Analyse · Ganz ähnlich wie gegen Osnabrück täuscht das Endergebnis eine überlegene Fortuna vor. Solange es nur 1:0 stand, schwebte immer auch der Ausgleich durch die Luft, denn die Paulianer waren offensiv so schlecht nicht, machten aber nichts aus ihren Möglichkeiten. Später waren ihnen dann die Eckzähne gezogen. Aber selbst nach dem 2:0 war der Sack noch nicht zu. Zumal es – im Gegensatz zu den letzten beiden Partien – schon auch Hühnerhaufensituationen und selbstgefährdende Rückpässe gab. Insofern fällt auch dieser Sieg zu hoch aus. Doch wir beschweren uns nicht, denn was gut für die Tordifferenz ist, ist gut für die Fortuna. [Lesezeit ca. 9 min]

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Wo wir letztens doch beim Thema „Pärchen“ waren: Gestern am Millerntor wurde ein weiteres Traumpaar geboren – Alfie (Ja, so nennen ihn die Kollegen) Morales und Cello Sobottka als Doppelsechs. Letzterer war für Ihren massiv ergebenen Berichterstatter der wahre „Mann des Spiels“, denn er legte eine tadellose Leistung auf die Wiese, sowohl defensiv als auch offensiv. Man würde sich nur wünschen, dass er noch öfter in der Zentrale mit nach vorne geht und sich noch mehr Fernschüsse zutraut. Morales lief wieder wie ein Batteriehäschen, hatte die Augen und die Füße überall und wirkte nicht selten als Regisseur.

Pauli vs F95: Die Startaufstellung (Screenshot)

Pauli vs F95: Die Startaufstellung (Screenshot)

Dabei hätte die Sache auch ganz anders abgehen können. Teile der Vierkette (Keine Namen an dieser Stelle!) kamen bisschen schläfrig auf den Platz und hatten gewisse Orientierungsprobleme. Das brachte den Braunen schon in der ersten Minute eine echte Großchance. Aber sie machen … siehe oben. Dann in der 10. Minute nochmal. Langsam rüttelte sich das Quartett ein, und das Tor von Matthias „Zimbo“ (Ja, so nennen ihn die Kollegen) Zimmermann brachte Zuversicht und Sicherheit. Die weite Flanke durch Kristoffer Peterson von ganz links auf Zimbo, der von rechts in den Sechzehner lief, war aus purem Zucker. Diese Ball zu verwandeln, war nicht schwierig, aber unser rechter Außenverteidiger netzte mit einem besonders feinen Schuss ein.

Ein bisschen Lethargie für zwischendurch

Wie neulich verfielen die Roten danach ein bisschen in Lethargie. Es wurde viel hintenrum gespielt, und das Pressing von Rouwen Hennings und Kenan Karaman wurde milder. Defensiv brannte trotzdem nichts an, gefährlich wurde es immer dann, wenn Peterson defensiv mittun sollte. So schön seine Torvorbereitung, so schwach seine Abwehrleistung – und zwar so schwach, dass Uwe Rösler ihn in der 37. Minute rausnahm und Tony Pledl brachte. Man kann und muss das als Strafe sehen, zumal es später hieß, der Schwede habe sich nicht an getroffene Absprachen gehalten und Anweisungen von der Seitenlinie schlicht ignoriert – es wird ihm eine Lehre sein.

Pauli vs F95: Cello Sobottka, Mann des Spiels (Screenshot)

Pauli vs F95: Cello Sobottka, Mann des Spiels (Screenshot)

Pledl machte es besser, nicht nur durch das konsequente Übernehmen von Defensivjobs, sondern auch durch ein viel bessere Zusammenspiel mit Luka Krajnc, der ja hinter ihm das linke Ende der Viererkette bildete. Außerdem war Tony permanent unterwegs, trieb das Spiel an und entwickelte Ideen. Dass ihm dabei nicht immer alles gelingt, weiß man ja. Komischerweise brachte seine Anwesenheit auch den guten Kenan in Schwung, der plötzlich nicht mehr nur hoch angriff, sondern auch im Mittelfeld – beinahe wie ein Achter – dazwischen ging und heiß auf Balleroberungen war.

Statistik verfolgen in Echtzeit

Nun haben manche Leser*innen Ihrem höchst Ergebenen gelegentlich vorgeworfen, er würde viel zu sehr an die Statistiken glauben. Geschenkt; er hat nur ein neues Spielzeug dieser Kategorie entdeckt. Liest man den Ticker des guten alten Kicker mit, kann man auch die sogenannten „Spieldaten“ in ihrer Entwicklung quasi in Echtzeit verfolgen, also die statistischen Werte zu Torschüssen, gelaufenen Kilometern, gelungenen Pässen und gewonnenen Zweikämpfen. Gestern konnte man so unmittelbar beobachten, wie sich die Passivität zwischen der 20. und 35. Minute auf die Quoten auswirkte – plötzlich lag Pauli überall vorn. Wie die Jungs mit dem F95 auf der Brust das Ding wieder an sich rissen, bildete sich in dieser Statistik ebenfalls ab. Man kann so den eigenen subjektiven Eindruck ganz gut, zumindest ein bisschen, objektivieren.

Pauli vs F95: Luka Krajnc, eine solide Leistung (Screenshot)

Pauli vs F95: Luka Krajnc, eine solide Leistung (Screenshot)

Weil unsere Bibi Steinhaus in der Kölner Grotte am Fernseher hockte, mussten wir Anhänger der glorreichen Diva uns wenig Sorgen machen, dass die VARs mal wieder schlimm gegen die Fortuna entscheiden würden. Weil zudem Robert Schröder den unparteiischen Spielleiter mit großer Ruhe, maximaler Gerechtigkeit und sehr wenigen Fehlentscheidungen gab, blieben irgendwelche blöden Elfer und Platzverweise gegen die Roten aus. Falsch lag Schröder lediglich mit seiner in der 78. Minute zunächst verteilten roten Karte gegen den FCSP-Keeper, der weit draußen in den Zweikampf mit Dawid Kownacki ging und diesen dabei von den Stelzen holte. Tatsächlich hatte der Tormann aber den Ball gespielt, sodass ein Platzverweise – Bibi hat das so empfohlen – fehl am Platz gewesen wäre. Ein Foul war’s trotzdem, weil der Torwart beim Grätschen dann noch den Fuß hochzog.

VARs so subjektiv wie Schiris auf dem Platz

Den Verschwörungsmystikern, die nun meinen, ja, aber gegen die Fortuna wäre das bestimmt eine rote Karte geworden, sei gesagt: Man kann Fußball auch ohne rotweiße Brille konsumieren, und gerade die kölschen Grottenolme haben in der laufenden Saison nicht nur unser Team benachteiligt, in der Summe nicht einmal öfter als die anderen Mannschaften. Und das zeigt wieder und immer mehr, dass die ganze Konstruktion des Videobeweises nicht funktioniert; zumal (siehe Bibi) die Korrektheit der VAR-Eingriffe im selben Maß von der Person abhängt, die im Keller TV glotzt wie die Gerechtigkeit des Referees auf dem Platz.

Pauli vs F95: Knipser Hennings vor dem Spiel (Screenshot)

Pauli vs F95: Knipser Hennings vor dem Spiel (Screenshot)

Und um noch mehr Positives abzusondern: Wer das Geisterspiel auf dem Bezahlsender Sky verzehrte, kam nicht umhin, dem Kommentator Hansi Küpper ein großes Lob zu zollen. Erstens hat der Mann richtig Ahnung, zweitens kommentiert er absolut ausgewogen und drittens quält der die Tonspur nicht mit dem ständigen Zitieren irgendwelcher bescheuerter Statistiken. Bei aller Medienschelte, die Ihrem Ergebenen bisweilen unterläuft, muss auch das mal aufgeschrieben werden.

Shinta beindruckt immer mehr

Bei den Pärchen waren wir. Also reden wir kurz über Andre Hoffmann und Kevin Danso (Haben die eigentlich keine Spitznamen?), die sich immer besser als Duo einspielen, ohne sich – wie anfangs der Saison – zu streiten, wer denn nun der Chef sei. Vielleicht sollten die beiden auf dem Platz aber doch auch ein bisschen mehr miteinander sprechen, das könnte die Sache noch besser machen. Ein Traumduo fehlte, weil die Coaches dem Eddie Prib ein wenig Pause verordnet hatten, sodass er Shinta Appelkamp nicht unterstützen konnte. Der blieb so auch über weite Strecken unsichtbar, was seine Leistung nicht schmälern soll. Beindruckend, wie der Jungspund immer selbstbewusster in Zweikämpfe geht und sich auch Torschüsse zutraut – der hat das Ende seiner persönlichen Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Allerdings war eine vertikale Kooperation zwischen ihm und Zimbo so gut wie gar nicht zu sehen.

Pauli vs F95: Eddie Prib und sein Torschuss (Screenshot)

Pauli vs F95: Eddie Prib und sein Torschuss (Screenshot)

Bei dieser Schilderung wird schon deutlich, dass es sich längst nicht um ein simples 4-4-2 handelt, was Cheftrainer Rösler da spielen lässt; man könnte es eher als 4-2-2-2 sehen, was ja auch ziemlich modern ist, denn viele europäische Spitzenmannschaft, deren Coaches noch an die Viererkette glauben, bauen solche Systeme mit Doppelsechsern und Doppelachtern sowie zwei echten Spitzen. Der große Leidtragende der funktionierenden Vierkette ist am Ende, und das kann einem richtig leidtun, Christoph Klarer, der eben als Innenverteidiger geführt wird und nur dann zum Starteinsatz käme, wenn sich Hoffmann oder Danso (was der Fußballgott verhindern möge) verletzten oder doch wieder mit Dreierkette gespielt würde.

Bodze als Pensionär in spe

Zwei Leidtragende der sensationellen Doppelsechs gibt es auch: Adam „Bodze“ Bodzek und Jakub „Kuba“ Piotrowski, wobei Ersterer das ganz gut verschmerzen kann und möglicherweise langsam in die Pensionärsrolle diffundiert, die in der vergangenen Saison Olli Fink bekleidet hat. Für Kuba könnte es so schwierig werden wie für Klarer, und auch in diesem Fall wäre das sehr, sehr schade. Auch er würde vermutlich von einer Systemumstellung auf ein 3-5-2 profitieren. Nur, weshalb sollten die Trainer das System umstellen, wo es so doch ziemlich gut läuft?

Pauli vs F95: Zimbos Tor zum 1:0 (Screenshot)

Pauli vs F95: Zimbos Tor zum 1:0 (Screenshot)

Nun sehen ja viele den Matthias Zimmermann als „Man of the Match“, diesen Titel hätte er sich als Torvorbereiter und -schütze auch redlich verdient … wenn nur das zählte, um MVP zu werden. Bei Licht betrachtet zeigte seine Vorstellung auch Schatten. Im Halbdunkeln liegt vor allem sein Scheuklappenstil, der zum Beispiel bewirkt, dass er nie (ja, nie!) einen Blick auf die andere Spielfeldhälfte wirft und niemals einen Seitenwechsel per Horizontalpass auslösen würde. So wirkt sein Spiel immer ein bisschen schematisch – was so lange nicht stört, solange er a) keine Defensivfehler macht, b) Tore vorbereitet und c) Tore schießt.

Der altmodische Hennings

Kommen wir zum 2:0 in der 64. Minute, das die Anwesenheit eines gewissen R. Hennings vollumfänglich rechtfertigte. Irgendwie hatten die Paulis den vergessen und/oder übersehen. Außerdem ließen sie Zimbo genau die Art Flanke schlagen, die er am besten kann. Und dann hält der gute Rouwen seine Rübe hin und macht das, was ein Knipser zu machen hat: er netzt ein. Ihr Ergebener ist immer ein bisschen schwankend, was diesen Hennings angeht; jedes Mal, wenn der einen Ball nicht bekommt, um zu knipsen, nehmen seine Bemühungen realsatirische Züge an. Nein, dribbeln kann er nicht, flanken auch nicht, und beim Passspiel ist er auch mehr so na-ja. Immerhin führt sein Pressing an guten Tagen zu vielen hübschen Balleroberungen, und im Gegnerischen-Tormann-nervös-Machen kriegt er immer eine glatte Eins. Das ist irgendwie so altmodisch… Aber, wenn’s hilft wollen wir uns nicht beschweren.

Pauli vs F95: Trainer Rösler ganz zufrieden (Screenshot)

Pauli vs F95: Trainer Rösler ganz zufrieden (Screenshot)

Wobei man gestern ab der 71. Minute sehen konnte, wie ein moderner Mittelstürmer das löst. Da kam Dawid Kownacki für Hennings, und der macht das ganz, ganz anders, aber potenziell nicht weniger effizient. Ihrem Ergebenen scheint, dass der gute Dawid umso besser wird, je mehr Einsatzzeit er kriegt. Auch der kann pressen, auch der kann Balleroberungen in schier aussichtslosen Situationen schaffen, auch der kann knipsen. Sensationell aber das Zusammenspiel mit Eddie Prib beim Konter, der in der 93. Minute zum 3:0 führte – Prädikat: gedankenschnell. Sagen wir so: Es ist doch toll, wenn man einen solchen modernen Stürmer im Kader hat – nur für den Fall und demnächst auch wieder von Beginn an.

Unser Kader: breit und stark

Überhaupt zeigt sich jetzt, dass der Kader nicht nur breit, sondern auch stark ist. Die Lästermäuler, die Sportvorstand Uwe Klein für sein Tun im Sommer beschimpft haben, sollen jetzt aber mal ganz schnell auf der stillen Treppe verschwinden und sich was schämen. Wenn sich jetzt auch noch Leonardo Koutris so gut macht wie Danso, Krajnc und Prib, ist bewiesen und belegt, dass die Kaderplanung sich nicht an der Resterampe bedient hat. Übrigens: Der viel gescholtene Florian Hartherz hat gestern bei der Zwoten ebenfalls eine glänzende Partie samt Torerfolg hingelegt. Nicht ganz so gut sieht die Bilanz inzwischen für den Ex-Sportvorstand Lutz Pfannenstiel aus; jetzt, da Tekpetey und Ampomah fott sind, steht auf seiner Pluspunktliste eigentlich nur noch Flo Kastenmeier…

Pauli vs F95: Gab's auch - Gefahr vor Flos Tor (Screenshot)

Pauli vs F95: Gab’s auch – Gefahr vor Flos Tor (Screenshot)

Apropos: Einer der „Experten“ im Umfeld Ihres Ergebenen witzelte gestern, eigentlich spiele die Fortuna ja mit einer Fünferkette, denn Flo wäre ja auch immer anspielbar und täte bisweilen mehr für die Spieleröffnung als die vier Verteidiger. Auch wenn einem manchmal angesichts des Risikos, das er als Keeper eingeht, der Atem stockt – so spielen moderne Torleute, so und nicht anders.

Und wir holen den Pokal, halleluja…

Die Älteren unter den TD-Leserinnen und -Lesern wissen ja, dass der sehr Ergebene in Bezug auf den DFB-Pokal eine ziemlich Macke hat. Die drückt sich dadurch aus, dass ihm Jahr für Jahr der Wettbewerb um den Pott wichtiger ist als irgendwelche Auf- oder Abstiege. Denn: Nur einmal noch in seinem Leben möchte er ein Pokalfinale – am liebsten in Berlin – erleben, an dem die glorreiche Fortuna teilnimmt. Die muss dann nicht einmal gewinnen so wie 1979 und 1980, nur mitmachen. Und das geht nur, wenn sie diese lästigen ersten und zweiten Runden, Achtel-, Viertel- und Halbfinale übersteht.

Am kommenden Mittwoch steht ein Pokalspiel besonderer Güte an: Fortuna Düsseldorf trifft an der Hafenstraße auf Rot-Weiss Essen. Und obwohl wir gern skandieren „Rot-Weiss Essen: F***en und vergessen!“ und es im klassischen Wechselgesang heißt „Wir hassen Köln und RWE!“, fehlen uns die Burschen als Gegner in der Liga. Immerhin durften wir am 9. August 2015 schon einmal zu denen, um sie aus dem Wettbewerb zu schmeißen. Heute ist der RWE unangefochtener Tabellenführer der Regionalliga West und dürfte am Ende der Saison in die dritte Liga aufsteigen, da ist die zweite Liga dann nicht mehr weit weg. Blöd nur, dass sich F95 bis dahin in der erste Bundesliga etabliert haben dürfte…

4 Kommentare

  1. Deltaflake am

    Zwei Dinge nervten trotz des guten Spiels. Bis – der – Hansi – Küpper – von – Sky – mal – einen – Satz – fertig – hat. Warum benötigt er so viele Lufthol-Pausen?
    Und dann dieses ewige Nach-Hinten-Spielen, was leider mittlerweile fast alle Mannschaften machen. Da ist man am gegnerischen Strafraum und 10 Sekunden später wieder hinten beim Kastenmeier. Und das immer wieder! Was soll das? Warum nicht mal ein weiter Pass à la Hummels nach vorn? Der Spielaufbau verläuft immer gleich: André Hoffmann schießt so lange hinten quer und zurück, bis Zimbo rechts so frei steht, dass er übernehmen muss. Darauf hat sich der Gegner dann irgendwann so massiv eingestellt, dass der Ball an der Mittellinie verloren geht. Wie kann modernes Spiel in 2020 so schematisch ablaufen?

  2. Großes Sonderlob für Morales und Sobottka, jawoll Scheffe! Ich habe „Alfie“ noch nie so gut gesehen und Sobottka muss man wie Kownacki nur Spielzeit und Vertrauen geben, die werden immer noch besser.
    Da hat der sehr Ergebene so was von Recht! Kownacki ist ein schlafender Riese; über den habe ich auch oft den Kopf geschüttelt, zugegeben. Und wenn dann erst der Koutris … Dann können wir bald wieder alles 😉

  3. Zitat: Bei den Pärchen waren wir. Also reden wir kurz über Andre Hoffmann und Kevin Danso (Haben die eigentlich keine Spitznamen?), …

    —> AnKe

  4. … jetzt muss nur noch aus dem momentanen Zwischenhoch ein richitger Lauf werden.

    Der derzeitige Punkteschnitt von 1,77 würde am Ende 60 Punkte verheissen. Damit ist man voll in der Verlosung.

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