Filmquiz: [Gelöst] Ein rheinischer Nebendarsteller

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Wir suchen einen Mann mit einer unglaublichen langen Filmografie, die bereits 1923 beginnt. Ein Kerl mit einer markanten Stimme, der zwar weder in Düsseldorf geboren wurde, noch dort gestorben ist, aber überall in Deutschland mit dem schönsten Städtchen am Rhein verbunden wird. Dieser Schauspieler überlebte seine schwerste Zeit auf der Bühne unter der Leitung eines der größten Theatermachers überhaupt. War aber auch als Regisseur tätig. Unter anderem ist ihm die erste Verfilmung einer speziellen Komödie zu verdanken, an die man sich auch heute noch in unserer Stadt gern und immer wieder erinnert – zum Beispiel bei einer bestimmte Art mediterraner Ernährung.

Hör’s dir an in der Soundcloud

1. Wie heißt der Regisseur und Schauspieler: Paul Henckels
2. Wie heißt die Komödie: Schneider Wibbel
3. Was hat das alles mit Killepitsch zu tun: siehe Kommentar unten

Das Verrückte am rheinischen Akzent dieses großen Schauspielers ist, dass er tatsächlich am ehesten nach Düsseldorf gehörte, obwohl in Hürth bei Köln geboren. Und am Düsseldorfer Schauspielhaus, wo er zu Beginn seiner Karriere tätig war, mochte man das Rheinische damals überhaupt nicht. So konnte er den Tonfall am ehesten im Film nutzen, wo er Dutzende Nebenrolle spielte, immer sehr er selbst, immer mit einem Schuss Komik und immer schauspielerisch perfekt. Natürlich hat ihn vor allem die Rolle als Bömmel in der Feuerzangenbowle berühmt gemacht, die er selbst übrigens auch sehr mochte. Die Schote vom Schneider Wibbel hat Henckels während seiner Düsseldorfer Zeit vom Heimatdichter Müller-Schlösser persönlich. Als Regisseur und Produzent realisierte er die erste und werktreueste Verfilmung des Theaterstücks – die leider so gut wie nie irgendwo zu sehen ist. Und da haben wir die Verbindung: Der Wibbbel-Dichter und der Schnapsfabrikant Willi Busch haben den Killepitsch im Bunker angezettelt: „Ech sach dech bloß ens, Hans, koome meer he heil erus, dat se ons nit kille, dann brau ech dech ö Schabäuke, do kannste de Zong noh lecke, dann dommer eene pitsche on dä kannste dann von mech us Killepitsch nenne!“ Und so schmeckt der hochprozentige Kräuterlikör auch.

Unter allen Leserinnen und Lesern, die einen Lösungsvorschlag per Kommentar vor Sonntag, 03.05.2015 um 17:00 hier einreichen, wird der Hauptpreis verlost. Der Hauptpreis ist dieses Mal ein Glas Uerige Alt getrunken draußen am „Rondell“ am Uerige. Und das ist ganz nah an einem Ort, der in diesem Rätsel eine wichtige Rolle spielt. Trotzdem ist der Rechtsweg ganz und gar ausgeschlossen. Und der Gewinner ist der Leser mosterpoettche, der sich wegen Terminabsprache melden möge.

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5 Kommentare

  1. The Hamburger am

    „Nix för onjot“ – das war bestimmt sein Lebensmotto. Es kann sich eigentlich nur um den Mann aus der Feuerzangenbowle handeln:
    Paul Henckels. Seit 23`im Schauspiel-Filmgeschäft.
    War in Berlin unter Gründgens als Schauspieler tätig und erklärte uns als Professor Bömmel die Welt – „Wat is en Dampfmaschin? Da stelle mer uns mal janz dumm …!“
    Aber Killepitsch??? Das war doch eigentlich uns „Schneider Wibbel“-Autor Hans Müller-Schlösser.

  2. The Hamburger am

    Also nochmal:
    Paul Henckels
    Schneider Wibbel (1930 verfilmt)
    Weil ja in der Schneider Wibbel Gasse uns Henckels
    auf die Passanten niederschaut und schwupp di wupp is man ja schon beim Killepitsch.

  3. mostertpoettchen am

    Ergänzung zu 3.
    Der Name entstand im Zweiten Weltkrieg in einem Luftschutzbunker im Gespräch zwischen Hans Müller-Schlösser, dem Schöpfer von „Schneider Wibbel“, und Willi Busch, bei dem Busch angeblich gesagt hat:

    Ech sach dech bloß ens Hans, koome meer he heil erus, dat se ons nit kille, dann brau ech dech ö Schabäuke, do kannste de Zong noh lecke, dann dommer eene pitsche on dä kannste dann von mech us Killepitsch nenne!
    (Quelle WIKIPEDIA)

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