Bericht · In der Nacht vom 13. auf den 14. Juli 2021 kam es in Nordrhein-Westfalen zu extremen Starkregensituationen. Betroffen davon auch der Düsseldorfer Osten und die angrenzenden Orte Erkrath, Hilden und Haan. Teilweise fiel innerhalb von vier Stunden so viel Regen pro Quadratmeter wie sonst in einem ganzen Juli. Und das Wasser muss ja irgendwo hin. Weil es immer zu Tal fließt, strebten die Ströme den Rhein an. Und zwar über die bekannten Zuflüsse: vor allem also die südliche und nördliche Düssel, der Kittelbach und die Itter. Die Bäche konnten die Mengen nicht aufnehmen und schwollen an. Die nördliche Düssel erreichte laut der Stadtentwässerungsbetriebe am Nachmittag des 14. Juli 2021 eine neue Rekordhöhe von 2,65 Meter. [Lesezeit ca. 2 min]

Zum Vergleich: Ab 1,70 Meter geht eine Warnung an die Mitarbeiter der Stadtentwässerungsbetriebe raus. Der bisher höchste je gemessene Pegel lag am 10. August 2007 bei 2,16 Meter; er wurde heute Nachmittag um fast 50 Zentimeter übertroffen. Gemessen wird der Pegel etwa auf Höhe der Dreherstraße. Laut offizieller Angaben liegt dort die Oberkante der Böschung bei 2,85 Meter – es bleiben also nur noch 30 Zentimeter bis die Düssel hier über die Ufer tritt.

14. Juli 2021: Evakuierungsgebiet beim Düssel-Hochwasser am Ostpark (Screenshot Feuerwehr Düsseldorf)

14. Juli 2021: Evakuierungsgebiet beim Düssel-Hochwasser am Ostpark (Screenshot Feuerwehr Düsseldorf)

Im Ostpark-Viertel, das südwestlich der nördlichen Düssel liegt, verteidigen zur Zeit Feuerwehrleute den Deich durch Erhöhung und Verstärkung mit Sandsäcken, das Viertel wird zur Zeit evakuiert. Es steht aktuell zu befürchten, dass weitere Starkregenfälle am Abend und in der Nacht beide Arme der Düssel, den Kittelbach und die Itter weiter anschwellen lassen.

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