[Gelöst] Düsselquiz: Wieviel Stromkilometer schenkt der Rhein seinen Düsseldorfer Kindern allein?

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Die legendäre Düsseldorfer Karnevalsband DuBB singt in einem ihrer beliebtesten Schlager, dass der Rhein seinen Düsseldorfer Kindern 20 Kilometer schenkt. Das ist natürlich Quatsch, denn in Wirklichkeit sind es ja… Gute Frage: Wieviele Stromkilometer des Rheins finden sich denn nun tatsächlich auf dem Stadtgebiet. Mehr als 20 sind es auf jeden Fall. Die genau Anzahl hängt aber von einigen Faktoren ab, u.a. von einem historischen. Deshalb lautet die heutige Frage:

1. Welches war im Sommer 1975 der südlichste (ganze) Stromkilometer: 707 (Stadtgrenze Monheim / Hitdorf, Ortslage Blee)
2. Welches war im Sommer 1975 der nördlichste (ganze) Stromkilometer: 759 (Stadtgrenze Wittlaer / Duisburg, Höhe Wasserwerksweg)
3. Wieviele Stromkilometer (auf ganze Kilometer aufgerundet) lagen im Sommer 1975 auf Düsseldorfer Stadtgebiet?

Vielleicht meinen die Jungs von DuBB ja auch die Entfernung zwischen dem südlichsten und dem nördlichsten Stromkilometer als Luftlinie. Aber selbst die betrug nie bloß 20 Kilometer. Und dann macht der Vater Rhein ja auch auf dem Düsseldorfer Stadtgebiet so einige Kurven…

Der Leser „Hajo“ war natürlich auf der richtigen Spur und hat sich nur minimal vertan. Tatsächlich wurden im Januar 1975 Baumberg und Monheim von Düsseldorf eingemeindet; Hitdorf wurde dabei abgetrennt. Kaum anderthalb Jahre später wurden die Orte aber wieder ausgemeindet – dazu demnächst mehr hier in einem lokalhistorischen Beitrag. Also lag im Sommer 1975 der südlichste Stromkilometer auf Höhe der Grenze zwischen Monheim und Hitdorf. Die wiederum liegt ziemlich exakt an der südlichen Kante des Reiterguts Blee (siehe Titelfoto). Und dort befindet sich der Stromkilometer 707.

Ebenfalls zum Januar 1975 eingemeindet wurde das Fleckchen Wittlaer nördlich von Kaiserswerth an der Grenze zu Duisburg. Der nördlichste ganze Stromkilometer liegt auf Höhe vom Wasserwerksweg und trägt die Nummer 759. Im Gegensatz zu Monheim ist Wittlaer bei Düsseldorf verblieben. Also hat der Vater Rhein im Sommer 1975 seinen Kindern mehr als 52 Stromkilometer seinen Kindern allein geschenkt.

Fragt sich nur, warum sich die DuBBs in ihrem Song so sehr geirrt haben. Schauen wir mal nach früheren Endpunkten. Das südliche Ende Urdenbachs, also der Urdenbacher Kämpe, liegt bei Stromkilometer 716. Zieht man das Gebiet der Rheinschleife ab, wäre die Nummer 720 am südlichsten. Kaiserswerth aber zählt unstrittig und schon sei 1929 zu Düsseldorf. Dort finden wir den Stromkilometer 756 – macht summasummarum 36 Kilometer. Kommt also auch nicht hin… Na ja, vielleicht bringen die Herren bei Gelegenheit mal eine neue Version des Songs mit 43 Kilometer, denn das ist der aktuelle Strand.

Als Hauptgewinner ist der Leser „Hajo“ aufgefordert, sich mit dem Rätselonkel zwecks Leerung der Bierflaschen in Wittlaer zu verabreden.

Aus allen Leserinnen und Lesern, die bis einschließlich 30.05. um 17:00 drei sinnvolle Lösungsvorschläge HIER als Kommentar einreichen, wird der Hauptpreis ausgelost. Und der besteht heute aus je einem Fläschchen Schlüssel Alt, das die/der Gewinner/in gemeinsam mit Ihrem sehr ergebenen Rätselonkel am Rhein auf Höhe des heutigen nördlichsten Flusskilometer leeren. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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1 Kommentar

  1. Im Sommer ’75 gehörte Monheim mit Rheinkilometer 710 kurzzeitig zu Düsseldorf. Ebenfalls frisch – jedoch dauerhaft – eingemeindet war Wittlaer mit Rheinkilometer 760. Somit floss der schönste Fluss der Welt seinerzeit auf einer strecke von 50 Kilometern durch die schönste Stadt der Welt :-).

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