Düsselquiz: [Gelöst] Das verschwundene Straßenstück

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Wer wie Ihr ergebener Rätselonkel eine Stadtplan-Manie hat, kann sich stundenlang mit alten Exemplaren beschäftigen, um genau zu analysieren, was sich verändert hat über die Jahre. was die schönste Stadt am Rhein betrifft, gab es ja nach dem Krieg durch den Autogerechte-Stadt-Wahn des Nazistadtplaners Tamms einen unerhörten Einschnitt. Vom Südring bis zur Danziger Straße ließ der Typ eine Schneise durch die Stadt hauen, bei der die Berliner Allee ganz neu entstand und Mecum-, Erasmus-, Cornelius-, Kaiser-, Fischer- und Teile der Kaiserwerther Straße ein völlig neues Gesicht bekamen. Am Ende fiel sogar der fröhliche Platz namens „Luftballon“ an der Ecke Fischer-/Nordstraße einfach weg. Danach kam dergleichen kaum noch vor. Statt dessen entstanden in den Neubauvierteln buchstäblich Hunderte neuer Straßen. Aber in einem der Stadteile südlich der Innenstadt gibt es ein Kuriosum: Da wurde in den Sechzigerjahren ein Stück von rund 300 Metern Länge einer ziemlich langen Straße abgetrennt und mit einem neuen Namen versehen – keiner weiß warum. Das einzige Argument, das einem einfällt, ist, dass die ehemals lange Straße nie durchgehend war, sondern von einem Platz unterbrochen wurde.

1. Wie heißt die neue Straße: Phillip-Reis-Straße

Ihr ergebener Rätselonkel ist ja an der Corneliusstraße aufgewachsen, und da gehörte der Fürstenplatz natürlich zum Revier. Und durch diesen schönsten Platz der Stadt führte unsichtbar die Pionierstraße. Die begann am Bahndamm und endete an der Graf-Adolf-Straße. Von dort aus bildet sie eine eindrucksvolle Blickachse auf den Industriebrunnen am Fürstenplatz. Aber auch der Zipfel vom Platz zum Bahndamm und der Unterführung, die damals nur für Fußgänger war, hieß eben Pionierstraße. Erst als ich 1988 wieder ins Viertel zurückkehrte, um dort ein Büro am Fürstenplatz – genauer: im Hinterhof der Kirchfeldstraße 149 – zu beziehen, fiel mir auf, dass dieses Sträßchen plötzlich Phillip-Reis-Straße hieß. Tatsächlich kann ich weder den Zeitpunkt der Umbennung bestimmen, noch habe ich irgendeine Begründung dafür gefunden. Also, liebe ältere Friedrichstädter: Was wisst ihr darüber?

Gewonnen hat übrigens der Leser Günther A. Classen, der sich wegen der Übergabe der Spirituose melden möge. Der Hauptpreis wird unter allen Leserinnen und Lesern verlost, die bis Samstag, 30.05.2015 vor 17:00 eine sinnvolle Lösung per Kommentar einreichen. Hauptpreis ist dieses Mal ein Fläschchen Killepitsch mit genau 0,02 Litern Inhalt. Der Rechtsweg ist wie immer total ausgeschlossen.

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3 Kommentare

  1. Günther A. Classen am

    Die “neue Straße” heißt

    Philipp-Reis-Straße,

    vordem Pionierstraße, wie der nördliche Teil bis heute,
    „unterbrochen“ vom Fürstenplatz.

    Zum Fässchen Killepitsch bring’ ich Gläser mit, ;-)))
    (falls ich diesmal – endlich mal wieder – gewinne.)

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