Nach langer Zeit mal wieder ein nur halbwegs gelöstes Rätsel…

Wenn nur fünf treue Rätsel:freundinnen mitmachen und nur einer davon die gesuchte Lösung zumindest erwähnt, dann war die Frage zu schwer oder ungenau formuliert. Ihr/Euer Rätselonkel hat lange darüber nachgedacht und überlegt, was er falsch gemacht hat. Und kommt zu dem Schluss: eigentlich nichts.

Denn das war die Frage:

Ja, Düsseldorf ist auch ein Magnet für Touristen aus aller Welt. Das merkt man immer, wenn man zu Fuß in der Nähe von Sehenswürdigkeiten unterwegs ist und dem bunten Sprachengemisch der Menschen lauscht. Immer wieder schön ist es auch, die Gäste aus allen Teilen der Erde beim Verzehr ungewohnter Speisen und beim Trinken des ersten Altbiers zu erleben. Natürlich wird auch ordentlich fotografiert. Eines der Lieblingsmotive ist natürlich das Reiterstandbild unseres Jan Wellem auf dem Marktplatz – aber nach dem frage ich nicht. Es gibt ein anderes Kunstwerk im öffentlichen Raum, vor dem man fast jeden Tag Nicht-Düsseldorfer:innen sehen kann, die es mit ihren Smartphones und Kameras ablichten. Aber auch Dutzende von Profis haben das schon getan, sodass man Fotos von diesem Kunstwerk auf allen Fotoplattformen, die Bilderlizenzen zu mehr oder weniger drastischen Preisen anbieten, findet; dann gilt ein Foto dieses Motivs in aller Regel als Symbolbild.

Frage: Welches Kunstwerk im öffentlichen Raum in Düsseldorf ist gemeint?

Es geht also nicht um irgendeine Sehenswürdigkeit oder ein Gebäude in der Stadt, sondern um ein Kunstwerk, also um ein Artefakt oder eine Installation, geschaffen von einem:r Künstler:in mit dem Willen, Kunst im öffentlichen Raum zu zeigen. Tatsächlich gibt es ein mehrbändiges Buch, in dem – wenn ich nicht irre – beinahe 1.000 Kunstwerke im öffentlichen Raum in Düsseldorf gezeigt und/oder beschrieben werden. Dazu zählen natürlich die ganzen ollen Deknmäler, die Skulpturen von Bert Gerresheim und zum Beispiel die „Streitenden“ an der Ecke Mittel-/Grabenstraße.

Mehrfach genannt wurde die Installation „Rivertime“ von Hermann-Josef Kuhna am Burgplatz, die sicher auch sehr, sehr oft von Touristen geknipst wird. Aber dieser schönen Arbeit fehlt ein Merkmal, das in der Frage genannt wurde: In den einschlägigen Fotoplattformen findet man es so gut wie nie, und wenn, dann handelt es sich nicht um ein Symbolbild, also ein Bild, dass symbolhaft für einen abstrakten Begriff steht.

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Das ist beim gesuchten Kunstwerk ganz anders: Man findet es hundertfach zum Stichwort „Zeit“ auf den Fotoplattformen. „Zeitfeld“ heißt Klaus Rinkes Arbeit, die 1986, ein Jahr vor Eröffnung der Bundesgartenschau, installiert wurde. Sie besteht aus 24 identischen Bahnhofsuhren auf identischen Säulen, die (wenn nichts kaputt ist) alle die identische Zeit zeigen, sowie einer in den Boden eingelassenen Steintafel mit der Inschrift „Zeitfeld / Alles hat seine Zeit / Ach du Liebezeit / Klaus Rinke 1986“.

An diesem Ort kann man wirklich ständig Gäste der Stadt sehen, die ein Foto vom Zeitfeld machen – manche knipsen den:die Liebste:n vor der Uhren, manche probieren Selfies mit möglichst vielen Zifferblättern und andere wollen einfach ein tolles Foto machen. Übrigens überqueren nicht wenige dann den Hennekamp, um auch ein Foto von der bunten Nessi am TuRU-Platz auzunehmen, dieser Skulptur aus Abluftröhren, von der keiner sicher weiß, ob sie als Kunstwerk gemeint ist.

2 Kommentare

  1. Tja, das Hauptproblem ist eigentlich, dass die Lösung bis zum 22.07. eingehen und am 25.07. präsentiert werden sollte.
    Das wäre in ziemlich genau einer Woche.
    Jetzt brauche ich mir die einschlägigen Fotodatenbanken auch nicht mehr ansehen. 😉

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