Bericht · Jetzt schimpfen sie alle auf Florian Hartherz, der nach einer doppelten Eselei kurz vor dem Halbzeitpfiff mit Gelbrot von der Wiese musste. Die Kollegen von der RP teilten dem Ex-Bielefelder gar die Schulnote 6 zu; das ist populistisch und deshalb erbärmlich. Denn tatsächlich sah das Zusammenspiel des guten Flo mit seinem Vordermann Dawid Kownacki in den ersten 30 Minuten gar nicht so schlecht aus, und zwei ordentliche Flanken waren ihm bis dahin auch gelungen. In der Defensive aber wirkte Monsieur Hartherz eigentlich durchgehend leicht überfordert. Nach dem Rauswurf durch den soliden Schiri Zwayer kam endlich Leon Koutris für Hartherz. Und spätestens an dieser Stelle fragte sich der geneigte Fortuna-Kenner: Was in drei Fußballteufelsnamen hat Chefcoach Uwe Rösler geritten, Flo den Vorzug vor Leon zu geben? [Lesezeit ca. 9 min]

Zumal er ja vollmundig davon geredet hatte, dass der Brasiliengrieche jetzt mal die Chance kriegen sollte, sich zu beweisen. Ja, genau, er bewies sich – beispielsweise mit der weiten Diagonalflanke auf Felix Klaus, die dieser perfekt einlochte. Es wird unermüdlich kolportiert, der Herr Koutris sei ein wenig trainingsfaul, dränge sich nicht so recht auf, und in der Zwoten habe er nicht überzeugt. Wer ihn dann aber mal etwas genauer beobachtet, wird feststellen: Der Junge ist einfach schüchtern und deshalb zurückhaltend. Eben kein Lautsprecher, der sich vor die Medien stellt, dies und das analysiert und seinen Glauben an den Aufstieg hinausposaunt.

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Betrachten wir einen anderen Kameraden, nämlich den Zimbo Zimmermann, der auf dem Papier mit überragenden Daten glänzt: 92 Prozent Passquote, 75 Prozent Zweikampfquote. Liest sich gut, aber wenn gefühlte Dreiviertel aller Pässe rückwärts auf die Kollegen in der Viererkette gehen, dann ist leicht glänzen. Wirkung haben die strahlenden Prozent dann kaum. Beim Matthias sah das in der ersten Halbzeit über weite Strecken so aus, dass er sich beinahe automatisch umdrehte und Richtung Kastenmeier guckte, wenn er den Ball auf Höhe der Mittellinie bekam. Überhaupt wurde wieder endlos hintenrum gespielt. Da nutzte es wenig, dass sich der gestern herausragende Dawid ein ums andere Mal die Pille selbst abholte. Nicht nur das: Nachdem chancenartige Situationen durch Spielzüge kaum entstanden, hielt er eben in der 6. und der 15. Minute aus größerer Entfernung drauf – ja, genau, Fernschüsse!

Das Grottenartige der ersten 45 Minuten macht sich an zwei weiteren Dingen fest. Gab es Einwurf für die Rotweißen, stand der Spieler mit dem Ball teilweise eine halbe Minute ratlos an der Linie, weil sich kein Mitmacher anbot. Warum, verdammt nochmal, stellt sich denn keiner frei? Warum muss der Einwerfende betteln, dass sich ihm jemand anbietet? Haben die Burschen Angst vorm Ball? Das vielleicht nicht, aber am Mut hapert es an allen Ecken und Enden. So stand zur Pause eine geradezu unterirdische Quote von 27 Prozent gewonnener Zweikämpfe zu Buche. Dafür sollten sich die Akteure mit dem F95 auf der Brust schämen.

F95 vs Hannover: Der Flo macht sich locker (Foto: TD)

Ein weiterer Mangel: Kaum je ging jemand mit dem Ball. Okay, man mag ja den sagenumwobenen One-Touch-Fußball bewundern, aber wenn ein Kicker mit der Pille am Fuß freies Feld vor sich hat, dann hat der gefälligst in den freien Raum zu gehen mit dem Ding! Stattdessen zu verharren, verzweifelt nach einer Anspielstation zu suchen, um dann doch wieder quer oder nach hinten zu legen, ist jämmerlich. Ein schlimmer Nebeneffekt dabei ist, dass sich die Hälfte der Mannschaft darauf verlässt, dass der Flo Kastenmeier es schon lösen wird, dieser mitspielende Tormann, der in der ersten halben Stunde ungefähr zehnmal so viel Ballberührungen hatte wie Rouwen Hennings. Der mag fußballerisch noch so begabt sein – das Risiko des modernen Torwartspiels ist genau das, was in der 36. Minute passiert. Er spielt einen Abschlag als Pass, und der landet in den Füßen eines Gegners. Klar war das ein Fehler, aber solche Klöpse als “Slapstick” zu denunzieren, geht an der Sache vorbei.

Das Risiko des mitspielenden Tormanns

Es war außerdem offensichtlich, dass die 96-Coaches unseren guten Flo eines genauen Videostudiums unterzogen haben, also, genau wussten, in welchem Maße der als Libero fungieren muss, denn in fast jeder Situation, in der das Ei bei ihm landete, wurde er von einem, manchmal von zwei Hannoveranern angelaufen – jeweils angefeuert vom eigenen Coach und seinem Lautsprecher, dem Torwart. Man kann auch sagen: Agiert ein Torhüter wie ein Feldspieler, muss er eben auch wie ein Feldspieler im Sinne des Pressings angegangen und zu Abspielfehler gezwungen werden. Eine gute Idee des Hanoi-Trainerteams.

Immerhin stand es da schon 1:0 für die Hauptmieter der Arena. Eddie Prib hatte einen Freistoß aus gut 30 Metern in den gegnerischen Sechzehner gelegt, Alfie Morales gab per Kopf nach rechts weiter, Felix Klaus war eher am Ball, prallt mit einem Hannoveraner zusammen und geht zu Boden. Da musste Zwayer auf den Punkt zeigen, und Rouwen böllert die Pille flach unten rechts rein; beinahe wäre der Hanoi-Keeper noch dran gewesen. Bis auf die beiden Fernschüsse von Dawid war dies der erste Ball aufs Tor, übrigens. Apropos Eddie: Er mühte sich, und man sah ihm an, dass ihm diese Mühe schwerfiel, irgendeine sichtbare Funktion als Regisseur füllte er erneut nicht aus. Aber, was braucht dieses Team auch einen Regisseur auf dem Spielfeld, sie hat ja einen an der Linie. Ehrlich gesagt: Ihrem äußerst Ergebenen würde der Glatzenmann tierisch auf den Senkel gehen, wäre er F95-Spieler.

F95 vs Hannover: Rouwen locht den Elfer ein (Foto: TD)

F95 vs Hannover: Rouwen locht den Elfer ein (Foto: TD)

Rösler nervt

Ständig ruft er rein, spricht einzelne Kollegen ständig mit Namen an, gestikuliert und gibt Kurzanweisungen. Das mag auf den einen oder anderen motivierend wirken; bei einigen Fortunen hat man eher den Eindruck, dass es sie nervt. Dass Uwe Rösler praktisch bei jeder zweiten Schiri-Entscheidung die Debatte mit dem Pfeifenmann sucht und bisweilen andeutungsweise gelbe Karten für gegnerische Spieler fordert, ist sogar unerträglich. Ein Mitglied der selbsternannten “Expertenrunde”, die sich die Partien in virtueller Runde anschaut, fasste es griffig zusammen: Rösler nervt. Vielleicht meint er ja, er müsse Emotionen zeigen, denn Emotionen stehen bei den Kommentatoren im TV und den übrigen Medien hoch im Kurs. Eventuell meint er, so sein überbordendes Engagement zeigen zu müssen. Aber, am “Ende des Tages” (um einmal den Uhren-Kalle zu zitieren) wäre hier weniger mehr.

Zur Pause stand die glorreiche Fortuna bei einem Unentschieden also mit nur noch zehn Mann da. Nicht wenige Fans an den Internet- und Fernsehempfängern draußen im Lande setzten da schon keinen Pfifferling mehr auf einen guten Ausgang. Der Fisch schien geschuppt, es würde, so dachte eine Mehrheit, nur eine Frage der Zeit sein, bis die Gäste den Führungs- und dann den Siegtreffer erzielen würden, und man könne kaum mehr tun, als eine Klatsche zu vermeiden. Weit gefehlt! Denn nach dem Wiederanpfiff nahmen die Buben in Rot ihre harten Herzen in die Hände und zeigten auch körpersprachlich, dass sie nicht gewillt waren, sich schlachten zu lassen. Es war ein Ruck durch die Mannschaft gegangen, und aus der Kabine wird kolportiert, dass es zwei bekannte Figuren waren, die den Jungs einen, ähem, Vortrag gehalten haben: Käpt’n Bodze und Co-Trainer Axel.

F95 vs Hannover: Bodze kriegt auf die Knochen (Foto: TD)

F95 vs Hannover: Bodze kriegt auf die Knochen (Foto: TD)

Der neue Wind ging zunächst vor allem von unseren bewährten Innenverteidigern aus. Sowohl Andre Hoffmann, als auch Kevin Danso agierten mutiger, spielten nicht mehr nur quer, lockten die gegnerischen Angreifer, um die Bälle dann steil zu passen – auf den bereits erwähnten Koutris, natürlich, aber auch auf Zimbo, der nun viel öfter fruchtvoll mit Herrn Klaus kooperierte. Für den Leon war übrigens Knipser Rouwen gegangen, den man auch – ehrlich gesagt – nicht vermisste. Die Coaches hätten auch Kenan Karaman rausnehmen können, der merkwürdig blockiert wirkte, zwar enorm viel tat, aber mit keinem Kollegen so richtig zusammenspielte. Hat so Tage, der gute Kenan, wissen wir ja. Unermüdlich dagegen Kownacki, der schon lange nicht mehr Linksaußen spielte, sondern mal als eine Art Zehner fungierte, weite Wege ging und sich den Ball notfalls selbst besorgte.

Hey, sie können auch Konter!

Reden wir kurz von Alfie Morales, dem wir ja in den letzten Monaten eine Menge zu verdanken haben. Der hatte gestern bei allem Einsatz einfach Scheiße am Schuh. Und das wusste er auch selbst, so oft regte er sich über seine Ballverluste und Fehlpässe auf. Aber in der zweiten Halbzeit wurde er wieder fast der Alte und verteilte die Bälle, ohne Quergeschiebe und Rückpässe. Das 2:1 kam dann schon eher aus dem heiteren Himmel dieses frühlingshaften Februartages. Man könnte es einen Konter nennen, obwohl die Entwicklung nach vorne nicht besonders schnell ging. Jedenfalls legte Kenan auf Höhe der Mittellinie schräg rüber auf Leon, der ein wenig dribbelte, ein bisschen nach innen zog und dann ohne Zögern die erwähnte weite Flanke schlug. Wie man in der Wiederholung fein sehen kann, hatte sich der Felix sehr geschickt aus dem Blickfeld der Verteidiger gestohlen, hatte sich an den Sechzehner geschlichen und stand dann völlig blank in schussträchtiger Position. Der Rest ist Geschichte…

F95 vs Hannover: Unser Shinta, der junge Appelkamp (Foto: TD)

F95 vs Hannover: Unser Shinta, der junge Appelkamp (Foto: TD)

Und dann endlich Shinta, der Appelkamp, zum Glück genesen, zum Glück mental so stabil wie man es von 20-jährigen kaum kennt, einer dem man den Mordsspaß ansieht, den er am Kicken hat, kein Lautsprecher, ein reflektierter junger Mann mit ausgesuchten Umgangsformen und einem Riesenrucksack an Talent. Merkwürdigerweise wechselte Herr Rösler ihn für Felix Klaus ein, während sich Eddie Prib weiter erfolglos mühen durfte – das verstehe, wer will. Also gab Shinta einen Rechtsaußen. Auch das übrigens eine seiner tollen Eigenschaften: Den kannst du auf beiden Seiten einsetzen und in der Mitte. Von seinen Bewegungen und seiner Ballbehandlung her wirkt er beinahe altmodisch, wie ein Halbstürmer ganz klassischer Prägung, also so à la Siebzigerjahre oder früher.

Und noch ein Konter…

Nach dem Rückstand fiel den Hannoveranern wenig ein. Der offensive Plan bestand wohl darin, entweder über die linke Seite zu kommen, um dann flach in den Sechzehner zu flanken, oder eher zentral in den Strafraum einzudringen. Außerdem setzten sie besonders auf ihre Ecken und die Freistöße. Nach der Pause sah das zunächst gefährlich aus, zumal es in der 47. Minute gleich zwei Abseitstore gab. Das die regelwidrig fielen, war übrigens das Verdienst unserer IV, die ihre Kette beide Male perfekt positioniert hatten. Vor lauter Verzweiflung wechselte der Hanoi-Trainer in der 60. Minute dann sogar den Ducksch ein, der angeblich verletzt war, aber – vermutlich bei einem Wunderheiler – fitgemacht worden war. Der spielte das, was er in Düsseldorf mit geringem, in Hannover aber mit großem Erfolg spielt. Kurioses am Rande: Beim Versuch, einen Ball an der Eckfahne zu erlaufen, geriet er auf die schiefe Bahn zur Sicherheitstür in der Arenaecke, die er dabei ziemlich heftig demolierte. Das war aber auch schon das Highlight seiner Bemühungen.

Stattdessen in der 75. ein Konter wie aus dem Schulungsvideo. Nach Balleroberung kommt es zu einem Drei auf Drei Zwei, Dawid führt den Ball, links läuft Kenan mit, rechts Shinta. Alle ziehen nach innen, und Dawid legt im perfekten Moment raus auf Shinta, der noch ein bisschen geht und dann mit maximaler Präzision ins lange Ecke schiebt, wo die Pille den Innenpfosten touchiert und drin ist. 3:1! In Unterzahl! Die Szene des Spiels (vielleicht): Shinta Appelkamp läuft jubelnd zur Auslinie, erkennt den verdienten Fortuna-Fotografen Christof Wolf und klatscht sich mit ihm ab – echte Fortunen unter sich.

Und der Cheftrainer? Der war die ganze zweite Halbzeit über eher still, sprach die Spieler fast nur noch an, wenn sie spielbedingt in seine Nähe kamen. Vielleicht hatte Uwe Rösler in diesen 45 Minuten erkannt, dass die Jungs auf dem Platz ganz gut selbst klarkommen mit der Situation. Wäre ein klasse, wenn auch überfälliger Lerneffekt. Etwa so klasse wie die Umstellung von 3-5-2 aufs 4-4-2, um das ihn die Mannschaft, ähem, gebeten hatte. Das blöde Reklamieren konnte Rösler dann aber doch leider nicht lassen…

F96 vs Hannover: Hanois letzte Attacke (Foto: TD)

F96 vs Hannover: Hanois letzte Attacke (Foto: TD)

Dass Hannover nach kollektiver Bewusstlosigkeit der Abwehr nur ein paar Minuten später auf 3:2 rankam, machte die Sache dann noch einmal spannend. Jeder altgediente F95-Fan wusste, was unausweichlich kommen müsste: Erst der Ausgleich, dann in der Nachspielzeit der Siegtreffer für den Gegner – das wäre fortuna-like gewesen. Aber, nix da, das wollten die Burschen in den roten Hosen gestern einfach nicht. Und Hanoi konnte nicht, weil sie immer nur denselben Streifen spielten. Da war nicht einmal blödes Zeitspiel nötig, um dem standzuhalten. Vier Nachspielminuten gab es. Zwischendurch kam Sobottka für Morales, und in der 83. Minute durfte Adam Bodzek den leicht frustrierten Edgar Prib ersetzen. Dabei war Bodze dann einer der ersten, der die beginnende Klopperei der Hannoveraner zu spüren bekam. Zwayer hatte das unter Kontrolle, und unsere Jungs hielten mit gleicher Münze dagegen – so wird das gemacht!

Am Ende steht ein 3:2-Sieg, der auf Basis der guten Leistung der Fortunen in der zweiten Halbzeit und der durchgehend eher nicht so guten Vorstellung von 96 verdient ist. Weil die angeblichen “Aufstiegskonkurrenten” (Achtung: Spochtrepochter-Sprech!) “Federn gelassen” haben, fantasieren die üblichen bipolaren Fans schon wieder, zumal F95 jetzt (Achtung: noch ein Spochtrepochtern-Sprech!) auf “Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen” steht. Freuen wir uns doch bitte viel mehr darüber, dass eine Mannschaft, der man bisher oft mangelnde (Achtung…) “Leidenschaft” vorgeworfen hat, gestern nach dem Platzverweis das Heft in die Hand genommen und gewonnen hat.

12 Kommentare

  1. Mit Aufstieg hatte gerade die erste Halbzeit nichts zu tun. Die zweite Hälfte vielleicht eher, aber nein, dass alles wird nur reichen, wenn die anderen über uns in der Tabelle mehrfach böse patzen. Egal, mit dem Spiel der zweiten Halbzeit kann ich leben, auch wenn es zunächst noch ein weiteres Jahr geben wird.

    In zwischen gibt es auch genug Belege dafür, dass die nächste Saison wohl besser mit einem anderen Trainer angegangen werden sollte.

    Was Hartherz angeht. Ja, er war verbessert gegenüber Regensburg. Und vielleicht wollte Rösler ihm (zu Recht) auch nicht als alleinigen Sündenbock hinstellen. Aber als Kourtis spielte, konnte man einen Klassenunterschied zu Hartherz erkennen. Zugunsten Kourtis, nur um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. Jetzt sollte Kourtis auch weiter spielen. Aber vielleicht darf jaj nächste Woche wieder Krajnc ran. Ich persönlich würde mir Kourtis wünschen, wie soll der Junge sonst Spielpraxis bekommen um sich zu verbessern.

    Bei Appelkamp hätte ich auch mit einem Wechsel für Prib gerechnet. Prib war gestern eher wieder schwach, aber vielleicht hoffte Rösler auch auf einen Art Effekt im Sinne von “meinem Ex Verein zeige ich es jetzt”. Hat nicht geklappt. Erstaunlich, wie unser Spiel doch von einem 20-jährigen lebt, eigentlich zu viel für so einen jungen Kerl. Aber er kann offensichtlich damit umgehen. Mal sehen, wieviele Jahre wir was von ihm haben.

    Nun denn, harren wir der Dinge in Heidenheim.

  2. Wolfgang am

    Sieht denn niemand die Super-Strategie von unserem UR?
    Rote Karte für Harthertz; denkt man “blöd”. Aber in Wirklichkeit: genialer Plan, um Hannover auszukontern. Hätte mit 11 gegen 11 nie geklappt ( siehe 1.Hz).
    Am Ende: Sieg! Danke, UR.

  3. Deltaflake am

    Habe ich alles genau so gesehen, könnte es aber nicht so gut ausdrücken! 😉 Auch das Abklatschen Shintas mit dem Fotografen war wirklich ein Spontan-Highlight!
    Kownacki war m.E. der wichtigste Baustein für den Erfolg. Er will immer und unbedingt, wenn wir davon nur Mehrere hätten.
    Dieses Zurück-Gespiele finde ich auch total ätzend – da fehlen zur Zeit einfach die passenden Unmutsbekundungen aus dem Publikum. Da geht es hinten hin und her, dann zum Torwart und nur der (!) scheint berechtigt zu sein, weit nach vorn zu hauen – meist zum Gegner oder direkt ins Aus. Wenn man da zum Vergleich an Kiel zurück denkt, wie bei denen vor zwei Wochen die Angriffswellen immer wieder neu kamen…
    Und auch diese Einwürfe! Warum Spieler den Ball oft ins Aus gehen lassen, um dann einen Einwurf zu haben, der meist nichts bringt (außer vorn mit Danzo).
    Alles nicht zu verstehen, erst Recht wo diese Dinge jede Woche neu festellbar sind!

  4. Wenn jetzt auch bei Siegen (in Unterzahl) der Trainer angezählt wird, scheint unser Trainer nicht mehr viel Rückhalt bei den Fans zu haben. Ich bin für David Wagner aber Klaus macht das schon.

      • Nee, den von der Zweiten lassen wir besser wo er ist. Dann kommen in den nächsten Jahren noch gute Jungs nach oben. Außerdem wäre der bei Misserfolg direkt verbrannt! Wie ich Fortuna kenne, wäre der dann anschließend weg vom Fenster…

  5. MagierTom am

    Ja ein toller Sieg in Unterzahl, gut für die Moral, den wir ja mal feiern können (ohne daraus gleich wieder eine Diskussion Aufstieg aufzumachen). In diesem Bericht ist alles gut beschrieben. Einen kleinen Seitenhieb an UR kann ich mir trotzdem leider nicht verkneifen. Der normale Fußball Fan hat meist ja keine A-Lizenz …. klar. Warum man einen Hartherz (sonst vorher Kranic) einen Koutris vorzieht, erklärt sich nur dem Fußball Fachmann (obwohl der Qualität Unterschied dem Laien deutlich sichtbar wurde) und das obwohl hier 7-8 Monate Spielpraxis fehlen. Unter normalen Umständen kostet diese Entscheidung, des Trainerteams dann ja wieder 3 Punkte oder zumindest 2. Beide Gelbe Karten sind einer gewissen „Ungeschicklichkeit“ zu zuschreiben, aber eben auch der nicht vorhandenen Grundschnelligkeit, die Herr Hartherz in der Defensive auch immer vor große Probleme stellen wird.

  6. Manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass der liebe Herr Rösler seine Spieler bei der Spielvorbereitung unter der Woche ähnlich viel zutextet, wie er das während des Spiels macht. Derart viele Fehlpässe, wie in der ersten Halbzeit und auch in etlichen Spielen zuvor, geben mir das Gefühl, dass die Truppe immer gedanklich total überladen aufs Feld kommen. Und darunter leidet unser Mittefeld und unsere vermeindlich erfahrenen Spieler besonders. Die denken einfach viel zu lange, anstatt “einfach” Fußball zu spielen. Die erste Halbzeit war, wie in einigen anderen Spielen einfach schlimm anzuschauen. Dieses dämliche Hin-und Hergeschiebe des Balls in unserer Abwehrreihe und die nervigen Verzögerungen, bis wir mal einen Einwurf ausführen…einfach schrecklich!
    Den Jüngeren, wie z. B. Kastenmeier, Danso, Kownacki und vor allem Appelkamp, scheint das Gelaber des Coaches am Allerwertesten vorbei zu gehen, weil sie sich scheinbar auf sich und ihre Stärken konzentrieren.
    Oder aber ich sehe es völlig falsch und es ist genau anders herum. Sie machen genau das, was der Trainer von ihnen verlangt und wie er sie eingestellt hat. Dann ist auch verständlich, warum Herr Rösler soviel während des Spiels zu erzählen hat, da ja dann noch 7 (oder 6) Spieler bleiben, die in der Spielvorbereitung nichts kapiert haben.

  7. Ja, ich denke, es handelte sich um eine neue und spannende Variante von “Mannschaft spielt gegen Trainer” – insofern trifft deine Überschrift voll ins Schwarze.
    Rösler redet wohl am liebsten mit Leuten wie Hartherz, Karaman und Bodzeck. Die sind schön gläubig. Koutris kann kein Denglisch und ist auch sonst offenbar nicht Trainers Typ. An Appelkamp konnte er irgendwann nicht mehr vorbei, sonst hätte er den zarten Jüngling bis Spieltag 34 zu Kurzeinsätzen vergattert, damit er laaaangsam an das Niveau der 2. Liga herangeführt würde. Solche Spieler hat der Vielsprecher gar nicht verdient.

    In weit über 50 Jahren habe ich nie einen Fortuna-Trainer verachtet. Alle, auch die gescheiterten, hatten Respekt verdient. Irgendwann ist bekanntlich immer das erste Mal.

    P.S.: Auch Peterson und Pledl wünsche ich ganz schnell einen neuen Trainer, der sie nicht nur zutextet.
    Könnte sich sehr für uns lohnen.

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