Bericht · Es läuft nicht. Nein, es läuft zurzeit einfach nicht. Und dabei war es zwei Drittel lang gar kein schlechtes Spiel der wunderschönen DEG, vor allem gemessen an den zuletzt deprimierenden Ergebnissen, darunter eine weitere und eher peinliche Niederlage gegen das eigentlich überforderte Kellerkind aus dem schönen Krefeld. [Lesezeit ca. 2 min]

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Mitte des zweiten Drittels führte die DEG, gar nicht mal unverdient, mit 2:1, und sie hatte diverse Großchancen, diese Führung auszubauen. Da war ein Pfostenschuss dabei, aber eben auch ein, pardon, ziemlich jämmerlicher Olimb-Abschluss bei einem Alleingang und ein geradezu grotesk schlecht vergebener 3-auf-1-Konter bei eigener Überzahl. Wenn drei Stürmer nur noch einen Verteidiger vor sich haben, sollte es für Profis keine unlösbare Aufgabe sein, einen dieser Dreien in eine vernünftige Schussposition zu bringen. Stattdessen wurde hier ein bisschen quergelegt und da ein bisschen verzögert, bis dann schließlich der vierte Angreifer, der an diesem Angriff eigentlich gar nicht beteiligt war, einen Rückpass aufnahm und abschloss. Nur war der schon in Bedrängnis, weil die Bremerhavener Abwehr – quelle surprise – dann doch irgendwann zurückgeeilt war. Also kein Tor.

Dafür aber gegenüber, und zwar gleich zweimal binnen kürzester Zeit. Und beide waren, Kinder jetzt bitte weglesen, Pimmelstore. Pimmelstore, die man ruhig auch mal halten darf, so jedenfalls der Eindruck des Schreiberlings in der Halle. Sollte diese nicht TV-überprüfte Live-Einschätzung falsch sein, wird um Nachsicht gebeten. Statt 3:1 also 2:3, und so recht wusste niemand warum. Da machte sich Frust breit. Den zunächst Nicholas Jensen durch ein Einzelgespräch abzubauen versuchte und wenig später Matt Carey durch ein Haken. Bei ohnehin schon absehbarer Unterzahl war diese letzte Strafe spieltaktisch eher unclever – hinter dem gegnerischen Tor und bei ablaufender Uhr. But who cares. Wir reden hier von Hockey, da muss manchmal ein Ventil her.

So begann das Schlussdrittel also mit doppelter Unterzahl und kurz darauf dem spielentscheidenden 2:4, und selbst das sah nicht unhaltbar aus. Sei’s drum. Es folgten 19 Minuten Schaulaufen der Gäste und eine DEG, die sich zwar redlich mühte, der aber nichts mehr gelingen wollte. Daniel Fischbuch konnte man das buchstäblich ansehen; der arme Kerl, der es wieder und wieder spielerisch versuchte und dabei wieder und wieder hängen blieb, beendete gefühlt jeden Wechsel damit, seinen Schläger frustriert aufs Eis zu dreschen. Nein, zurzeit läuft es einfach nicht, jede Leichtigkeit ist perdu.

Zur Panik besteht dennoch absolut kein Grund, denn kurz vor Ende der Nord-Runde steht die DEG ziemlich präzise da, wo man sie vor der Saison vermuten durfte: Beim Kampf um Platz 4 dieser Nord-Gruppe, der die Playoff-Teilnahme bedeuten würde. Berlin auswärts kommt noch, ein auf dem Papier ungewinnbares Spiel, bei dem man also – wo ist das Phrasenschwein? – nichts zu verlieren hat. Und zum krönenden Abschluss kommt dann jederzeit geschätzter Besuch von der falschen Rheinseite, und spätestens gegen die wird – ah, da isses ja – der Bock umgestoßen. Barta! Äh … basta!

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