…du hast viel mehr Besucher verdient als es bisher zu dir in den Norden der Stadt geschafft haben. Nun bin ich nicht so der große Kirmesgänger, auch, weil mir die meisten Fahrgeschäfte Angst machen, aber was die Schausteller, angeführt von Oscar Bruch jr., da auf den Freiflächen der Messe auf die Beine gestellt haben, ist beeindruckend. Das beginnt mit dem durch die Corona-Bedingungen diktierten Konzept und hört bei der liebevollen Betreuung der Gäste nicht auf.

Klar, das Düsselland ist nur ein schwacher Ersatz für die Große Kirmes am Rhein. Aber, wär dieses gigantische Volksfest wegen der schwierigen Anfahrt und der teils wahnwitzigen Drängeleien eher meidet, ist im Düsselland bestens aufgehoben. Für Kirmes-Fans, die es auf die Stümmung in den Bierzelten abgesehen haben, ist der Pop-Up-Freizeitpark eher nichts. Dafür aber für die Menschen, die es lieben, sich auf der Wildwasserbahn, auf Achterbahnen und diversen Karussells durchschütteln zu lassen oder eine Runde auf dem Riesenrad zu drehen. Denn das ist im Düsselland deutlich komfortabler, allein schon, weil sich vor den Fahrgeschäften keine Massen auf den Füßen stehen. Leider darf auf dieser temporären Kirmes kein Bier ausgeschenkt werden, dafür aber finden sich all die Leckereien, die für viele den besonderen Genuss der Kirmes ausmachen.

Dass der Aufbau und Betrieb eines solchen vorübergehenden Freizeitparks Risiken mit sich bringt, war den Macher*innen klar. So gab es keine Möglichkeiten einzuschätzen, wie viele Leute kommen würden. Der Besuch am ersten Wochenende war enttäuschend, und in der Woche danach blieb das Gelände manchmal auch ziemlich leer. Die Verantwortlichen reagierten sofort und richtig, schafften das verpflichtende Online-Buchen ab und verbesserten die Einlasssituation. Diese Maßnahmen und dass der Eintrittspreis jetzt auch am Wochenende acht Euro beträgt, haben gewirkt: Am vergangenen Wochenende lagen die Besucherzahlen schon in einem ordentlichen Bereich.

Bis zum 26. Juli wird es das Düsselland (mindestens) geben. Und weil dieses Projekt den wirklich erheblich notleidenden Schaustellern hilft, über die schwierige Corona-Zeit hinwegzukommen, fordere ich alle Düsseldorfer, die auch nur ein bisschen Spaß an Achterbahnen und gebrannten Mandeln haben: Los, fahrt mal hin zum Düsselland! Es lohnt sich…

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