4 Einsendungen, 3 richtige Lösungen

Rätsel· Zugegeben, dieses Rätsel ist wirklich sehr, sehr schwierig. Deshalb gibt es für richtige Lösungen auch dieses Mal wieder die doppelte Punktzahl. Nicht ganz unerwartet mache ich mir regelmäßig einen Spaß daraus, die Erwähnung unserer schönsten Stadt am Rhein in den Erzeugnissen der Unterhaltungsindustrie zu finden. Beim Tarantino-Streifen „Django Unchained“ ist das auch einfach, weil der Dr. Schultz halt ein Düsseldorfer ist. Aber kürzlich ist mir der Ortsname „Düsseldorf“ in einem Film untergekommen, in dem ich das nicht erwartet habe. Zumal diese Erwähnung offensichtlich auf der typisch amerikanischen Blindheit für die europäische Geografie beruht. Der Protagonist schreibt in einem Brief an seine Mutter, er habe in Düsseldorf eine riesige Kalksteinkathedrale gesehen, in die Tausende Menschen passen. Vermutlich war aber datt Kapellschen im ehemaligen Truppenbordell der Römer gemeint. Jedenfalls kommt in diesem Film explizit der Name „Düsseldorf“ vor. Kleiner Tipp: In dem Streifen geht es um einen berühmten US-Musiker. [Lesezeit ca. 2 min]

Frage: Wie heißt der Film: Walk the Line

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Okay, war nicht einfach. Vier Einsendungen, drei richtige Lösungen. Erneut muss sich der Rätselonkel für eine Ungenauigkeit entschuldigen. Im gesuchten Film steht die Anspielung nicht in einem Brief an Johnnys Mutter, sondern sie fällt bei einem Telefonat mit seiner zukünftigen ersten Gattin Vivien. In der Autobiografie wird zwar die riesige Kathedrale erwähnt, nicht aber Düsseldorf, und zwar in einem Brief an ebendiese Vivien. Sorry für die Verwirrung!

Die Textzeile im Film lautet (hier die Quelle – dort einfach „Düsseldorf“ als Suchwort eingeben) „I saw this church in Dusseldorf….. made of limestone, big as a train station.“

Eigentlich handelt es sich bei diesem Film um die Liebesgeschichte zwischen Johnny Cash und June Carter, die jahrelang umeinander herumtanzen, bevor sie sich kriegen. Aber gleichzeitig deutet sich das persönliche Drama des “Man in Black” an, der dank seiner Tablettensucht jahrelang von der Bühne verschwand und erst durch das geniale, von Rick Rubin produzierte Album “American Rcordings” Mitte der Neunzigerjahre wieder aus der Versenkung auftauchte. Wenn man dem Film eines vorwerfen kann, dass er mit Orten und Zeiten schlampig umgeht – was eben auch an der Erwähnung von Düsseldorf ablesbar ist. Tatsächlich war Cash in Landsberg am Lech stationiert und hat in den anderthalb Jahren in Deutschland genau zwei Reisen unternommen, eine davon könnte ihn ins Rheinland gebracht haben. Aber da es in Düsseldorf bekanntlich keine Kathedrale gibt, wird der Drehbuchautor einfach diesen für Amis faszinierenden Ortsnamen verwendet haben… Gemeint sein könnte aber der Kölner Dom, der bekanntlich nichts anderes ist als eine Bahnhofskapelle ohne Uhr, aber verdammt groß.

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