem Ewers in Berlin arbeitete (Foto via Wikimedia, in der public domain)

Buntes Brettl, später Überbrettl, das Kabarett, an dem Ewers in Berlin arbeitete (Foto via Wikimedia, in der public domain)

Da schrieb er schon – dieses und jenes, veröffentlicht in den vielen, vielen Zeitungen und Zeitschriften der Jahrhundertwende, die einen enormen Bedarf an den verschiedenen literarischen Formen hatten. So wurde er 1901 von Ernst von Wolzogen nach Berlin eingeladen, um am kommenden Kabarett Überbrettl mitzumachen. Es entstand das erste literarische Kabarett Deutschland nach Pariser Vorbild, es begründete eine Tradition, die im Nachkriegsdeutschland vor allem vom Düsseldorfer Kom(m)ödchen aufgenommen und zu neuen Höhepunkten geführt wurde.

Ilna Wunderwald, Modeschöpferin des Jugendstil (Foto via Wikimedia - siehe Bildnachweis unten)

Ilna Wunderwald, Modeschöpferin des Jugendstil (Foto via Wikimedia – siehe Bildnachweis unten)

Davor war 1895 eine Frau in sein Leben getreten, deren familiären Hintergründe noch einen Ticken antibürgerlich waren als die des Ewers-Clans: Ilna Wunderwald, 1875 in Düsseldorf geboren, eine Zeichnerin, Malerin, Illustratorin, Übersetzerin und Modeschöpferin des Jugendstils. Die Tochter eines Fahnenfabrikanten gehörte zum Düsseldorfer Malkasten – dort lernten sich die beiden kennen. Ilna repräsentierte alles, was Ewers scharf fand – schon in dieser Zeit trat sie gern in Männerkleidern mit kurzen Haaren auf, ihre selbstentworfenen Kleider präsentierte sie oft selbst. Aus heutiger Sicht würde man Frau Wunderwald-Ewers bisexuell nennen, eine Ausrichtung, die um 1900 herum so exotisch war, dass sich die bürgerliche Gesellschaft nicht einmal daran störte.

Ilna ging 1901 mit nach Berlin und arbeitete ebenfalls am Überbrettl. Hans war erfolgreich, leider eher nicht mit seinen Texten, sondern mit seinen mimischen Talenten. Weil er aber Schreiber sein wollte, nichts als Schreiber, verließ er das Kabarett im Streit, gründete ein eigenes, das er nach und nach zu einem Theater entwickelte, das dann auch seine eigenen Stücke spielte. Damit ging das Ehepaar schließlich 1903 pleite und zog für ein Jahr nach Capri, wo all die schönen und reichen Intellektuelle – viele von ihnen Erben bedeutender Industrievermögen – ein wildes, unbedingt promiskes Leben inklusive Nacktbaden feierten. In dieser Zeit entstanden haufenweise Märchen und Kinderbücher – unter anderem gemeinsam mit dem berühmten Anarchisten Erich Mühsam.

Apropos: Schon zu Studienzeiten war Hans Heinz Ewers auf den Radikalindividualisten und Anarchisten Max Stirner gestoßen, der die völlige Freiheit eines jeden Menschen in jeder Hinsicht in einer vollkommen herrschaftsfreien Gesellschaft postulierte – und übrigens deswegen von den Homosexuellen jener Zeit verehrt wurde. Das passte prima zu Ewers Verehrung von Oscar Wilde sowie auch seine Vorliebe für die Dichter der Romantik, die auf literarischer Ebene den bürgerlichen Individualismus begründet hatten. Nach allem, was wir wissen, hatte das alles bis zum Beginn des ersten Weltkriegs keine politische Dimension.

So richtig berühmt (wenn auch nicht im geringsten Maße wohlhabend) wurde er ab 1905 als Reiseschriftsteller, einer schreiberischen Tätigkeit, die im Zuge des britischen Tourismus entstanden war. Ab etwa 1890 waren es die Angehörigen des reichen Adels und Sprößlinge der reichen Industriegründer, die begannen, die Welt zu bereisen – ohne unbedingt etwas erobern oder erforschen zu wollen. Die wenigen Vertreter dieser Art, die in der Lage waren, lesbare Berichte zu schreiben, veröffentlichten diese meist in Zeitschriften.

Bord-Postkarte des Dampfers König Friedrich August von 1911, ein Hapag-Schiff, auf dem auch Ewers reiste (Postkarte via Wikimedia, in der public domain)

Bord-Postkarte des Dampfers König Friedrich August von 1911, ein Hapag-Schiff, auf dem auch Ewers reiste (Postkarte via Wikimedia, in der public domain)

Ewers erkannte das Geschäftsmodell und ließ von seiner ersten Fernreise im Jahr 1905 an alle Touren von Verlagen finanzieren. Außerdem schloss er vor der Reise nach Mittelamerika 1906 einen Deal mit der Hapag, dass er die Schiffe der Hamburg-Amerika-Linie kostenlos benutzen durfte, würde er sich in seinen Berichten nur häufig und positiv genug erwähnen – was er über gut 20 Jahre auch tat, ein erster Fall von Product Placement. Auch wenn die Ehe mit Ilna aus verschiedenen Gründen wackelte, unternahm das Paar die ersten Touren (1905 bis 1908) gemeinsam und kam so nach Spanien, Mittelamerika, in die Karibik, Südamerika sowie Indien und Südostasien.

Auswahlen der Berichte erschienen jeweils auch in Buchform, die sich ausgezeichnet verkauften. Sein Hausverlag für alles Literarische war der Verlag Georg Müller in München; der nahm dem Autor so ziemlich alles ab, was der produzierte, hatte aber merkwürdige Geschäftsgebaren; so wurden Honorare entweder gar nicht oder mit jahrelanger Verzögerung gezahlt. Und weil der Verlag in Sachen Reklame und Vertrieb damals auch nicht sich richtig professionell hantierte, blieb Ewers‘ literarischer Ruhm sehr begrenzt.

Originaltitel des Romans "Alraune", entworfen von Ilna Wunderwald-Ewers (via projekt-gutenberg.org)

Originaltitel des Romans „Alraune“, entworfen von Ilna Wunderwald-Ewers (via projekt-gutenberg.org)

Und dann kam Alraune, dieser in jeder Hinsicht ungewöhnliche Roman, in der ein Alter Ego Ewers‘ namens Frank Braun erstmals den Protagonisten gab. Dem ordnete er durchaus selbstkritisch eine Menge eigener Eigenschaften zu und mischte viele eigene Erfahrungen bei. Unter anderem aus seinem großen Interesse an spirituellen Dingen. Schon früh hatte er sich mit Hypnose und Geisterbeschwörung befasst, beides aber nie mit heiligem Ernst. Nachdem er 1895 eine spiritistische Sitzung gesprengt hatte, wurde er zum Duell gefordert, worauf er nicht einging. Stattdessen wurde ein juristischer Fall daraus, der ihm schließlich vier Wochen Festungshaft eintrug.

Natürlich speist sich der Roman aus dem Umkreis der deutschen Märchen, in der die Alraune als magische Wurzel eine große Rolle spielt. Die Geschichte dreht sich um eine künstliche Befruchtung, eine Art moderneres Frankenstein-Experiment, bei dem aus dem Samen eines Triebtäters und den Genen einer Hure eine Frau entsteht, die auf der Suche nach ihrer Identität ziemlich brutale Taten begeht, aber durch die Liebe geheilt wird.

Am Tag des Attentats von Sarajevo befuhr er mit einem Linienschiff gerade den noch nicht eröffneten Panama-Kanal. In den USA angekommen, beschloss er, den Krieg in Amerika zu verbringen. Dort entdeckte er seinen Patriotismus, der rasch in Nationalismus umschlug, sodass er sich aktiv an der klandestinen Propaganda für das deutsche Kaiserreich beteiligte. Nachdem ihm jede Form Demokratie immer schon suspekt war, begann er von einem faschistischen Reich zu träumen. Er las noch Remarques Im Westen nichts neues und setzte diesem pazifistischen Werk den Roman Reiter in deutscher Nacht entgegen, der die Taten eines Freikorpsmannes feierte, der wegen eines Fememordes verurteilt worden war.

Titelseite der New York Times am Tag des Attentats von Sarajevo (Abb. via Wikimedia, in der public domain)

Titelseite der New York Times am Tag des Attentats von Sarajevo (Abb. via Wikimedia, in der public domain)

Das Buch erschien 1932 und stieß bei den Nationalsozialisten auf große Begeisterung. Tatsächlich wurde es zu seinem einzigen Werk, dass vom NS-Regime nie verboten wurde und nicht bei den Bücherverbrennungen ins Feuer kam. Natürlich trat er dann der NSDAP bei und orientierte sich in Richtung der SA. So wäre er nach den Massakern nach dem sogenannten Röhm-Putsch 1934 beinahe ebenfalls zum Opfer geworden, auf den Todeslisten war sein Name bereits zu finden. Nur durch hartnäckige Eingaben und eine Protektion, die bis heute nicht geklärt ist, konnte er das Publikationsverbot aufheben lassen. Selbst sein Buch über Horst Wessel, den die Nazis zum Märtyrer gemacht hatten, riss es nicht raus.

Nachdem die Nürnberger Rassegesetze 1935 in Kraft traten, wandte sich Hans Heinz Ewers vom Nationalsozialismus ab und begann, seine jüdischen Freunde aktiv bei deren Emigrationsversuchen zu unterstützen. Da war er bereits 60 Jahre alt und gesundheitlich schwer angeschlagen; möglicherweise auch als Folge seiner Liebe zum Alkohol und jahrelangem Drogenkonsum. Mit seinem Essay Rausch und Kunst nahm Ewers schon 1912 Sichtweisen vorweg, die Aldous Huxley erst 1954 mit seinem Werk Die Pforten der Wahrnehmung einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert – womit der sowohl die Beat-, als auch die Hippie-Bewegung beeinflusste; beides ultraindividualistische geprägte Kulturen – ganz im Sinne des frühen Ewers.

Knef und von Stroheim im Film "Alraune" von 1952 (Foto via Cinema.de)

Knef und von Stroheim im Film „Alraune“ von 1952 (Foto via Cinema.de)

Einzig Hans Heinz Ewers‘ Roman Alraune fand Eingang in die Popkultur nach dem zweiten Weltkrieg. Vor allem durch die Verfilmung von 1952 mit Hildegard Knef und Erich von Stroheim in den Hauptrollen hatte entscheidenden Einfluss auf das gerade in den USA schnell boomende Genre des Horrorfilms. Schon 1938 stellte Ewers höchstpersönlich seinen Nachlass zusammen, der heute vom Düsseldorfer Heinrich-Heine-Institut verwaltet wird.

Ja, Hans Heinz Ewers, der nach 1891 nie wieder in Düsseldorf lebte, ist doch eines der Gesichter dieser Stadt. Den größten Teil seines Lebens verbrachte er – wenn er nicht gerade auf Reisen war – in Berlin. Seine Wurzeln aber belegen einen Geist, der zum Ende des 19. Jahrhunderts in Düsseldorf auf Basis der langen Tradition als Kunststadt in großbürgerlichen Kreisen herrschte. In einer ehemals unbedeutenden Residenzstadt, die sich ab 1850 voll auf die industrielle Revolution eingelassen hatte und eben auch in kultureller Hinsicht von der damaligen Moderne beherrscht wurde. Immerhin wurde er auf dem Nordfriedhof beigesetzt.

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