Analyse · Welch ein Unterschied! Das Hinspiel, das Ende September 2020 um die 7.000 Fans live im Stadion verfolgen durften, war eine mühevolle Angelegenheit. Der verfügbare Kader war klein, noch nichts hatte sich eingespielt. Und jetzt? Ein Fortuna-Team mit feinen Spielern, eine betonfeste Defensive, kreative Burschen im Mittefeld und eine eingespielte Truppe. Die Kickers unter Magath doktern dagegen weiter rum und haben im Wintertransfertürchen gleich vier neue Mitarbeiter geholt. Sofern die auf dem Rasen stehen, wird es noch weniger Automatismen geben. Mit einem Kurzsatz: Fortuna Düsseldorf heute ist im Franggenland so was von Favorit. [Lesezeit ca. 3 min]

So wie kürzlich auch in Braunschweig – das dortige 0:0 sollte Warnung genug sein. Nun ist W’burg nicht B’schweig, also keine Betonmischmaschine. Wenn’s auch nur halbwegs geht, versuchen sie immer offensiv was zu reißen. Trotzdem werden unsere Rotweißen das Spiel machen müssen.

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Der Matchplan

Und da plädiert Ihr stark ergebene Fortuna-Beobachter für die Device “Volles Rohr!” Also, Attacke von Anpfiff an. Schnelle Balleroberungen, schnelle Steilpässe, schnelle Flankenläufe, überhaupt: Schnell im Denken und Handeln sein. Die Voraussetzungen dafür sind da. Auch wenn es eine Binsenweisheit ist: Ein schnelles erstes Tor für unsere Jungs wäre da schon die halbe Miete in Richtung Auswärtssieg. Was bedeutet, dass die fortunistische Defensive trotz Viererkettenkonstruktion oft als Dreierkette operieren sollte, indem jeweils einer der beiden Außenverteidiger weit nach vorne geht und die Mittefeldaußen zu echten Stürmern werden.

Das System und die Startaufstellung

Nun meinen die meisten Experten ja, ein bewährtes System solle man um Fußballhimmelswillen nicht ändern, wenn man dazu nicht gezwungen wird. Dieses statische Denken ist unseres Trainerteams Sache nicht – das hat man in der zweiten Halbzeit gegen den HSV gesehen, wo mal eben auf 4-3-3 umgestellt wurde. Diese hochoffensive Konstellation gefällt Ihrem Ergebenen so gut, dass er sie heute als Startsystem empfiehlt. Die 3 vorne legt schon fest, welche Spitzen ranmüssen – alle drei nämlich. Das Trio aus Rouwen Hennings, Dawid Kownacki und Kenan Karaman würde dabei nie als flache Kette agieren, sondern immer mit Dawid oder Kenan als hängende Spitze, quasi als Zehner.

Noch mehr Flexibilität ergibt sich, wenn die defensive Viererkette abwechselnd zur Dreierkette mutiert, weil – siehe oben – einer der beiden AV vorrückt. Und da würde der Ergebene auf links doch lieber Leon Koutris sehen als Luka Krajnc (der im Zuge der Rotation auch ein Päuschen gebrauchen kann). Dass im Mittelfeld die wieder genesenen Eddie Prib und Felix Klaus gebraucht werden, steht außer Frage. Beim skizzierten Matchplan spricht vieles für Cello Sobottka anstelle von Alfie Morales (der im Zuge der Rotation auch ein Päuschen gebrauchen kann): a) weil der zur Motivation mal wieder einen Starteinsatz braucht und b) weil er sowohl als defensive Absicherung als auch als Mit-nach-vorne-Geher eine gute Figur macht.

Bleibt nur die Frage, ob der Rest der Viererkette so spielen soll wie immer. Klar, Kevin Danso ist dermaßen gesetzt… Auch auf Zimbo Zimmermann kann man in seiner aktuellen Form kaum verzichten. Möglich beziehungsweise denkbar wäre dagegen, Christoph Klarer anstelle von Andre Hoffmann (der im Zuge der Rotation auch ein Päuschen gebrauchen kann) beginnen zu lassen: a) weil der zur Motivation mal wieder einen Starteinsatz braucht und b) weil er bei seinen bisherigen Einsätzen immer eine gute Figur gemacht hat.

So könnte ein 4-3-3 gegen Würzburg aussehen

Der Tipp

Ihr Ihnen von Herzen Ergebener ist sich ziemlich sicher, dass heute Abend im Stadion mit dem bescheuerten Namen “Flyeralarm-Arena” nichts schiefgehen wird. Ja, er glaubt sogar, dass es wieder einmal ein Shutout für Flo Kastenmeier geben wird. Sodass sich nur die Frage stellt, wie viele Buden die Fortuna machen wird -sammerma: 3. Einziger Unsicherheitsfaktor könnte das Schiri-Team werden. Während man vorm Spielleiter Markus Schmidt keine Angst haben muss, sitzt mit dem Dingert einer in der Kölner Gruft, der uns im ersten Spiel in Hamburg diesen absurden Elfer beschert hat. Hoffen wir, dass es keine Situation geben wird, die das Eingreifen der Videoglotzer erfordert.

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