Düsselquiz: [Gelöst] Nä, watt iss datt än hässliche Kirch…

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Alte Fotos faszinieren euren ergebenen Rätselonkel, besonders solche, auf denen Teile von Düsseldorf vor vielen, vielen Jahren zu sehen sind. Dieses hier zeigt einen Blick von St. Lambertus über den Hafen Richtung Süden im Jahr 1901. Rechts ist das „Düsselschlößchen“ zu sehen, ein schlimm historisierter Bau aus dem Jahr 1900, er als Ausflugslokal und Tanzschuppen diente und heute restlos verschwunden ist. Ungefähr da begann das Hafengebiet, dass sie das ganze Untere Rheinwerft entlang bis dahin zog, wo heute der Medienhafen ist. Kaum wiederzuerkennen, die schönste Stadt am Rhein. Das gilt auch für einzelne Gebäude. Zum Beispiel die Kirche, die im Hintergrund leicht links von der Mitte zu sehen ist und mit einer handschriftlichen „41“ bezeichnet ist. Trotzdem sollte jede/r, der/die Düsseldorf kennt und/oder mag oder in der Ferne an Düsseldorf denkt, wissen oder ahnen, welche Kirche das ist.

1. Wie heißt die Kirche mit der Nr. 41: Martinskirche

Das Foto ist – wie der Leser Matze schon schrieb – aus dem Konvolut der alten Aufnahmen von Julius Söhn, die duesseldorf.de in der Bilddokumentation zeigt. Hat man diese Quelle gefunden, ist es einfach, weil es dort eine Legende zu den Nummern auf dem Foto gibt. Ohne die Nummerierung ist es nicht einfach, weil die Martinskirche (im Volksmund nur „Bilker Kirche“) 1901 noch einen spitzen Turmhelm hatte. Auf St. Peter am Kirchplatz zu tippen, ist so verkehrt also nicht, weil die Blickrichtung vom Schlossturm aus auch nachvollziehbar wäre. Die Martinskirche, wie sie auf dem Foto zu sehen ist, wurde erst 1893 als Ersatz für den zu klein gewordenen „Bilker Dom“ (eigentlich: Alt St. Martin) im neugotischen Stil errichtet. Nachdem sie den Krieg beschädigt überstanden hatte, ließ der NS-Gauleiter des Grauens, Florian Klein, sie im März 1945 sprengen – dies als Teil einer Verbrannte-Erde-Strategie, die am Ende von den Helden des 16. April aufgehalten wurde. Warum man aber dann 1952/53 an ihrer Stelle diesen fürchterlichen Fettklops im Basilikastil errichtete, ist genauso schwer nachvollziehbar.


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Unter allen Leserinnen und Lesern, die bis einschließlich Montag, 20.04.2015, 17:00 eine sinnvolle Lösung per Kommentar eingerichtet haben, wird der Hauptpreis verlost. Dieses Mal handelt es sich um eine Ansichstkarte, auf der die Kirche so zu sehen ist, wie sie heute aussieht. Ermittel wird die/der GewinnerIn mit dem bewährten Excel-Zufallsgenerator. Nicht nur deswegen ist der Rechstweg völlig ausgeschlossen. Und der Gewinner ist: mosterpöttchen (bitte per Kontaktformular melden wegen der Zustellung des Gewinns).

Übrigens: Die Bildquelle wird erst nach Lösung des Rätsels verraten, weil die einen entscheidenden Hinweise gäbe…

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